Champions League im Blick: HSG Blomberg-Lippe startet mit großen Zielen in die neue Spielzeit
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Marienmünster-Nieheim-Steinheim
Blomberg (red). Für die Handballerinnen der HSG Blomberg-Lippe hat am Montag die Vorbereitung auf die Saison 2026/2027 begonnen. Cheftrainer Steffen Birkner begrüßte den Großteil seines Kaders zur ersten Trainingseinheit in der Halle an der Ulmenallee. Nach einer erfolgreichen vergangenen Spielzeit wartet auf die Blombergerinnen mit der Teilnahme an der EHF Champions League eine besondere Herausforderung.
Zum Trainingsauftakt fehlten Rechtsaußen Farrelle Njinkeu, die am Sonntag bei der U20-Weltmeisterschaft ihren zweiten Titel innerhalb eines Monats gewann, sowie Alexia Hauf und Nieke Kühne. Beide absolvierten im Juni einen Lehrgang bei der Bundeswehr und stoßen zu einem späteren Zeitpunkt zur Mannschaft. Mit dabei waren dagegen die beiden Neuzugänge Karolina Jurenczyk und Lilli Röpcke.
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Vorbereitung mit bekannten und neuen Gesichtern
Leicht angeschlagen gingen Elín Magnúsdóttir und Maxi Mühlner in die Vorbereitung. Während die Isländerin noch kürzertreten musste, konnte Kreisläuferin Mühlner große Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Außerdem gehören Torhüterin Louisa Werner und Linksaußen Janne Overbeck zum Kreis der Spielerinnen in der Vorbereitung. Overbeck reist allerdings bereits in der kommenden Woche zur Vorbereitung auf die U18-Weltmeisterschaft ab.
Vor der ersten Einheit zeigte sich Cheftrainer Steffen Birkner optimistisch. Da der Kader größtenteils zusammengeblieben sei, könne die Mannschaft auf einem guten athletischen und spielerischen Niveau aufbauen. Deshalb werde bereits früh wieder intensiv mit dem Ball gearbeitet.
Nelken-Cup und internationale Höhepunkte
Zu den wichtigsten Terminen der Vorbereitung zählt das Trainingslager Anfang August in Bad Blankenburg. Anschließend richtet die HSG am 14. und 15. August erneut den Nelken-Cup in eigener Halle aus. Zu Gast sind der Buxtehuder SV, der SV Union Halle-Neustadt und der BSV Sachsen Zwickau.
Eine Woche später steht mit dem Rexel Super Cup im Münchner SAP Garden bereits das erste Pflichtspiel der neuen Saison an. Ende August beginnt anschließend die Alsco Handball Bundesliga Frauen, ehe Anfang September die HSG erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der EHF Champions League antritt.
HSG-Geschäftsführer Jan Hennin Himborn verwies darauf, dass die Terminierung der internationalen Spiele durch einen TV-Plan erfolge und der Verein dabei – anders als in der Bundesliga – kein Mitspracherecht habe. In ihrer Premierensaison in der Königsklasse treffen die Blombergerinnen unter anderem auf Titelverteidiger Metz sowie den Finalisten Győr.
Die wichtigsten Termine der Vorbereitung im Überblick:
Juli: Trainingsauftakt
Juli: Öffentliches Training ab 15:30 Uhr
August: Trainingslager in Bad Blankenburg inklusive Testspielen
und 15. August: Nelken-Cup in Blomberg
August: Rexel Super Cup im Münchner SAP Garden
August: Saisonstart der Alsco Handball Bundesliga Frauen
5./6. September: Erster Spieltag der EHF Champions League
Informationen zum Vorverkauf für Einzelkarten der Bundesliga- und Champions-League-Heimspiele sollen veröffentlicht werden, sobald die Spieltermine offiziell feststehen. Dauerkarten für die Bundesliga-Heimspiele sind bereits erhältlich.
Foto: Timon Peters
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Nicht sichtbare Gefahr bei Niedrigwasser: DLRG Holzminden warnt vor dem Betreten und Durchqueren der Weser
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Holzminden
Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.
Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.
Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko
„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.
„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.
Ausgespülte Bereiche werden sichtbar
Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.
Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.
„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.
Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.
Durchquerungen können schnell gefährlich werden
„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.
DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig
Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.
„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.
Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.
Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen
Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.
„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.
Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.
Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.
Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.
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