„Bürgerschützengilde Stadtoldendorf 1913“ feiert Sommerfest mit Ehrungen und Pokalvergabe
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Eschershausen-StadtoldendorfDie amtierenden Stadtmajestäten der Stadtoldendorfer Schützenvereine beim Sommerfest der Bürgerschützengilde „Stadtoldendorf 1913“.
Stadtoldendorf (red). Bei hochsommerlichen Temperaturen hat am 27. Juni das traditionelle Sommerfest der „Bürgerschützengilde Stadtoldendorf 1913“ stattgefunden.
Bereits am Vortag war der Schießwettbewerb um die Einweihungspokale ausgetragen worden. Die Siegerehrung dieses Wettbewerbs gehört seit vielen Jahren fest zum Programm des Sommerfestes.
Der 1. Vorsitzende Michael Wuttke begrüßte die zahlreichen Mitglieder des Vereins sowie die anwesenden Gäste. Besonders willkommen hieß er die Vertreter des Kreisschützenverbandes, die Kreisjugendleiterin Simone Sprötge mit ihrem Ehemann Matthias Sprötge sowie den stellvertretenden Stadtdirektor Ralf Schaper mit seiner Ehefrau.
Ebenfalls begrüßt wurden die amtierenden Majestäten des Vereins, die drei Stadtmajestäten – Stadtjugendkönigin Karina Schneider, Stadtkönigin Daniela Koch und Stadtkönig Jürgen Just –, die beiden Kreismajestäten der Schüler- und Jugendklasse sowie die Vereinsmajestäten Damenkönigin Martina Gimmler, Ringkönigin Andrea Wuttke, Jugendringkönigin Karina Schneider, König Daniel Wuttke und Ringkönig Mark Wagner.
Ehrungen und besondere Auszeichnungen
Ein herzlicher Gruß galt außerdem den beiden Ehrenmitgliedern Bärbel und Helmut Wuttke sowie den Vertretern der beiden ortsansässigen Schützenvereine von 1862 und „Weiß-Rot“. Ebenfalls begrüßte Michael Wuttke Dascho Wehner vom Homby.
Das Sommerfest wurde in diesem Jahr um zwei Programmpunkte erweitert. So wurden die Scheiben der Kreismajestäten der Schüler- und Jugendklasse sowie die der amtierenden Stadtmajestäten aufgehängt.
Ursprünglich war vorgesehen, die Ehrung der Kreisschülerkönigin Malina Sander und der Kreisjugendkönigin Karina Schneider aufgrund ihres besonderen Erfolges in Uniform durchzuführen. Wegen der außergewöhnlich hohen Temperaturen entschied der 1. Vorsitzende jedoch, die Veranstaltung in lockerer, dem Wetter angepasster Kleidung stattfinden zu lassen.
Simone Sprötge ließ es sich nicht nehmen, den beiden Kreismajestäten persönlich zu gratulieren und ihnen ein Präsent zu überreichen. Auch Dascho Wehner richtete einige Worte an die Majestäten und überreichte im Namen des Homby ein Flachgeschenk. Zudem hob er die gelungene Zusammenarbeit beim Hombyfest hervor.
Wanderpokal bleibt in Stadtoldendorf
Michael Wuttke bedankte sich ausdrücklich bei den Mitgliedern der Bürgerschützengilde für die starke Beteiligung am Schützenumzug. Für die Bewirtung der Gäste sorgten die amtierenden Kreis- und Stadtmajestäten. Darüber hinaus sprach der 1. Vorsitzende allen helfenden Mitgliedern seinen Dank für ihren Einsatz bei der Durchführung des Sommerfestes aus.
Nachdem alle Scheiben ihren Platz gefunden hatten, berichtete Schießsportleiter Daniel Wuttke über die erfolgreiche Teilnahme der Jugendabteilung am Kreisjugendtag. Dort konnte die Jugend den ersten Platz des Vorjahres erfolgreich verteidigen.
Aufgrund der Ausschreibungsbedingungen geht der Wanderpokal nun endgültig in den Besitz der Bürgerschützengilde über, nachdem der Wettbewerb sowohl dreimal in Folge als auch insgesamt fünfmal außerhalb der Reihe gewonnen wurde. Im kommenden Jahr wird daher ein neuer Wanderpokal ausgeschossen.
Einweihungspokale überreicht
Anschließend folgte der Höhepunkt des Tages: die Siegerehrung des Einweihungspokalschießens, die vom 1. Vorsitzenden Michael Wuttke vorgenommen wurde. Bei den Schützen sicherte sich Jürgen Just den Sieg. In der Jugendklasse gewann Melanie Schneider den Einweihungspokal. Zum Abschluss ließen die Mitglieder und Gäste den Abend bei sommerlichen Temperaturen in geselliger Runde ausklingen.
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Fotos: Bürgerschützengilde Stadtoldendorf 1913
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Nicht sichtbare Gefahr bei Niedrigwasser: DLRG Holzminden warnt vor dem Betreten und Durchqueren der Weser
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Holzminden
Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.
Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.
Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko
„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.
„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.
Ausgespülte Bereiche werden sichtbar
Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.
Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.
„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.
Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.
Durchquerungen können schnell gefährlich werden
„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.
DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig
Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.
„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.
Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.
Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen
Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.
„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.
Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.
Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.
Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.
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