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Warburg

Warburg (red). Zwei Küsten, zwei Kulturen und doch eine gemeinsame Geschichte: Mit der Ausstellung „Zwischen den Ufern“ bringt die GEME-Stiftung vom 14. bis 22. August Schwarz-Weiß-Fotografien des indischen Fotografen Manas Bharadwaj in den ehemaligen Güterschuppen am Altstädter Bahnhof.

Die dritte GEME ART Ausstellung nimmt die Besucher mit nach Keta in Ghana und nach Varanasi in Indien. In Keta kämpft eine Küstengemeinschaft gegen das Meer, das Häuser und Lebensgrundlagen verschlingt. In Varanasi gehören Leben und Tod an den Ufern des Ganges eng zusammen. Bharadwajs Fotografien zeigen dabei keine spektakulären Momentaufnahmen, sondern Menschen und Orte in ihrer unmittelbaren, unverfälschten Umgebung.

„Was bleibt in uns, wenn die vertraute Welt hinweggefegt wird?“ – diese Frage steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Wasser und Feuer werden dabei zu verbindenden Elementen zweier scheinbar weit voneinander entfernter Lebenswelten. Trotz Verlust und Vergänglichkeit erzählen die Bilder auch von Hoffnung, Würde und dem Weitergehen des Lebens.

Bharadwaj wurde in Indien geboren und lebt seit 23 Jahren in Belgien. Beruflich ist er in der Technologiebranche tätig, seine Leidenschaft gilt jedoch der Fotografie. Ausschließlich in Schwarz-Weiß hält er Menschen, Landschaften und Alltagssituationen fest – ungestellt, ruhig und mit einem besonderen Blick für die kleinen Momente.

Entstanden ist die Ausstellung aus der Freundschaft zwischen Bharadwaj und Gez Asafu-Agyei, dem aus Ghana stammenden Mitbegründer der GEME-Stiftung. Er ermutigte den Fotografen, seine Arbeiten einem größeren Publikum zu zeigen. Gemeinsam entstand die Idee, die persönliche Verbindung Bharadwajs zu Indien mit Asafu-Agyeis Herkunft aus Ghana zu verbinden.

Mit „Zwischen den Ufern“ setzt die GEME-Stiftung ihre Ausstellungsreihe im Altstädter Bahnhof fort. Bereits 2024 und 2025 waren dort Werke internationaler Künstler zu sehen. Wie bei den vergangenen Ausstellungen werden auch diesmal ausgewählte Fotografien zum Verkauf angeboten. Die Erlöse kommen der Arbeit der GEME-Stiftung zugute.

Die Stiftung wurde im Andenken an Edith Honsel gegründet und setzt sich für kulturelle Bildung, Inklusion sowie die Unterstützung von Kindern, Familien und Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein. Der ehemalige Güterschuppen am Altstädter Bahnhof wird dabei bereits zum dritten Mal zum besonderen Ausstellungsort.

Ausstellung auf einen Blick

„Zwischen den Ufern: Fotografien aus Indien & Ghana“
Fotografien von Manas Bharadwaj, dritte GEME ART Ausstellung

Ausstellungszeitraum: Freitag, 14. August, bis Samstag, 22. August 2026

Vernissage: Freitag, 14. August 2026, um 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag und Sonntag: 12 bis 18 Uhr

Ort: Altstädter Bahnhof, Neues Tor 24, 34414 Warburg

Veranstalter: GEME-Stiftung

Weitere Informationen gibt es unter www.gemefoundation.org und www.manasbharadwaj.com.

Foto: Manas Bharadwai-dem


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Lesedauer: 3 Minuten
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Lesedauer: 7 Minuten
Holzminden

Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.

Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.

Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko

„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.

„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.

Ausgespülte Bereiche werden sichtbar

Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.

Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.

„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.

Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.

Durchquerungen können schnell gefährlich werden

„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.

DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig

Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.

„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.

Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.

Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen

Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.

„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.

Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.

Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.

Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.

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