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Warburg

Rösebeck (red). Bei bestem Wetter haben die Dorfwerkstatt, die Treckerfreunde, das Gehege 2 und das Lager 17 am zweiten Samstag im August zum Stoppelfest nach Rösebeck eingeladen. Rund um die Bördeblickhalle und den Hof Willmes erlebten zahlreiche Besucher ein abwechslungsreiches Programm.

Viele Gäste reisten mit eigenen Oldtimer-Traktoren oder historischen Pkw an. Darüber hinaus wurden moderne Landmaschinen präsentiert. Besonderer Blickfang war ein Claas Lexion 8600 der Firma AGRAVIS Technik aus Warburg. Der Mähdrescher beeindruckte mit einer Schnittbreite von 10,80 Metern und einer Leistung von 550 PS.

Das Programm begann mit der Kartoffelernte. Sönke Wäsche zog mit einem Fendt F12 HL einen Lanz LK 30-Schleuderroder aus den 1950er-Jahren und bereitete die Kartoffeln zum Auflesen vor. Zahlreiche Kinder sammelten die Knollen gemeinsam mit ihren Eltern ein. Gegen eine kleine Spende konnten sie anschließend mit nach Hause genommen werden.

Danach stand das Maishäckseln auf dem Programm. Wie bereits im vergangenen Jahr übernahm Steven Henkenius diese Aufgabe. Mit seinem MB-trac 800 und einem angehängten zweireihigen Kemper-Maishäcksler füllte er zahlreiche Kleinanhänger, die von Rasentraktoren gezogen wurden.

Der geplante Höhepunkt konnte allerdings nicht wie vorgesehen stattfinden: Der Claas Columbus von 1962 mit einer Schnittbreite von 1,80 Metern sprang plötzlich nicht mehr an. Florian Jakobi und Sven Heidebrecht suchten daraufhin im Internet nach Ersatz für den originalen VW-Industriemotor mit 28 PS und wurden schließlich in Borgentreich fündig. Obwohl der Motor zügig ausgetauscht wurde, lief das Ersatzaggregat nicht zuverlässig genug, um die Weizenernte zu beginnen. Diese Aufgabe übernahm dankenswerterweise Rainer Dierkes aus Daseburg mit seinem Claas Dominator 68 S.

Anschließend presste Florian Jakobi das Stroh mit einer Claas Bubi aus den 1960er-Jahren, gezogen von einem Fendt F230 GT, zu kleinen Ballen. Christopher Nutt beförderte diese mit einer am Traktor montierten Ballenschleuder auf seinen Anhänger.

Bei guter Verpflegung und vielen anregenden Gesprächen wurde das Stoppelfest bis in die späten Abendstunden gefeiert. Die Organisatoren freuten sich über das große Interesse und darüber, dass historische Landtechnik weiterhin von vielen Menschen gepflegt und geschätzt wird.

Die Planungen für das nächste Stoppelfest am zweiten Samstag im August 2027 laufen bereits.

Foto: Sönke Wäsche


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Landkreis Holzminden

Holzminden (ber). Schwarzwald, Hunsrück und jetzt im Weserbergland: Das 49. Treffen des Isettaclubs findet in diesem Jahr vom 21. bis 23. August in Holzminden statt.

„Wir würden uns über jeden freuen, der uns auf dem Wesercampingplatz am Stahler Ufer besuchen kommt. Die Fahrzeuge stehen in der Nordkurve des Platzes zur Ausstellung. Das Treffen ist für Leute von jung bis alt oder von ganz frisch dabei bis zu lebenslangen Isettenliebhabern“, erklärt Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs.

Darüber hinaus ist eine Tour durch den Landkreis Holzminden und den Landkreis Northeim geplant, um interessierten Zuschauern die Möglichkeit zu geben, die Fahrzeuge zu bestaunen.

Der Isettaclub umfasst mehr als 1.300 Mitglieder. Die Mitglieder kommen zum Beispiel aus Deutschland, Tschechien, Belgien, Brasilien oder Australien.

Holzminden wird zum Treffpunkt für Isetta-Fans

Organisiert wird das Treffen der bis zu 13 PS starken Fahrzeuge von Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs, und Wolfgang Schoolmann. Hoffmann hat vor zweieinhalb Jahren dem Gremium die Idee „Holzminden“ vorgestellt. Nach einigen internen Abstimmungen konnte sich die Stadt der Düfte und Aromen durchsetzen und Hoffmann hat das „Go“ für die Planung bekommen. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Dr. Ullrich Stiebel Stiftung.

Ausfahrt zum PS.Speicher nach Einbeck

Am Samstag, 22. August, bietet der Isettaclub eine Ausfahrt für seine Mitglieder an und die Zuschauerinnen und Zuschauer können die Isetten bestaunen. Um 9 Uhr starten die Isetten in Holzminden. Die Strecke führt unter anderem über Lobach, Deensen, Merxhausen und Markoldendorf schließlich zum PS.Speicher nach Einbeck. Die Tour soll zwischen 50 und 60 Minuten dauern. Bis 14.30 Uhr treffen die Isetta-Fahrer wieder in Holzminden ein, um am Teilemarkt teilzunehmen. Dort ist es jedem möglich, Ersatzteile für seine Isetta zu kaufen oder sich einfach nur etwas Fachwissen anzueignen.

143 Anmeldungen und mehr als 40.000 Kilometer Anreise

Mittlerweile sind 143 Anmeldungen im Postfach des Schatzmeisters eingegangen. Auch die Anreise der Fahrer variiert dabei sehr. „Die ersten kommen bereits am kommenden Freitag, 14. August, an. Zusammengerechnet legen alle Teilnehmer 40.462,80 Kilometer nur für die Anreise zurück. Manche kommen mit der Isetta und schlafen im Zelt, manche kommen mit dem Wohnmobil“, erklärt Adrian Hoffmann. Die weiteste Anreise hat eine Isetta aus Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze. Sie wird auf den Anhänger geladen und muss 702 Kilometer zurücklegen. Die weiteste Anreise, bei der selbst mit der Isetta gefahren wird, beträgt 512 Kilometer. Auch aus der Region sind Teilnehmer dabei: Eine Isetta aus Grünenplan wird ihren Weg nach Holzminden finden, und Adrian Hoffmann aus Holzminden wird ebenfalls mit seiner eigenen Isetta vor Ort sein.

Werksführung und Ausflüge für die Teilnehmer

Für die Teilnehmer, die schon am kommenden Wochenende oder im Laufe der nächsten Woche anreisen, ist viel Programm geplant. Beispielsweise bekommen die Teilnehmer eine kostenlose Werksführung bei Stiebel Eltron. Es sind auch Fahrten zu Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Corvey, dem Weser-Skywalk bei Bad Karlshafen bis hin zu den Externsteinen im Teutoburger Wald geplant.

Gemeinsam mit der Tourismusinformation wurden 150 Willkommenstüten für die Teilnehmer besorgt. Diese wurden unter anderem mit 150 Flaschen Ketchup der Firma Riedel gefüllt. Außerdem bekommen alle Fahrer einen rabattierten Eintritt in Sensoria.

Kostenfreier Parkplatz am Stahler Ufer für eine Woche gesperrt

Der kostenfreie Parkplatz „Stahler Ufer“ wird vom 16. bis 23. August nicht mehr zur Verfügung stehen. Er wird genutzt, um die Logistik des Treffens unterzubringen. 

Bild vom Jahrestreffen 2022 in Naumburg (Schloss Bad Arolsen)

Fotos: Adrian Hoffmann/Isettaclub

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