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Eschershausen-Stadtoldendorf

Arholzen/Holzminden (red). Rudolf Ebeling aus Arholzen, Athlet des Postsportvereins (PSV) Holzminden, ist bereits im zweiten Jahr in Folge der schnellste deutsche Sportler über 1.000 Meter in der Altersklasse M85.

Ebeling wurde 1939 geboren. Den Weg zum Sport fand er allerdings erst im Jahr 1996. Bis dahin war er sein gesamtes Arbeitsleben bei einem örtlichen Großbetrieb beschäftigt. Der tiefgreifende wirtschaftliche Wandel ab 1995 hatte damals auch Holzminden erfasst. In Rudolf Ebelings Betrieb wurde ein größerer Personalabbau angekündigt, der überwiegend ältere Arbeitnehmer betraf. Was heute kaum noch vorstellbar sei, nämlich bereits Ende 50 in den Ruhestand zu gehen, wurde für ihn mit der Frühverrentung Realität.

Sport als neuer Lebensweg

„Ich wusste aber sofort, dass ich etwas machen muss, um mobil und gesund zu bleiben“, sagte Ebeling gegenüber dem PSV-Vorsitzenden Andreas Kopp. 1996 gehörte er dem TSV Arholzen an und war zwei- bis dreimal wöchentlich im Solling unterwegs. Über Kontakte zu Edgar Bettermann kam er zum Wettkampfsport und fand den Weg zum PSV. Neben der Verbundenheit mit Edgar Bettermann waren für ihn auch der Anmeldeservice, der Trainingsbetrieb und die Startpassvergabe über den PSV von Bedeutung.

„Ich freue mich, dass ich nun schon seit 30 Jahren am Sportbetrieb im Verein teilnehmen kann“, beschreibt er seinen Weg. Sein damaliges Ziel, gesund und mobil zu bleiben, habe er durchgängig erreicht, was auch seine sportlichen Leistungen bestätigten.

Rekorde und Spitzenleistungen

Der PSV ist stolz darauf, dass Rudolf Ebeling im Mittel- und Langstreckenlauf weiterhin erfolgreich unterwegs ist. Beim Paderborner Osterlauf, der ältesten und mit fast 17.000 Teilnehmenden eine der größten Laufveranstaltungen Deutschlands, war er am 4. April 2026 mit 87 Jahren der älteste Teilnehmer. Die fünf Kilometer absolvierte er in 38:45 Minuten und belegte damit den zweiten Platz seiner Altersklasse M85.

Auch im Mittelstreckenbereich hält Ebeling zahlreiche Bestleistungen. Sowohl 2025 als auch 2026 war beziehungsweise ist er der schnellste deutsche Sportler über 1.000 Meter. Zuletzt lief er die Distanz in 6:34,78 Minuten. Diese Zeit ist auch in der Deutschen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in der Altersklasse M85 dokumentiert.

Respekt vor außergewöhnlicher Leistung

Vor den Leistungen Rudolf Ebelings hat Andreas Kopp großen Respekt. „Besonders, weil es nicht jedem Menschen auf Dauer vergönnt ist, noch in hohem Alter Leistungs- und Gesundheitssport zu betreiben.“

Das weiß auch Rudolf Ebeling, der deshalb an den vergangenen heißen Tagen lieber schöne Stunden mit seiner Familie im schattigen Garten verbrachte. Seine Laufschuhe hat er jedoch bereits wieder für den kommenden Wettkampf am Wochenende in Uslar vorbereitet.

Foto: PSV Holzminden


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Landkreis Holzminden

Holzminden (ber). Schwarzwald, Hunsrück und jetzt im Weserbergland: Das 49. Treffen des Isettaclubs findet in diesem Jahr vom 21. bis 23. August in Holzminden statt.

„Wir würden uns über jeden freuen, der uns auf dem Wesercampingplatz am Stahler Ufer besuchen kommt. Die Fahrzeuge stehen in der Nordkurve des Platzes zur Ausstellung. Das Treffen ist für Leute von jung bis alt oder von ganz frisch dabei bis zu lebenslangen Isettenliebhabern“, erklärt Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs.

Darüber hinaus ist eine Tour durch den Landkreis Holzminden und den Landkreis Northeim geplant, um interessierten Zuschauern die Möglichkeit zu geben, die Fahrzeuge zu bestaunen.

Der Isettaclub umfasst mehr als 1.300 Mitglieder. Die Mitglieder kommen zum Beispiel aus Deutschland, Tschechien, Belgien, Brasilien oder Australien.

Holzminden wird zum Treffpunkt für Isetta-Fans

Organisiert wird das Treffen der bis zu 13 PS starken Fahrzeuge von Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs, und Wolfgang Schoolmann. Hoffmann hat vor zweieinhalb Jahren dem Gremium die Idee „Holzminden“ vorgestellt. Nach einigen internen Abstimmungen konnte sich die Stadt der Düfte und Aromen durchsetzen und Hoffmann hat das „Go“ für die Planung bekommen. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Dr. Ullrich Stiebel Stiftung.

Ausfahrt zum PS.Speicher nach Einbeck

Am Samstag, 22. August, bietet der Isettaclub eine Ausfahrt für seine Mitglieder an und die Zuschauerinnen und Zuschauer können die Isetten bestaunen. Um 9 Uhr starten die Isetten in Holzminden. Die Strecke führt unter anderem über Lobach, Deensen, Merxhausen und Markoldendorf schließlich zum PS.Speicher nach Einbeck. Die Tour soll zwischen 50 und 60 Minuten dauern. Bis 14.30 Uhr treffen die Isetta-Fahrer wieder in Holzminden ein, um am Teilemarkt teilzunehmen. Dort ist es jedem möglich, Ersatzteile für seine Isetta zu kaufen oder sich einfach nur etwas Fachwissen anzueignen.

143 Anmeldungen und mehr als 40.000 Kilometer Anreise

Mittlerweile sind 143 Anmeldungen im Postfach des Schatzmeisters eingegangen. Auch die Anreise der Fahrer variiert dabei sehr. „Die ersten kommen bereits am kommenden Freitag, 14. August, an. Zusammengerechnet legen alle Teilnehmer 40.462,80 Kilometer nur für die Anreise zurück. Manche kommen mit der Isetta und schlafen im Zelt, manche kommen mit dem Wohnmobil“, erklärt Adrian Hoffmann. Die weiteste Anreise hat eine Isetta aus Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze. Sie wird auf den Anhänger geladen und muss 702 Kilometer zurücklegen. Die weiteste Anreise, bei der selbst mit der Isetta gefahren wird, beträgt 512 Kilometer. Auch aus der Region sind Teilnehmer dabei: Eine Isetta aus Grünenplan wird ihren Weg nach Holzminden finden, und Adrian Hoffmann aus Holzminden wird ebenfalls mit seiner eigenen Isetta vor Ort sein.

Werksführung und Ausflüge für die Teilnehmer

Für die Teilnehmer, die schon am kommenden Wochenende oder im Laufe der nächsten Woche anreisen, ist viel Programm geplant. Beispielsweise bekommen die Teilnehmer eine kostenlose Werksführung bei Stiebel Eltron. Es sind auch Fahrten zu Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Corvey, dem Weser-Skywalk bei Bad Karlshafen bis hin zu den Externsteinen im Teutoburger Wald geplant.

Gemeinsam mit der Tourismusinformation wurden 150 Willkommenstüten für die Teilnehmer besorgt. Diese wurden unter anderem mit 150 Flaschen Ketchup der Firma Riedel gefüllt. Außerdem bekommen alle Fahrer einen rabattierten Eintritt in Sensoria.

Kostenfreier Parkplatz am Stahler Ufer für eine Woche gesperrt

Der kostenfreie Parkplatz „Stahler Ufer“ wird vom 16. bis 23. August nicht mehr zur Verfügung stehen. Er wird genutzt, um die Logistik des Treffens unterzubringen. 

Bild vom Jahrestreffen 2022 in Naumburg (Schloss Bad Arolsen)

Fotos: Adrian Hoffmann/Isettaclub