Peckelsheim (red). Ein Blitzeinschlag im Dachbereich eines Einfamilienhauses im Peckelsheimer Hoppenhof hat am vergangenen Montagabend einen größeren Feuerwehreinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Willebadessen ausgelöst. Nach einem vorausgegangenen Gewitter war vermutlich ein Blitz in das Gebäude eingeschlagen. Danach soll es zu einer Rauchentwicklung am Dachbereich gekommen sein. Da zunächst ein möglicher Dachstuhlbrand nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde ein umfangreiches Aufgebot an Einsatzkräften alarmiert.
Die Alarmierung erfolgte um 17.51 Uhr. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte an dem Einsatz beteiligt. Die Einsatzleitung übernahm Stadtbrandinspektor Andreas Lücke, stellvertretender Leiter der Feuerwehr der Stadt Willebadessen. Zunächst konzentrierten sich die Einsatzkräfte laut Feuerwehrangaben auf die Kontrolle des betroffenen Dachbereichs. Dazu wurde unter anderem die Drehleiter aus Brakel eingesetzt, um das Dach von außen eingehend zu überprüfen. Ziel war es festzustellen, ob sich durch den Blitzeinschlag ein Brand entwickelt hatte oder möglicherweise Glutnester beziehungsweise weitere Gefahrenstellen vorhanden waren.
Im weiteren Verlauf unterstützte die Feuerwehr bei der Demontage einer durch den Blitzeinschlag betroffenen Photovoltaik-Platte. Aufgrund der möglichen Gefahren durch beschädigte elektrische Anlagen wurde dabei mit besonderer Vorsicht vorgegangen, wie die Feuerwehr bekannt gab. Zwei Trupps gingen zudem unter Atemschutz in das Gebäude und in den betroffenen Bereich vor. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch die Polizei und der Rettungsdienst vor Ort. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen vertreten. Ebenfalls hinzugezogen wurde der zuständige Energieversorger, um die elektrische Anlage beziehungsweise die durch den Blitzeinschlag entstandene Situation fachgerecht beurteilen und absichern zu können.
Im Einsatz waren unter anderem der Löschzug Peckelsheim, die Leitung der Feuerwehr der Stadt Willebadessen sowie die Führungsgruppe. Unterstützt wurden die örtlichen Kräfte durch den Löschzug Willebadessen und die Löschgruppen aus Löwen und Schweckhausen. Zusätzlich wurden Drehleitern und Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren aus Brakel und Warburg eingesetzt. Nach rund drei Stunden und 29 Minuten konnte der Einsatz beendet werden. Die Feuerwehr rückte gegen 21.20 Uhr wieder ab. Über mögliche Schäden am Gebäude oder an der technischen Ausstattung des Hauses wurden zunächst keine weiteren Angaben gemacht.
Fotos: Freiwillige Feuerwehr Willebadessen