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Eschershausen-Stadtoldendorf
Der untere Bereich der Straße „Über der Mühle“, deren geplante Sanierung für intensive Diskussionen sorgt.

Stadtoldendorf (rus). Selten hat ein Vorhaben der Stadt für so großes Besucherinteresse bei einer Ausschusssitzung gesorgt. Beim Ausschuss für Bauen und Umwelt der Stadt Stadtoldendorf kamen mehr als 50 Zuschauerinnen und Zuschauer zu der Sitzung, die aus Platzmangel kurzerhand sogar vom Rathaus ins benachbarte Alte Rathaus verlegt werden musste. Grund waren diverse Punkte auf der Agenda mit unmittelbarer Auswirkung auf die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie Straßenzüge. Einer der größten Punkte: die Sanierung der Straße „Über der Mühle“, die insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro kosten soll.

Mehr als 3,5 Millionen Euro Gesamtkosten

Grund sind die notwendige Erneuerung von Kanälen und Leitungen, aber auch der Straßenoberfläche insgesamt sowie insbesondere der untere Abschnitt der Straße mit einer abgängigen Mauer, auf der die Straße verläuft. Während mehr als 2,1 Millionen Euro durch den Wasserverband WVIW für die Kanalsanierung zu stemmen sind, entfällt auf die Stadt Stadtoldendorf immerhin auch noch einmal ein Anteil von fast 1,4 Millionen Euro.

Geld, das die Stadt nicht hat und zu dessen Bewirtschaftung entweder weitere Ausgaben eingespart oder neue Einnahmen generiert werden müssten, machte Stadtkämmerer Ralf Schaper deutlich. Von daher war der Beschlussvorschlag der Stadt nachvollziehbar, hier einen Vollausbau anzustreben. Denn in diesem Fall würde die Satzung über Straßenausbaubeiträge greifen und die Anwohnerinnen und Anwohner müssten einen Großteil der Kosten per Umlage mittragen. „Wir rechnen hier mit rund 35.000 Euro pro Grundstück“, rechneten Politik und Verwaltung vor.

Anwohner kritisieren mögliche Kostenbeteiligung

Erwartungsgemäß stieß dieses Vorhaben im Rahmen der Sitzung aber auf große Kritik seitens der Anwohnerinnen und Anwohner der betreffenden Straße, die zahlreich zu der Sitzung erschienen waren. Im Zuge der belebten Diskussion, die in Form einer Sitzungsunterbrechung auch den anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglicht wurde, kristallisierte sich für den Ausschuss vor allem am Ende eine Variante als darstellbar heraus: eine Instandhaltungsmaßnahme der Stadt als Eigentümerin der Straße, auch wenn dadurch ein „Flickenteppich“ entstehen würde.

Alexander Sudermann (UWG) nannte die Kostenübernahme zumindest „unzumutbar für die Bürger“, während Karl Hermann Böker (SPD) feststellte, dass ohne einen Vollausbau „die Baumaßnahme schon der nächsten Generation wieder zur Last“ falle.

Großes Interesse an der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt: Mehr als 50 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Beratungen.
Umleitungsverkehr und Straßenschäden thematisiert

Kritisiert wurde von den Anwohnerinnen und Anwohnern vor allem, dass es sich weitestgehend um ältere Eigentümerinnen und Eigentümer handele, die die Beiträge gar nicht mehr abzahlen könnten. Diverser Umleitungsverkehr und eine fehlende Gewichtsbegrenzung hätten zu großen Schäden an der Straße geführt, für die die Anwohnerinnen und Anwohner nun bezahlen sollten. Bei einer Instandhaltung müssten die Kosten im Gegensatz zum Vollausbau zunächst allein durch die Stadt getragen werden.

Doch: „Wo kommt das Geld her?“, stellte der Kämmerer die Frage. Allein um beispielsweise die rund 600.000 Euro zu finanzieren, die nur für die Ertüchtigung der Mauer erforderlich seien, müssten Mehrsteuereinnahmen in Höhe von 1,8 Millionen Euro generiert werden, da Teile solcher städtischen Einnahmen auch abgeführt werden müssten.

Schwierige Arbeiten im unteren Straßenbereich

Weitere bauliche Maßnahmen, wie etwa auch der Bau eines Wendehammers im unteren Bereich, wurden diskutiert, scheitern aber schon am fehlenden Platz. Besonders knifflig gestalte sich die Erneuerung des unteren Teils der Straße – hier könnte die Straße durch zusätzliche Winkelstützen zwar befestigt und abgefangen werden, der direkt darunter liegende Kanal des Eberbaches mache das Vorhaben aber zu einem kostspieligen Unterfangen, da dieser zunächst verlegt werden müsse.

Auch die zu den Reihenhäusern der „Hoopstraße“ hinaufragende Mauer weise schon Altersspuren auf und müsse sicherlich auch in absehbarer Zukunft ertüchtigt werden. Diese sei aber nicht in städtischem Eigentum, weshalb hier die Eigentümerinnen und Eigentümer der Wohnhäuser verantwortlich seien.

Entscheidung liegt letztlich beim Rat

Da der Bauausschuss lediglich empfehlenden Charakter hat, wird die letztliche Entscheidung am Ende dem Rat zufallen. Die Empfehlung aus dem Gremium lautete allerdings: Instandsetzung statt Vollausbau – und damit keine Kostenbeteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Blick von oben auf die abschüssig verlaufende Straße „Über der Mühle“, für die umfangreiche Sanierungsmaßnahmen diskutiert werden.

Fotos: rus

 


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Holzminden. Nicht jedes Dach lässt sich mit einer Standardlösung sanieren. Das zeigte auch ein aktuelles Projekt der Firma Mairose aus Holzminden. Aufgrund der geringen Dachneigung stellte das Gebäude besondere Anforderungen an die Planung und Ausführung.

Vom Sanierungswunsch zur Komplettlösung

Der Hauseigentümer berichtet, dass im vergangenen Jahr zunächst das Wohnhaus umfassend modernisiert wurde. Unter anderem wurden neue Fenster eingebaut. Zunächst habe die Überlegung bestanden, das bestehende Dach lediglich instand setzen zu lassen. Bei einer Begutachtung habe sich jedoch gezeigt, dass eine Reparatur keine sinnvolle Lösung mehr gewesen sei. Bereits an den Dachfenstern sei Feuchtigkeit eingedrungen, da diese undicht gewesen seien. Daraufhin fiel die Entscheidung für eine vollständige Dachsanierung.

Besondere Herausforderung bei der Dacheindeckung

Für die Firma Mairose lag die besondere Herausforderung in der geringen Dachneigung. Mairose-Dachdeckermeister Milan Schmidt erklärt, dass solche Dächer nicht alltäglich seien und deshalb eine spezielle Lösung erforderlich gewesen sei. Zum Einsatz kam ein Dachziegel der Firma Jacobi, der ausdrücklich für Dächer mit geringer Dachneigung zugelassen ist und damit die technischen Anforderungen erfüllt.

Förderung und persönliche Betreuung

Neben der fachgerechten Ausführung profitierte der Kunde auch von einer umfassenden Beratung. Auf Empfehlung der Firma Mairose wurde ein Energieberater hinzugezogen. Dadurch konnte eine Förderung beantragt werden, die die Kosten der Dachsanierung zusätzlich reduzierte.

Besonders positiv hebt der Hauseigentümer die Betreuung während des gesamten Projekts hervor. Bei Fragen sei die Firma Mairose jederzeit schnell erreichbar gewesen. Rückmeldungen und Informationen seien stets zeitnah erfolgt. Mit dem Ergebnis der Arbeiten zeigt sich der Kunde rundum zufrieden.

Die Firma Mairose setzt auf individuelle Lösungen für jedes Dach – auch dann, wenn besondere bauliche Gegebenheiten spezielle Materialien und Fachwissen erfordern.

Firma Mairose
Burgbergblick 14
37603 Holzminden

Telefon: 05531 3339
https://mairose.de/

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Landkreis Northeim

Einbeck (red). Eine Weltreise ist für die meisten Menschen ein einmaliges Erlebnis. Für Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz wurde sie außerdem zu einer Geschichte über Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen. Ein Jahr lang bereisten die beiden als interabled Duo „Hurdle the World“ 16 Länder auf sechs Kontinenten. Aus ihren Erfahrungen entstanden das Buch „Die Reise unseres Lebens“, eine große Community in den sozialen Medien sowie Vorträge, mit denen sie inzwischen deutschlandweit unterwegs sind. Am Freitag, 21. August, kommen sie auf Einladung von Pro Inklusion Northeim e. V. nach Einbeck.

Weltreise als interabled Duo

Alexander und Lovis kennen sich seit vielen Jahren. Alexander lebt mit der angeborenen Muskel- und Gelenkerkrankung Arthrogryposis multiplex congenita (AMC), Lovis mit ADHS. Gemeinsam planten sie ihre Reise rund um den Globus und stellten sich dabei immer wieder neuen Situationen: nicht barrierefreie Verkehrsmittel, spontane Planänderungen und ungewohnte Wege, aber auch große Hilfsbereitschaft sowie Begegnungen mit Menschen, die ihre Reise auf ganz unterschiedliche Weise bereicherten.

Ihre Erfahrungen haben sie in ihrem Buch „Die Reise unseres Lebens“ veröffentlicht und teilen diese in Lesungen und Vorträgen. Mit ihrer sympathischen Art konnten sie unter anderem bereits auf der Leipziger Buchmesse und in der NDR-Sendung „DAS! – Das Rote Sofa“ das Publikum begeistern.

Vortrag im PS.SPEICHER

Unter dem Titel „Von der Welt lernen. Vor Ort gestalten. – Impulse für gelingende Inklusion vor Ort“ kommen Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz nun in den Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs/FREIgeist in Einbeck. Dort berichten sie von Erlebnissen, die nicht in jedem Reiseführer stehen: von Momenten, in denen Improvisation gefragt war, von Begegnungen, die in Erinnerung geblieben sind, und von einer Freundschaft, die auf Reisen immer wieder auf die Probe gestellt wurde.

Gleichzeitig geben sie Einblicke in ihren Alltag als interabled Duo und sprechen darüber, wie Barrieren Reisen beeinflussen können – und welche Rolle Offenheit, gegenseitige Unterstützung und kreative Lösungen dabei spielen.

Abschluss eines Projekts

Für Pro Inklusion Northeim e. V. ist die Veranstaltung mehr als ein Reisevortrag. Sie bildet den Abschluss des fünfjährigen Projekts „Netzwerk Inklusion und Teilhabe in Freizeit, Sport und Kultur“ und fällt in das zehnjährige Bestehen des Vereins.

„Mit Alexander und Lovis haben wir Gäste eingeladen, die auf authentische Weise zeigen, dass Inklusion nicht bei theoretischen Diskussionen beginnt, sondern im gemeinsamen Erleben“, erklärt der Verein. „Wir möchten den Abend nutzen, um Menschen zusammenzubringen und neue Perspektiven für ein inklusives Miteinander in unserer Region zu eröffnen.“

Kostenfreie Teilnahme nach Anmeldung

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 21. August 2026, um 17:30 Uhr im Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs in Einbeck. Im Anschluss an Vortrag und Lesung lädt Pro Inklusion Northeim e. V. bei Live-Musik und einem kleinen Imbiss zum Austausch ein.

Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 14. August 2026 telefonisch unter 05551 9103995, per E-Mail an info@proinklusion-northeim.de oder online unter https://eveeno.com/proinklusion möglich. Unterstützungsbedarfe können bei der Anmeldung angegeben werden. Gebärdensprachdolmetschende begleiten die Veranstaltung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit NORTkultur und der BBS Einbeck statt. Ermöglicht wird sie durch die Förderung der Bürgerstiftung Einbeck, Aktion Mensch und der AKB Stiftung.

Foto: Hurdle The World