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Eschershausen-Stadtoldendorf

Eschershausen (red). Zwei Termine standen bei der FDP in der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf an: ein Mitgliedertreffen und der Beginn der Wählerinformation mit den frisch eingetroffenen Wahlbroschüren. Kurzentschlossen verknüpfte man beides und traf sich auf dem Parkplatz vor den Türen von Frisör Dempewolf. „Hat prima geklappt“, freute sich Janis Grupe. „Geheimnisse haben wir sowieso nicht und wir konnten viele interessante Gespräche mit Menschen führen, die wir sonst nicht getroffen hätten.“ Auch beim Verteilen der Wahlinfos habe er bereits viele Anregungen und Hinweise erhalten.

Ärztliche Versorgung beschäftigt die FDP

Als Erstes las dann Andreas Fricke seinen Parteikollegen die Leviten mit deutlichen Worten. „Was gibt es Wichtigeres als die ärztliche Versorgung?“, fragte Fricke in die Runde und lief damit bei seinen Liberalen offene Türen ein. „Eine Arztpraxis nach der anderen macht dicht und Nachfolger sind nicht zu finden. Es ist allerhöchste Zeit, wirkungsvoll gegenzusteuern“, warnte Andreas Fricke. Selbst die Schaffung neuer zeitgemäßer Räumlichkeiten garantiere noch nicht die Zuwanderung junger Mediziner. Vieles sei im Wandel und sei zu berücksichtigen, beispielsweise werde die Medizin immer weiblicher. „Achtzig Prozent der Absolventen an unseren Unis sind heute weiblich“, stellte Fricke fest.

Ergebnis der Debatte: Die FDP werde sich unter Leitung von Andreas Fricke intensiv mit der Thematik befassen. Schließlich gebe es auch erfolgreiche Projekte, wie das Beispiel Kirchbrak zeige. „Warum soll uns das nicht auch hier gelingen?“, war man sich einig.

Kindertagesstätten stehen auf der Prioritätenliste

Auch die Schaffung moderner, zeitgemäßer Kindertagesstätten, wie sie in Stadtoldendorf und Holzen geplant seien, stehe ganz oben auf der Prioritätenliste der FDP. „Wir standen im Bauausschuss einsam und allein auf weiter Flur mit unserer Forderung, die Planungen zum Bau dieser Kindergärten jetzt auch zügig umzusetzen. CDU, UWG und SPD haben geschlossen dagegen gestimmt“, rief Jens Baumert in Erinnerung.

Diese Plätze würden aber dringend für die Familien gebraucht. Umso erfreulicher sei es, dass die Pläne am Ende mit knapper Mehrheit im Entscheidungsgremium beschlossen werden konnten. „Aber wie wir in der leidigen Schuldebatte erleben mussten, gibt es immer wieder politische Kräfte, die selbst mit großer Mehrheit gefasste Beschlüsse noch nach Jahren wieder zurückdrehen wollen“, warnte Baumert. „Wir fordern CDU, SPD und UWG auf, sich klar zu den Neubauplänen für die Kindertagesstätten in Stadtoldendorf und Holzen zu bekennen“, ergänzte Wulf Kasperzik.

FDP verweist auf Schulbauprojekte in der Region

„Unser programmatischer Schwerpunkt liegt natürlich nach wie vor auf der zügigen Umsetzung der Schulbauprojekte in Delligsen, Bodenwerder, Holzminden und Eschershausen“, stellte Hermann Grupe als Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion fest. „Wir sind voll im Zeitplan, aber es gibt noch viel zu tun. Wir erhalten eine hervorragende Bildungslandschaft und das ist die wichtigste Voraussetzung für eine familienfreundliche hohe Lebensqualität in unserer schönen Region“, betonte Grupe.

Die begeisternden Konzepte, die beispielsweise in der neuen „Schule am Vogler“ für den Neustart im neuen Gebäude ab 2028 erarbeitet wurden, würden nach Auffassung der FDP zu einer tollen Bildungseinrichtung einladen. „Das zu verwirklichen, dafür arbeiten wir mit aller Energie“, betonte Hermann Grupe.

Foto: FDP


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Holzminden. Am „Forster Weg 26“ in Holzminden steht ab sofort eine rund 125 Quadratmeter große Gewerbefläche zur Vermietung. Die gepflegten Räumlichkeiten befinden sich ebenerdig im Erdgeschoss und sind barrierefrei sowie stufenlos zugänglich.

Die Fläche eignet sich unter anderem als Büro, Arzt- oder Physiotherapiepraxis, Apotheke, Kanzlei oder für weitere gewerbliche und dienstleistungsorientierte Nutzungen.

Flexible Nutzungsmöglichkeiten

Die Raumaufteilung kann nach Absprache flexibel geplant und individuell an die Anforderungen der zukünftigen Mieterin oder des zukünftigen Mieters angepasst werden. Auch entsprechende Umbauten sind grundsätzlich möglich.

Die Gewerbefläche befindet sich in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses. Parkmöglichkeiten stehen direkt vor dem Objekt zur Verfügung.

Provisionsfreie Vermietung

Die monatliche Miete beträgt 1.500 Euro. Die Vermietung erfolgt provisionsfrei direkt vom Eigentümer. Eine Kaution ist nach Absprache zu hinterlegen.

Kontakt

Johannes Rerich
Telefon: 01520 1549757
E-Mail: j.rerich@gmx.net

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Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu