UWG will Gesundheitsversorgung in der Samtgemeinde stärken
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Eschershausen-Stadtoldendorf (red). Eine verlässliche und wohnortnahe medizinische Versorgung gehört nach Angaben der UWG Eschershausen-Stadtoldendorf zu den zentralen Zukunftsaufgaben der Samtgemeinde. Gerade im ländlichen Raum sei eine gut erreichbare ärztliche Versorgung ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und Sicherheit – für Familien ebenso wie für Seniorinnen und Senioren, Alleinlebende und nicht zuletzt für die heimischen Unternehmen und deren Beschäftigte.
Besondere Bedeutung misst die UWG dabei dem Gesundheitszentrum Charlottenstift in Stadtoldendorf bei. Es bilde eine wichtige Säule der medizinischen Versorgung in der Region und sei zugleich ein Standortvorteil, den es langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln gelte. Gleichzeitig sollen auch die bereits vorhandenen Fachärztinnen und Fachärzte stärker in die künftige Entwicklung der regionalen Gesundheitsversorgung eingebunden werden.
UWG sieht Handlungsbedarf bei hausärztlicher Versorgung
Handlungsbedarf sieht die Wählergemeinschaft insbesondere bei der hausärztlichen Versorgung. In den vergangenen Monaten habe die Samtgemeinde mehrere niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte verloren. Dieser Entwicklung müsse aktiv begegnet werden. Die UWG möchte deshalb gezielt die Ansiedlung weiterer Ärztinnen und Ärzte fördern.
Bedarf sieht sie insbesondere in der Allgemeinmedizin sowie bei Kinder- und Hautärztinnen und -ärzten. Darüber hinaus sollen aber auch Kooperationsmöglichkeiten mit der Universität Göttingen und weiteren Universitätskliniken ausgelotet werden. Denkbar seien aus Sicht der UWG beispielsweise Stipendienprogramme für angehende Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, die mit einer späteren hausärztlichen Tätigkeit in der Region verbunden werden könnten.
Notarzt und zusätzliche Rettungsdienstfahrzeuge im Blick
Auch die weitere Entwicklung des Charlottenstifts soll nach den Vorstellungen der UWG durch die Samtgemeinde aktiv begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus möchte die Wählergemeinschaft prüfen lassen, ob eine Wiederansiedlung eines Notarztes möglich ist. Gleichzeitig soll gegenüber den zuständigen Stellen auf zusätzliche Rettungsdienstfahrzeuge in der Samtgemeinde hingewirkt werden, um die Notfallversorgung und die Erreichbarkeit insbesondere im ländlichen Raum weiter zu verbessern.
Als sinnvolle Ergänzung zur klassischen medizinischen Versorgung sieht die UWG zudem den Ausbau telemedizinischer Angebote. Digitale Sprechstunden könnten insbesondere für weniger mobile Bürgerinnen und Bürger Wege verkürzen und den Zugang zu ärztlicher Beratung erleichtern. Sie sollen den persönlichen Arztbesuch jedoch nicht ersetzen, sondern das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen.
„Bestehende Strukturen sichern und neue Wege gehen“
„Unser Ziel ist eine Gesundheitsversorgung, auf die sich die Menschen in unserer Samtgemeinde auch in Zukunft verlassen können. Dafür müssen wir bestehende Strukturen sichern und zugleich neue Wege gehen“, macht die UWG deutlich.
Foto: UWG
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Internationales Typ-4-Treffen bringt seltene VW 411 und 412 Anfang September nach Holzminden
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Holzminden
Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.
Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.
Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.
Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen
Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.
Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg
Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.
Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.
Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern
Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.
Vom VW 411 zum VW 412
Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.
Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.
Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.
Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.
Fotos: Laurenz Blanck
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