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Holzminden
Frontansicht: Eingerüstet mit Vorbereitungen für das neue Dach.

Holzminden (red). Es ist noch kein Jahr her, dass am 20. September 2025 das 50-jährige Bestehen des St.-Florian-Heims auf Neumannshöh mit einer großen Vereinsfeier begangen wurde. Nach über fünf Jahrzehnten der intensiven Nutzung und Pflege von Heim und Gelände durch Generationen von Feuerwehrangehörigen und Gästen wird das Feuerwehrheim am Dammbruch nun erstmals umfassend saniert.

Ermöglicht wird dies durch Fördermittel aus dem Maßnahmenprogramm LEADER (englischsprachiges Akronym des französischen „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“, deutsch: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“) der Europäischen Union.

Der gemeinnützig tätige Ortsfeuerwehrverband Holzminden e.V. hat mit seiner Gründung im Jahr 1989 das St.-Florian-Heim auf Neumannshöh samt der dazugehörigen Anlage am Dammbruch übernommen und verfolgt damit seine satzungsgemäßen Vereinsziele, wie beispielsweise die Pflege des Gedankens des freiwilligen Feuerlöschwesens sowie die Durchführung gemeinschaftlicher Veranstaltungen. Auch die Förderung der Zusammenarbeit aller am Brandschutz interessierten und hierfür verantwortlichen Stellen und Organisationen sowie weiterer Hilfsorganisationen ist Bestandteil des Nutzungskonzeptes.

Vielseitige Nutzung des Feuerwehrheims

Zudem stehen das St.-Florian-Heim und das Gelände der Förderung der Kinder- und Jugendarbeit innerhalb der Ortsfeuerwehr sowie auf Stadt- und Kreisebene zur Verfügung, beispielsweise für Gemeinschaftsveranstaltungen oder – insbesondere zur Pflege der Freundschaft mit anderen Feuerwehren – für internationale Zeltlager. Nicht zuletzt bietet das Gelände einen geeigneten Rahmen für öffentliche Veranstaltungen wie das traditionelle Holzmindener Osterfeuer.

Die unzähligen Feste, Kameradschaftsabende, Austauschveranstaltungen, Jugendzeltlager und Zusammenkünfte der vergangenen Jahrzehnte sind jedoch nicht spurlos an dem in Eigenleistung errichteten Vereinsheim vorübergegangen. Eine Erneuerung des Daches ist seit Jahren überfällig. Auch der Innenausbau zeigt deutliche Gebrauchsspuren. Hinzu kommen eine aus heutiger Sicht unzureichende energetische Ausstattung sowie fehlende Barrierefreiheit, die eine umfassende Sanierung erforderlich machen.

Gastraum vor der Maßnahme.
Förderung ermöglicht umfangreiche Sanierung

Eine vollständige Sanierung übersteigt jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Vereins unter Leitung des ersten Verbandsvorsitzenden Michael Nolte und des zweiten Verbandsvorsitzenden Tobias Hauske deutlich.

Auf Anregung aus den Reihen der Mitglieder des Ortsfeuerwehrverbandes Holzminden e.V. und nach Bewerbung sowie Vorstellung des Projektes erhielt der Verband am 7. Oktober 2025 in der Sitzung des Vorstandes der Lokalen Aktionsgruppe der Solling-Vogler-Region – dem Entscheidungs- und Aktionsgremium für LEADER in der Region – die Zusage über Fördermittel für die Sanierung des St.-Florian-Heims. Zudem konnte, wie es das Maßnahmenprogramm vorsieht, ein Kofinanzierer gefunden werden. Dank dieses Beschlusses kann der zukünftige Bestand des Vereinsheims und dessen Nutzung zum Wohle des Brandschutzes, der Hilfsorganisationen sowie der Allgemeinheit gesichert werden.

Bewilligungsbescheid und erste Arbeiten

Nach einer Reihe formaler und bürokratischer Schritte auf nationaler und europäischer Ebene erhielt der Ortsfeuerwehrverband Holzminden e.V. am 8. April 2026 den Bewilligungsbescheid über eine Förderung von bis zu 82.139,43 Euro bei geplanten Gesamtprojektkosten von gut 119.000 Euro.

Für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen zeichnet sich im Wesentlichen der geschäftsführende Vorstand verantwortlich. Ihm gehören der erste Vorsitzende Michael Nolte, der zweite Vorsitzende Tobias Hauske, Kassenführer Christoph Helm sowie Schriftführer Gerrit Meyer an.

Geplant sind neben der Neueindeckung des Daches, der Erneuerung aller Fenster und teilweise der Türen, der Modernisierung der Sanitäreinrichtungen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit – als durch LEADER geförderte Maßnahmen – auch die Renovierung des Gastraums sowie die Erneuerung der Elektrotechnik außerhalb der Förderung.

Dach nach Abdeckung der alten Platten.
Regionale Unternehmen und viel Eigenleistung

Die wesentlichen Baumaßnahmen konnten an regionale Unternehmen vergeben werden. Gleichzeitig unterstützen zahlreiche Vereinsmitglieder die Arbeiten in Eigenleistung und tragen damit zum Gelingen des Projektes bei. Hierfür wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet.

Anfang April 2026 wurde das St.-Florian-Heim für die Sanierung nahezu vollständig ausgeräumt. Anschließend begannen die ersten Baumaßnahmen. So wurde der Eingangsbereich barrierefrei gestaltet, indem unter anderem das Bodenniveau angepasst wurde. Außerdem erfolgte das Aufmaß für Fenster und Türen, die nach aktuellen energetischen Anforderungen erneuert werden.

Im Mai folgten weitere Abstimmungen mit dem Dachdeckerhandwerk und den beteiligten Gewerken. Anfang Juni begannen mit der Einrüstung des Feuerwehrheims die Dacharbeiten. Zeitgleich startete die Demontage der Sanitäranlagen in den Damen- und Herren-WCs. Außerdem wurde vor wenigen Tagen mit der Planung der Neugestaltung des Gastraums sowie der Elektrotechnik begonnen. Im Juli wurden schließlich die neuen isolierverglasten Fenster eingesetzt.

Abriss altes Herren-WC.
Aufbau neues Herren-WC.
Neue Fenster.
Fertigstellung bis Ende Oktober geplant

In den kommenden Monaten folgen der Rohbau und die Fertigmontage der neuen Sanitäreinrichtungen, die Verlegung der Fliesen, der Einbau einer zusätzlichen Eingangstür sowie die Renovierung des Gastraums und die Erneuerung der Elektrotechnik. Gemäß dem eingereichten Sanierungsplan sollen sämtliche Maßnahmen bis zum 30. Oktober 2026 abgeschlossen sein.

Fotos: Ortsfeuerwehrverband Holzminden e.V.


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Eschershausen-Stadtoldendorf

Eschershausen (red). Endlich ist es wieder so weit: Die „LGB Freunde Ith“ laden am kommenden Wochenende, 15. und 16. August, zur beliebten Modellbahn-Show für Groß und Klein ein. Die 23. Ausgabe der „GaBa Süd Niedersachsen“ findet im Stadtpark in Eschershausen statt.

Besonderer „Teufelszug“ wird gezeigt

Eines der Highlights der Veranstaltung ist der „Teufelszug“, der nach Angaben des Veranstalters von Märklin/LGB im Jahr 2025 für das Wacken-Festival als Einzelstück produziert wurde und dort Werbung für die Modelleisenbahn machte. „Anfang des Jahres wurde der Zug versteigert und der Erlös an die DKMS gespendet. Der ‚Teufelszug‘ ging anschließend in die privaten Hände von P. Schlampp“, erklärt der Veranstalter.

„Anstatt den Zug im Garten oder im Keller zu ‚verstecken‘, haben Besucherinnen und Besucher beim ‚Gartenbahn-Treffen 2026‘ in Eschershausen die Möglichkeit, das Einzelstück aus der Nähe zu sehen.“ Nach Angaben des Veranstalters handelt es sich dabei wohl um den einzigen öffentlichen Auftritt des „Teufelszuges“ im Norden.

Der „Teufelszug“ wurde nach Angaben des Veranstalters von Märklin/LGB für das Wacken-Festival 2025 als Einzelstück produziert und ist bei der „GaBa Süd Niedersachsen“ in Eschershausen zu sehen.
Hersteller präsentieren Neuheiten des Jahres

Dem Veranstalter ist es erneut gelungen, ein interessantes und abwechslungsreiches Angebot zusammenzustellen. Die namhaften Hersteller der Branche – beispielsweise Märklin, LGB, Piko oder Massoth – präsentieren hier ihre Neuheiten des Jahres 2026. Zahlreiche Kleinserienhersteller wie Modellbauwerkstatt, Oho Brücken, Figurendesign Bauer und viele mehr vervollständigen das Angebot.

„Das Gartenbahn-Treffen ist bekannt dafür, dass viele Hersteller aktuelle Neuheiten hier erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. So wird es auch dieses Jahr sein. Von Fahrzeugen, Zubehör, Figuren oder Kupplungen. Lassen Sie sich überraschen“, führt der Veranstalter weiter aus, mit dem Hinweis, dass der große Händlerbereich neben Neuwaren auch Gebrauchtwaren von Z bis II anbieten wird.

Amerikanische Züge und eine Küstenbahn

Mit dabei sind auch wieder eine Reihe privater Aussteller. „Manuel & Friends“ zeigen auf der riesigen mobilen Freilandanlage extra lange amerikanische Zuggarnituren und setzen diese so richtig in Szene. Mit vielen Details wird hier in wenigen Stunden eine Westernlandschaft gestaltet.

Die Familie Brune zeigt auf einer gut zehn Meter langen Modulanlage eine reich detaillierte Küstenbahn, die mit unendlich viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Wer genau hinschaut, kann auch beobachten, wie sich der Lokführer in der Fahrtrichtung dreht oder sich eine Tür des Güterwagens zum Beladen automatisch öffnet.

Der Leuchtturm gehört zur Modulanlage der Familie Brune.

Auch RC-Modelle und Echtdampf sind dabei

Auch Fans von RC-Modellen werden hier auf ihre Kosten kommen: Autos, Lkw und Militärfahrzeuge stehen dort im Einsatz.

Weitere Aussteller zeigen 5-Zoll-Fahrzeuge mit Echtdampf oder setzen ihre Eigen- und Umbauten diverser RhB (Rhätische Bahn), FO (Furka-Oberalp-Bahn) oder MGB (Matterhorn-Gotthard-Bahn) auf der Anlage „Graubünden“ ein.

Die Anlage „Graubünden“ wird wieder von den „LGB Freunden Ith“ betrieben. Hier werden über 50 Zuggarnituren für einen abwechslungsreichen Betrieb sorgen.

„GaBa Süd Niedersachsen“ an zwei Tagen geöffnet

Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt: Im Gartenkaffee und Imbiss warten viele hausgemachte Leckereien. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.lgb-treffen.de.

Die „GaBa 2026“ findet am 15. und 16. August im Stadtpark in Eschershausen/Ith statt. Geöffnet ist am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 7,50 Euro und für Kinder von sechs bis 16 Jahren 4 Euro.

Modellbahn-Show in Eschershausen: „LGB Freunde Ith“ präsentieren zahlreiche Anlagen und Neuheiten

Fotos: LGB Freunde Ith

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