Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Platzhalter_WIN_Prinzip/HR_10-11-25_Eckfeld_Anzeige2.jpg#joomlaImage://local-images/Platzhalter_WIN_Prinzip/HR_10-11-25_Eckfeld_Anzeige2.jpg?width=1229&height=1063
Anzeige
Anzeige
Warburg

Warburg (red). Premiere geglückt: Zum ersten Mal wurde am Samstag im Warburger Skatepark in der Diemelaue ein Skateboard-Contest mit offizieller Jurywertung ausgetragen. Der Weserbergland Cup Vol. 5 machte Station in der Hansestadt und lockte mehr als 300 Besucherinnen und Besucher an den Skatepark. Fahrer aus mehreren Bundesländern traten in den Kategorien Street U14, Street Ü14 sowie Best Trick gegeneinander an.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Valeria Geritzen und Tobias Heise, die ihre unterschiedlichen Stärken zusammenführten. Während Heise mit dem Kontakt zum Weserbergland Cup sein Netzwerk und seine langjährige Erfahrung in der Skate-Szene einbrachte, konzipierte Geritzen die Veranstaltung, organisierte technisch sowie verantwortete die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlichen entstand so im Zeichen der Warburger Rollkultur der erste Skateboard-Contest mit Jurywertung in der Geschichte der Hansestadt.

Stefan Straßburg, Initiator, Organisator und Moderator des Weserbergland Cups, hat Warburg als relativ neuen Skatepark (Einweihung Mai 2024) nach guten Gesprächen gerne ins Programm genommen: „Schon im Vorfeld war zu spüren, dass der Stopp des Weserbergland Cups in Warburg etwas Besonderes werden würde. Die Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam war hervorragend und die Werbung für die Veranstaltung beeindruckend. Am meisten begeistert haben mich die tolle Skateanlage inmitten des Parks und die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer. Sie haben den Contest mit ihrer Begeisterung zu einem echten Highlight gemacht.“

Schon während des frühen Nachmittags herrschte rund um den Skatepark reges Treiben. Unter der großen Trauerweide und den umstehenden Bäumen entwickelte sich mit vielen Bankreihen ein regelrechter Zuschauerbereich mit bis zu dreihundert Zuschauenden zur Spitzenzeit. Familien, Kinder und Jugendliche und auch Großeltern verfolgten die Wettbewerbe auf Bierbänken oder direkt am Parcours, während immer wieder Radfahrer und Spaziergänger vom unmittelbar vorbeiführenden Diemelradweg anhielten, um den Skatern zuzusehen. Auch die musikalische Begleitung von Marcus Tiede, Stereoblues aus Berlin mit E-Gitarre und Loop-Technik, kam bei den Warburgern sehr gut an. Ergänzend wurden angeboten: Discgolf, das Superhelden-Malen der Erd-Charta-Ideenwerkstatt sowie eine Demokratie-Aktion. Es gab kühle Getränke am Warburger Brauerei Pavillon sowie handgemachte, frische Falafel. Und es schmeckte den Gästen, an ihrem Wagen waren Tahani Munawar und Sohn Kinan bereits weit vor Veranstaltungsende ausverkauft. Familie und Freunde von Tobias Heise übernahmen mit weiteren Ehrenamtlichen nicht nur den Aufbau, sie versorgten die Gäste außerdem auf Spendenbasis mit Kaffee und Kuchen, gemeinsam mit Ehrenamtlichen der youngcaritas, die frische Donuts anboten.

Der Sieger des ersten Warburger Skate Contests, Johannes Görgens, setzte das Warburger Treiben in Beziehung zur Kultur rund um die Straßen-Sportart: „Die Initiative hier in Warburg ist sehr authentisch und nah am Skateboarding. Sie versucht nicht, Konzepte aus anderen Sportarten auf Skateboarding zu übertragen. Vieles am Skateboarding lebt von Eigeninitiative und Selbstbestimmtheit”. Sportlich überzeugte der erfahrene Contest Fahrer aus Hildesheim und Gesamtsieger des Weserbergland Cups der Jahre 2022 und 2024 die Jury mit seinen Tricks und zwei konstanten Runs. Görgens ist Grundschullehrer und befindet sich in diesen Sommerferien auf Europa-Tour durch Skateparks, aus seiner langjährigen Karriere als Fahrer kennt er zahlreiche Skateparks und Wettbewerbe und zeigte sich von der Warburger Premiere überzeugt. Den Warburger Skatepark im Grünen bewertet er ausgesprochen positiv: „Der Skatepark hat mir sehr gut gefallen. Er ist zwar nicht besonders groß, aber die Elemente sind gut angeordnet und bieten genügend Platz. Oft werden Skateparks dort gebaut, wo sie möglichst wenig stören – unter einer Autobahnbrücke oder in einem Gewerbegebiet. Hier in der Diemelaue ist das ganz anders, die Lage ist wunderschön.“

n der Ü14-Wertung setzte sich Johannes Görgens (Hildesheim) vor Viktor Riemer (Kassel) und Chris Kendon (Münster) durch. Es folgten im Finale der besten sechs Fahrer Tobias Heise (Warburg-Germete), Cedric Weiß (Brakel) und Ben Horn (Kassel). Weitere Fahrer des mit 14 Teilnehmenden vergleichsweise großen Starterfeldes kamen unter anderem aus Stadtoldendorf, Paderborn, Hofgeismar, Warburg und Borgentreich.

Ein weiterer Höhepunkt war die Kategorie Best Trick. Viktor Riemer aus Kassel überzeugte die Jury mit einer technisch anspruchsvollen Line – einer flüssigen Kombination mehrerer Tricks auf verschiedenen Hindernissen des Skateparks, ausgeführt ohne abzusteigen. Für Insider hier die Trick Serie: Zu Riemers Sieger-Line gehörten ein Crooked Grind to Fakie, Switch Heelflip, Frontside Crooked Grind, Nollie Backside Tailslide und ein Frontside Noseslide to Fakie.

Auch der Nachwuchs zeigte sein Können. Lukas Schmidt aus Eschershausen, Zweitplatzierter der U14-Wertung und im vergangenen Jahr Vierter der Gesamtwertung des Weserbergland Cups, freute sich besonders über die Bedingungen im Warburger Skatepark: „Der Boden war richtig gut und die Rampen hatten genau die richtige Höhe”. Mit seinem gelungenen Cannonball to Rock to Fakie setzte er einen der Höhepunkte der Nachwuchsklasse. In der U14-Kategorie gewann Leopold Bruns (Borgentreich) vor Lukas Schmidt (Eschershausen) und Hannes Herbeck (Eschershausen). Es folgten Noah Andom (Eschershausen) und Henry Stiewe (Borgentreich).

Der Germeter Skater Tobias Heise blickt mit Freude auf die Premiere zurück: „Als immer mehr Menschen am Diemelradweg stehen blieben und zuschauten, wussten wir: Genau so hatten wir uns das vorgestellt. Doch als meine 89-jährige Oma Ursula völlig unerwartet aus Bühne selbstständig mit ihrem Auto und dann mit Rollator am Skatepark erschien, war meine Konzentration für den letzten Run plötzlich wie weggeblasen“.

Für die Organisatoren war der sportliche Erfolg jedoch nur ein Teil des Tages. Valeria Geritzen betont: „Es ging nicht nur darum, einen Skateboard-Wettbewerb nach Warburg zu holen. Wir wollten zeigen, dass der Skatepark ein Ort der Begegnung ist und Skateboarding eine offene, sympathische Kultur mit sich bringt: Dass Jugendliche, Familien, Kinder, Spaziergänger, Radfahrer, Skater und Mitglieder des benachbarten Sportvereins ganz selbstverständlich zusammenkommen – und genau das hat diesen Tag in der Diemelaue ausgemacht”.

Die gelungene Premiere soll keine Eintagsveranstaltung bleiben. Nach dem ersten Warburger Skate Contest und einem erfolgreichen Workshop im Kinderferienprogramm ist es das Ziel, Skateboarding in Warburg dauerhaft zu stärken und den Skatepark als einen Ort für Sport, Begegnung und ehrenamtliches Engagement weiterzuentwickeln. “Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder Teil des Weserbergland Cups sein werden”, formulierte Valeria Geritzen am Mikrofon, verbunden mit einem großen Dank an das Team des Rollkultur Weserbergland e.V. und die vielen Skateboarder, die aus ganz NRW und Nordhessen nach Warburg gekommen waren.

Wer Interesse hat, sich zu vernetzen, oder für die nächsten Stopps des Weserbergland Cups in Bückeburg (08.08.) und Brakel (15.08.) Fahrgemeinschaften zu bilden, kann gerne über den Instagram-Account @roll.kultur in Kontakt bleiben oder bei Interesse an Skateboard-Workshops eine Mail schicken an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Foto: Christopher Figge


Anzeige
Lesedauer: 2 Minuten
Anzeige

Holzminden. Am „Forster Weg 26“ in Holzminden steht ab sofort eine rund 125 Quadratmeter große Gewerbefläche zur Vermietung. Die gepflegten Räumlichkeiten befinden sich ebenerdig im Erdgeschoss und sind barrierefrei sowie stufenlos zugänglich.

Die Fläche eignet sich unter anderem als Büro, Arzt- oder Physiotherapiepraxis, Apotheke, Kanzlei oder für weitere gewerbliche und dienstleistungsorientierte Nutzungen.

Flexible Nutzungsmöglichkeiten

Die Raumaufteilung kann nach Absprache flexibel geplant und individuell an die Anforderungen der zukünftigen Mieterin oder des zukünftigen Mieters angepasst werden. Auch entsprechende Umbauten sind grundsätzlich möglich.

Die Gewerbefläche befindet sich in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses. Parkmöglichkeiten stehen direkt vor dem Objekt zur Verfügung.

Provisionsfreie Vermietung

Die monatliche Miete beträgt 1.500 Euro. Die Vermietung erfolgt provisionsfrei direkt vom Eigentümer. Eine Kaution ist nach Absprache zu hinterlegen.

Kontakt

Johannes Rerich
Telefon: 01520 1549757
E-Mail: j.rerich@gmx.net

Anzeige

Lesedauer: 6 Minuten
Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu

Anzeige