Sommerreise von Sabine Tippelt endet mit Unternehmensbesuchen in Bevern
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Bevern
Bevern (red). Die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt hat gemeinsam mit Landratskandidat Bjarne Allruth sowie Samtgemeindebürgermeisterkandidat Jörg Hesse ihre Sommerreise durch den Landkreis Holzminden mit Besuchen bei drei Unternehmen in Bevern fortgesetzt.
Auftakt bei EGGER in Bevern
Den Auftakt bildete der Besuch im EGGER-Beschichtungswerk Marienmünster, Standort Bevern. Gemeinsam wurden die Gäste von Klaus Riedmüller, Werksleitung Technik/Produktion, und Harri Borgardt, Assistenz Werksleitung, empfangen.
Die EGGER Gruppe ist ein international führender Holzwerkstoffhersteller. Gegründet 1961, ist sie heute Komplettanbieter für den Möbel- und Innenausbau, für den konstruktiven Holzbau sowie für holzwerkstoffbasierende Fußböden. EGGER ist mit 22 Produktionsstandorten, Vertriebsbüros und rund 12.000 Mitarbeitenden weltweit vertreten. 2013 entstand aus einer Fusion der beiden EGGER-Standorte Bevern und Marienmünster die heutige Werksstruktur.
Am Standort Bevern werden nach Angaben des Unternehmens Dünn-HDF-Platten für die Möbelindustrie produziert. Die Weiterverarbeitung erfolgt anschließend im Werk Marienmünster. Zusammen beschäftigen beide Standorte nach Unternehmensangaben rund 250 Mitarbeitende.
EGGER investiere kontinuierlich in seine Werke, um auch künftig gut aufgestellt zu sein, hieß es bei dem Besuch. Vor einigen Jahren sei zudem die Energieversorgung umgestellt worden. Dabei sei ein zuvor mit Erdgas betriebenes Heizkraftwerk durch ein Biomassekraftwerk ersetzt worden.
In der Region ist EGGER zudem in soziale Projekte eingebunden. So gab es im vergangenen Schuljahr ein Umweltprojekt mit der OBS Bevern, bei dem ein etwa 700 Quadratmeter großer Grundstücksstreifen ökologisch hergerichtet wurde. Hier wurden 120 einheimische Sträucher gepflanzt, eine Wildblumenwiese angelegt sowie 32 Nistkästen und ein Bienenunterstand aufgestellt.
Tippelt und Allruth betonen Bedeutung des Standorts
„EGGER zeigt eindrucksvoll, wie ein traditionelles und international tätiges Familienunternehmen sich am Standort Bevern behaupten kann. Das ist sehr wichtig für die Region und keine Selbstverständlichkeit“, so Sabine Tippelt.
Bjarne Allruth ergänzte: „250 Mitarbeitende an den Standorten Bevern und Marienmünster sind ein Aushängeschild für den Industriestandort Bevern. Es ist wichtig, solche Unternehmen zu halten und weiterzuentwickeln.“
Bertram Elektrotechnik plant Erweiterung
Anschließend führte die Sommerreise zur Firma Bertram Elektrotechnik. Karl Bertram gründete 1949 Bertram Elektrotechnik. 50 Jahre später, im Jahr 1999, wurde der heutige Firmensitz in Bevern bezogen. Nachdem die Firma 1989 in die zweite Generation an Karl-Heinz Bertram übergeben worden war, traten 2009 Jendrik, Matthias und Rainer Bertram in die Geschäftsführung ein und verantworten seitdem die Bereiche Elektrotechnik, Bildverarbeitung und Anlagenbau.
Bei Bertram Elektrotechnik wurden Tippelt, Allruth sowie Hesse von den Geschäftsführern Jendrik und Rainer Bertram begrüßt. Insbesondere vollautomatisierte Montagezellen mit Robotik oder KI-basierte Bildverarbeitungssysteme zählen heute zum Fundament des Unternehmens.
Produktionshalle soll angebaut werden
Bei einem Rundgang durch die Produktion wurden verschiedene Anlagen gezeigt und deren Entstehung und Testverfahren erläutert. Nach Darstellung der Geschäftsführer sei eine Erweiterung des Produktionsgeländes notwendig. Geplant sei ein Anbau an die bestehende Produktionshalle, um die vorhandenen Gerätschaften besser nutzen zu können.
Auf der Rückseite der Produktionshalle sei bereits vor einiger Zeit eine Garage entstanden. Die Erweiterung der Produktionsfläche bleibe nach Angaben des Unternehmens dennoch erforderlich. Zudem seien die Gebäudedächer im Laufe der Jahre mit Photovoltaikanlagen ausgestattet worden. Auf dem Parkplatz stünden außerdem öffentlich nutzbare Ladesäulen zur Verfügung.
In einem anschließenden Gespräch nach dem Rundgang berichtete Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Bertram den Anwesenden von der geplanten Fusion der Kreishandwerkskammer Holzminden. Deutlich wurde dabei, wie bei Bertram Elektrotechnik präzises Handwerk mit moderner Technik verbunden wird.
Unternehmen sehen Fachkräftegewinnung als Herausforderung
„Es freut mich, dass Bertram Elektrotechnik trotz schwieriger geopolitischer Lage und dem andauernden Problem mit der Fachkräftegewinnung über eine Erweiterung ihres Produktionsstandortes nachdenkt“, erklärt Tippelt.
„Ein solches Familienunternehmen bei uns im Landkreis zu erhalten und zu unterstützen, muss eine zentrale Aufgabe für Politik in den kommenden Jahren bleiben“, unterstreicht Allruth.
Abschluss bei Riedels Ketchup-Manufaktur
Zum Abschluss stand ein Besuch in Riedels Ketchup-Manufaktur auf dem Programm. Seit 1986 gibt es Riedels Curry-Ketchup in Bevern, das Rezept wurde in den Jahren zuvor von Achim Riedel entwickelt. 2012 startete Familie Riedel, bestehend aus Achim, Venee und Anika, dann die Ketchup-Manufaktur, um sich in der regionalen und überregionalen Marktwirtschaft zu etablieren.
Dabei konnten Tippelt, Allruth und Hesse erleben, mit wie viel Herzblut die handgefertigten Produkte aus größtenteils regionalen Zutaten und Partnerschaften hergestellt werden. Zudem durften einige Geschmacksrichtungen sowie selbstgemachte Ketchup-Kreationen probiert werden. Mittlerweile gibt es 19 verschiedene Geschmacksrichtungen, vom Curry-Ketchup bis hin zum Erdbeer-Ketchup.
Kleiner Familienbetrieb berichtet von hohen Auflagen
„Wenn man gesehen hat, wie viel Herzblut in der Herstellung von Riedels Ketchup steckt, da kann man nur den Hut vorziehen!“, zeigt sich Hesse beeindruckt.
Das Kleinstunternehmen berichtete, dass viele Auflagen für einen so kleinen Familienbetrieb kaum umzusetzen seien. Sie stellten den Betrieb vor große Herausforderungen, obwohl sie eigentlich auf größere mittelständische Unternehmen zugeschnitten seien. Da entsprechende Vorgaben überwiegend auf Bundes- und Landesebene entschieden würden, habe der Landkreis hier kaum eigenen Gestaltungsspielraum.
„Der Tag und die gesamte Sommerreise hat wieder einmal gezeigt, wie viel Tradition und Herzblut in unserem Landkreis steckt. Es zeigt aber auch, vor welchen Herausforderungen die Unternehmen stehen und dass es für die Politik nie wichtiger war, vor Ort zu sein, zuzuhören und die Themen anschließend an den richtigen Stellen zu platzieren“, zieht Tippelt Bilanz.
Fotos: Büro Tippelt
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Podiumsdiskussion stößt auf enormes Interesse: Landratskandidaten beantworten die Fragen der Weser-Ith News
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Holzminden (haa). Drei Kandidaten, drei Parteien – und die Gelegenheit, sich den Wählerinnen und Wählern persönlich vorzustellen: Am vergangenen Montag stellten sich die Landratskandidaten Uwe Lange (CDU), Bjarne Allruth (SPD) und Lukas Albrecht (AfD) bei der Podiumsdiskussion der Weser-Ith News im „Marktplatz Restaurant Schwager“ den Fragen der Journalistin Melike Yasaroglu. Anschließend waren die Besucherinnen und Besucher an der Reihe. Von Gesundheitsversorgung und Klimaschutz bis hin zum Ehrenamt reichte die Themenpalette, zu der die drei Kandidaten ihre Positionen darlegten.
Hinweis: Wer die Podiumsdiskussion verpasst hat oder sie noch einmal im Re-Live verfolgen möchte, findet am Ende dieses Berichts das YouTube-Video mit der vollständigen Aufzeichnung.
Erwartungen der Besucherinnen und Besucher
Das Interesse an der Veranstaltung war bereits vor Beginn groß. Vor dem Eingang des Restaurants bildete sich eine lange Schlange. Viele der Besucherinnen und Besucher wollten vor allem eines: sich selbst ein Bild von den drei Kandidaten machen.
Dazu gehörte auch Dietmar Helbig. Von einem künftigen Landrat erwartet er Fachwissen und Kompetenz. Die Diskussion sollte ihm dabei helfen, einzuschätzen, welcher der Kandidaten diese Eigenschaften am ehesten mitbringt. Auch Joel Söffker aus Eschershausen wollte genauer hinschauen: „Ich habe Interesse daran, wie die Kandidaten rhetorisch aufgestellt sind.“ Eine Diskussion mit etwas mehr „Feuer“ würde er dabei begrüßen.
Bereits vor dem Einlass um 18:30 Uhr bildete sich eine lange Schlange vor dem Eingang zum „Marktplatz Restaurant Schwager“ – das Interesse an der Podiumsdiskussion war enorm.Zahlreiche Besucherinnen und Besucher warteten schon vor Veranstaltungsbeginn auf den Einlass und sorgten für großen Andrang bei der Weser-Ith News-Podiumsdiskussion.
Klare Antworten statt einstudierter Floskeln
Carmen Brüning und Petra Warnecke aus Holzminden gingen ebenfalls mit dem Wunsch nach mehr Orientierung in den Abend. Beide kennen die Kandidaten bislang nicht und wollten deshalb genauer zuhören. Von einem Landrat erwarten sie klare Ansagen, Organisations- und Durchsetzungsfähigkeit, Offenheit sowie den Blick über den Tellerrand.
Ein Wunsch zog sich dabei durch viele Gespräche: Die Besucherinnen und Besucher wollten glaubwürdige und konkrete Antworten statt einstudierter Floskeln. „Durch Wahlplakate alleine kann man sich kein Bild machen, wir wollen bei der Diskussion klare und konkrete Aussagen hören“, sagt die junge Freundesgruppe um Stefanie Dorendorf, Justin und Johanna. Für sie sollte ein Landrat bürgernah, zeitgemäß und tolerant sein – und vor allem eine Frage im Blick behalten: „Was brauchen wir?“
Nahbarkeit und Führungskompetenz gefragt
Auch Ute und Norbert Rohde wollten erleben, wie sich die drei Kandidaten auf der Bühne präsentieren. Dabei ging es ihnen ebenfalls um Nahbarkeit. Besonders positiv fiel ihnen der große Andrang auf. „Es ist schön, dass so viele hier sind, wir brauchen das.“
Klare und faktenbasierte Antworten erwarteten auch Christian Püttcher und Petra Brychcy aus Holzminden. Ihr Interesse galt insbesondere den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Gesundheit. „Ein Landrat sollte souverän erscheinen, Führungskompetenz aufweisen und eine Verbundenheit zum Landkreis haben“, betonen beide. Dass sich so viele Menschen für die Veranstaltung interessierten, freute sie besonders – ebenso wie der Anteil junger Besucherinnen und Besucher.
Nicht alle waren noch unentschlossen
Für einige stand die Wahlentscheidung bereits fest. Matthias Adler etwa wusste nach eigenen Angaben schon, wem er am 13. September seine Stimme geben möchte. Trotzdem wollte er die drei Kandidaten noch einmal genauer erleben und beobachten, wie sie sich in der Diskussion schlagen.
Damit waren die Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichen Ausgangslagen in den Abend gegangen: Einige waren noch völlig offen, andere hatten ihre Entscheidung bereits getroffen. Wieder andere wussten zumindest, wem sie ihre Stimme keinesfalls geben würden. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Erwartungen an die Diskussion. Während manche davon ausgingen, dass sich ihre Meinung an diesem Abend kaum noch ändern werde, wollten andere die Gelegenheit nutzen, sich erst einmal alle Positionen anzuhören.
Die Podiumsdiskussion beginnt
Um 19 Uhr ging es schließlich los. Nach der Vorstellung der drei Kandidaten eröffnete die Frage „Wenn Sie morgen Landrat würden, welche Themen würden Sie direkt angehen?“ die Diskussion. Rund eine Stunde lang ging es um unterschiedliche Herausforderungen, vor denen der Landkreis Holzminden steht. Allruth, Lange und Albrecht konnten dabei ihre politischen Schwerpunkte und Vorstellungen erläutern. Anschließend wechselte die Perspektive: Nun hatten die Besucherinnen und Besucher das Wort und konnten die Kandidaten direkt mit ihren Fragen konfrontieren.
Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die Interessen im Publikum waren. Eine Frage drehte sich um die Verantwortung, die mit der Leitung einer großen Verwaltung einhergeht: Trauen sich die drei Kandidaten zu, Chef einer solchen Verwaltung zu sein? Alle beantworteten die Frage mit einem klaren Ja.
Moderatorin Melike Yasaroglu (von links) führt durch die Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten Lukas Albrecht (AfD), Bjarne Allruth (SPD) und Uwe Lange (CDU).Gespannt verfolgten die Besucherinnen und Besucher die Antworten der drei Landratskandidaten und nutzten den Abend, um sich ein eigenes Bild von ihren Positionen zu machen.Bis auf den letzten Platz gefüllt: Die große Nachfrage nach der Podiumsdiskussion sorgte dafür, dass nicht alle Interessierten einen Platz im Veranstaltungsraum bekommen konnten.
Von Handwerk und Klimaschutz bis zur multikulturellen Gemeinschaft
Auch die Förderung der multikulturellen Gemeinschaft im Landkreis wurde thematisiert. Ein Besucher sprach zudem den Rückgang von Handwerksbetrieben an und wollte wissen, wie diese künftig unterstützt werden könnten. Beim Thema Klimaschutz ging es unter anderem um die Frage, wie Regenwasser künftig stärker genutzt werden könnte.
Deutlich kontroverser wurde es bei einer Frage an AfD-Kandidat Lukas Albrecht. Ein Besucher stellte dessen Aussagen den Werten seiner Partei gegenüber und hinterfragte, wie glaubwürdig seine Positionen vor diesem Hintergrund seien. Gleichzeitig bemängelte er, bei Albrecht konkrete Vorstellungen zur Umsetzung seiner politischen Ziele vermisst zu haben.
Zuhören, vergleichen und abwägen: Im Publikum wurden die Aussagen von Uwe Lange, Bjarne Allruth und Lukas Albrecht aufmerksam verfolgt – schließlich steht am 13. September die Entscheidung über den künftigen Landrat an.
Krankenhaus sorgt für kontroverse Nachfrage
Auch Bürgermeister Christian Belke konfrontierte Albrecht mit einer konkreten Nachfrage. Belke zeigte sich angesichts des Optimismus des AfD-Kandidaten zum möglichen Wiederaufbau des Krankenhauses in Holzminden verwundert. Er selbst habe damals zahlreiche Gespräche geführt, um das Krankenhaus zu retten, und verwies auf die hohen Kosten, die allein für die Erfüllung der Brandschutzauflagen anfallen würden. Seine Frage an Albrecht: Wie solle ein solches Vorhaben gegenfinanziert werden – und was lasse ihn glauben, dass er es besser machen könne?
Das Fazit der Besucherinnen und Besucher
Nach zweieinhalb Stunden endete die Veranstaltung. Bei den Besucherinnen und Besuchern fiel das Fazit überwiegend positiv aus. Jutta Klüber-Süßle und Ruth Koßmann lobten insbesondere die Vorbereitung der Moderatorin: „Ich fand die Veranstaltung sehr gut. Die Moderatorin war super und hat richtigerweise immer wieder auf die Unterschiede zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik aufmerksam gemacht.“
Auch Michael Kroggel nahm einen positiven Eindruck mit: „Ich fand es wirklich sehr interessant. Ich fühle mich besser und klarer aufgestellt für die anstehende Wahl.“
Wer die Antworten und Positionen der drei Landratskandidaten noch einmal nachvollziehen möchte, kann sich die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion auf YouTube ansehen.
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Internationales Typ-4-Treffen bringt seltene VW 411 und 412 Anfang September nach Holzminden
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Holzminden
Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.
Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.
Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.
Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen
Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.
Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg
Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.
Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.
Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern
Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.
Vom VW 411 zum VW 412
Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.
Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.
Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.
Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.
Fotos: Laurenz Blanck
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