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Marienmünster-Nieheim-Steinheim
Weiterhin ohne Punktverlust: Die HSG siegt in Halle-Neustadt. (

Blomberg (red). Zum ersten Auswärtsauftritt in der Alsco Handball Bundesliga Frauen gastierten die Blombergerinnen beim SV Union Halle-Neustadt. Beim Tabellenelften der vergangenen Spielzeit setzte sich die HSG souverän mit 31:25 (19:10) durch. Nuria Bucher war mit acht Treffern erfolgreichste Blomberger Werferin, Lara Lepschi steuerte 20 Paraden bei. Weiter geht’s für die HSG am Samstag beim zweiten Spiel in der EHF Champions League gegen das norwegische Team Storhamar Elite Handball.

Turbostart ins Auswärtsspiel

Mit einem Neuzugang im Kader reiste die HSG am Mittag nach Halle-Neustadt. Isabelle Axmann war direkt mit von der Partie. Noch am Mittag hatte der Verein ihren Transfer als Reaktion auf den Ausfall von Malin Sandberg verkündet. Die Schwedin pausiert aktuell aufgrund der festgestellten Lungenembolie. Ebenfalls fehlten erneut Farrelle Njinkeu aufgrund ihrer Grundausbildung bei der Bundeswehr sowie die verletzte Eliska Desortova.

Steffen Birkner schickte Alexia Hauf, Nieke Kühne, Nuria Bucher, Díana Magnúsdóttir, Judith Tietjen, Maxi Mühlner und Lara Lepschi von Beginn an auf die Platte. Auf Seiten der Gastgeberinnen starteten unter anderem Top-Torschützin Emma Hertha und Lena Schmid. Die Torhüterin hatte in den ersten beiden Saisonspielen bereits 28 Paraden gesammelt.

Doch Lepschi erwischte den besseren Start. Gegen Tietjen und Rüffieux war Schmid zunächst zweimal zur Stelle, ehe Díana Magnúsdóttir sich durch die Abwehr tanzte, die Zeitstrafe gegen Wenzel herausholte und zugleich den ersten Treffer der Partie erzielte. Kurz darauf nutzte Lepschi einen Ballgewinn zum 2:0 und traf gegen ihren ehemaligen Verein ins leere Tor – nachdem sie zuvor auch gegen Holtmann ihre erste Parade gefeiert hatte.

Die Gäste legten weiter ein hohes Tempo vor. Hauf erhöhte per Gegenstoß auf 3:0, ehe Rüffieux mit einem Heber sogar das 4:0 auf der Hand hatte. Schmid verhinderte jedoch die frühe Vorentscheidung. Auf der Gegenseite fanden auch die Wildcats besser in die Partie und verkürzten auf 3:5.

Das Tempospiel funktionierte weiterhin hervorragend. Nach Treffern von Tietjen und Hauf zum 10:4 musste Halle-Neustadt erstmals zur Auszeit greifen. Poláková antwortete zwar direkt, doch die Blombergerinnen blieben konsequent und legten drei weitere Tore nach. Tietjen erhöhte mit zwei Treffern in Folge auf 15:6.

Auch zwischen den Pfosten lief es weiter nach Plan. Lepschi präsentierte sich an alter Wirkungsstätte in starker Form und parierte gegen Wagenlader bereits zum siebten Mal – nach nicht einmal 20 Minuten. Birkner nutzte die deutliche Führung, um weiter durchzuwechseln. Elín Magnúsdóttir kam für Bucher, wenig später feierte Axmann ihren ersten Einsatz im HSG-Trikot.

Nach einem technischen Fehler der Gäste folgte allerdings prompt die passende Antwort. Tietjen schaltete am schnellsten, bekam den Ball von Mühlner und stellte auf 17:7. Sechs Minuten lang hielt die Blomberger Defensive die Wildcats komplett vom Tor fern, ehe Büch die Serie beendete.

Bucher scheiterte anschließend erstmals in dieser Saison vom Siebenmeterpunkt an Czaja, die mittlerweile für Schmid zwischen den Pfosten stand. In der Schlussphase der ersten Hälfte häuften sich auch auf Blomberger Seite die Fehlpässe. Lepschi hielt ihr Team jedoch im Spiel. Kühne und Elín Magnúsdóttir holten noch einen weiteren Strafwurf heraus, den Bucher diesmal sicher verwandelte.

Den Schlusspunkt vor der Pause setzte schließlich Lilli Röpcke. Nach ihrem Treffer ging es mit einer komfortablen 19:10-Führung in die Kabinen.

Schwierige Zwischenphase verringert den HSG-Vorsprung

Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte Lepschi an ihre starke erste Hälfte an und entschärfte die ersten drei Würfe der Wildcats. Erst nach drei Minuten fiel der erste Treffer des zweiten Durchgangs: Tietjen erhöhte auf 20:10.

Halle-Neustadt ließ sich nun jedoch nicht mehr so leicht abschütteln. Wagenlader traf aus dem Innenblock, Van Vliet überwand Lepschi und die Gastgeberinnen verkürzten zwischenzeitlich auf acht Tore. Bucher hielt dagegen und stellte per Rückraumwurf sowie anschließendem Siebenmeter auf 22:13.

In der ausgeglichenen Anfangsphase sorgte Magnúsdóttir mit einem Ballgewinn für den nächsten HSG-Angriff, Röpcke scheiterte allerdings mit ihrem Heber am Aluminium. Kurz darauf musste Díana Magnúsdóttir für zwei Minuten vom Feld. Auch in Unterzahl verteidigten die Blombergerinnen konzentriert und zwangen Halle zum Ballverlust.

Bucher blieb anschließend eiskalt und erzielte in Unterzahl ihren siebten Treffer. Damit schien die Partie beim 23:13 wieder klar in Richtung der Gäste zu kippen. Doch Halle-Neustadt kämpfte sich zurück. Büch verkürzte per Siebenmeter auf 23:15, kurz darauf musste Lepschi ihren 16. Gegentreffer hinnehmen.

Die HSG verlor nun etwas den Rhythmus. Technische Fehler verhinderten, dass die Führung weiter anwuchs, während die Wildcats immer näherkamen. Nach Herthas Treffer ins leere Tor und einem 4:0-Lauf der Gastgeberinnen zog Birkner beim Stand von 23:17 die Auszeit.

Auch danach blieb Halle hartnäckig. Kühne konnte den Lauf zunächst nicht stoppen, Büch verkürzte per Strafwurf weiter. Als Mühlner eine Zeitstrafe kassierte, mussten die Blombergerinnen erneut in Unterzahl ran. Einen selbst herausgeholten Siebenmeter konnte Bucher diesmal allerdings nicht verwandeln.

Fast zehn Minuten blieb die HSG ohne eigenen Treffer. Dann sorgte Tietjen über Außen endlich für die Erlösung und beendete die schwierige Phase. Halle blieb dennoch dran und verkürzte wieder auf fünf Tore. Mühlner übernahm anschließend Verantwortung vom Siebenmeterpunkt und stellte auf 25:19.

Damit stabilisierte sich die Partie wieder etwas. Kühne traf aus dem Feld, Mühlner blieb auch beim zweiten Strafwurf souverän und brachte die HSG sieben Minuten vor Schluss erneut mit sieben Toren in Führung.

Röpcke sorgte wenig später mit ihrem Treffer zum 28:21 wieder für ein deutliches Polster. Zwar kam Halle durch Gruber noch einmal näher, doch die Gäste behielten in der Schlussphase die Kontrolle. Jurenczyk setzte den letzten Blomberger Treffer zum 31:24, ehe Marksteiner den Endstand von 31:25 herstellte.

Nach einem perfekten Start und einer zwischenzeitlich schwierigen Phase nimmt die HSG damit die ersten beiden Auswärtspunkte der Saison mit nach Hause.

Stimme zum Spiel

Lilli Röpcke: „Es ist schön, wieder hier zu sein. Ich fühle mich bei der HSG sehr wohl. Größtenteils ist unser Plan aufgegangen. Die technischen Fehler wollten wir vermeiden. Wir schauen weiter und werden daran arbeiten. Ich bin froh, die Reise mit der HSG weiterzugehen.“

Aufstellungen

SV Union Halle-Neustadt: Czaja, Schmid; Pallas, Smits, Marksteiner (5), Wagenlader (2), Büch (5), Hertha (3), Gruber (3), Wipper (1), Poláková (1), Holtmann (1), Wenzel, Van Vliet (1), Kieffer, Stapurewicz (3)

HSG Blomberg-Lippe: Lepschi (1), Roth; Rüffieux (1), D. Magnúsdóttir (1), Kühne (3), Mühlner (3), Axmann, Bucher (8), Tietjen (6), Röpcke (2), Hauf (4), E. Magnúsdóttir, Jurenczyk (2)

Foto: Timon Peters


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Moringen-Hardegsen-Uslar

Uslar (red). Wenn der Herbst Einzug hält, beginnt die Zeit der Kartoffelernte. Dann sind die Landwirte in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wieder auf ihren Feldern unterwegs, um die beliebten Knollen aus der Erde zu holen. Einst war eine reiche Kartoffelernte für viele Familien überlebenswichtig und sicherte die Versorgung für die kalte Jahreszeit. Die Stadt Uslar erinnert mit dem traditionellen Pekermarkt an diese besondere Bedeutung der Kartoffel. Am Sonntag, 13. September, lädt Uslar von 11 bis 18 Uhr zum beliebten Fest ein, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gefeiert wird.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Innenstadt verwandelt sich an diesem Tag in eine lebendige Festmeile. Rund 100 Händler haben ihr Kommen angekündigt und präsentieren ein buntes Angebot aus Kunsthandwerk, regionalen Produkten und Dienstleistungen. Lokale Akteure zeigen, was die Region zu bieten hat.

Für Kinder gibt es im Forstgarten zahlreiche Mitmachangebote. Eine mobile Kletterwand sorgt für Abenteuerlust bei den älteren Kindern und der Young Corner bietet Kinderschminken sowie spezielle Angebote für Jugendliche und jüngere Besucherinnen und Besucher. Bei den Schattenspringern klettern die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung.

Musik auf zwei Bühnen

Das musikalische Programm verteilt sich auf zwei Bühnen, die sich am Alten Rathaus und in der „Kurzen Straße“ befinden. Die Solling-Blaskapelle Schönhagen, das Solling Swing Orchestra, die Young Sprouts, Alex im Westerland (Die Ärzte und Toten Hosen Tribute), Miss Who, Flo und Tommi sowie Dan und Ron sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Traditionelles Pekeressen und Fassbieranstich

Um 11.15 Uhr wird das Fest offiziell mit dem Fassbieranstich der Brauerei Bergbräu durch Bürgermeister Torsten Bauer eröffnet. Redner Bode begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um das gesamte Programm.

Ein kulinarisches Highlight ist das Pekeressen. Dabei handelt es sich um ein Kartoffelgericht, das mit gewürztem Mett, Zwiebeln und Gurken serviert wird. Früher wurden die Kartoffeln an den Ofen geklebt, was im Plattdeutschen „peken“ heißt. Heute sorgt ein spezielles Garverfahren für den typischen Geschmack. Neben dem klassischen Pekeressen gibt es weitere Kartoffelspezialitäten zu entdecken.

Verkaufsoffener Sonntag und Maskottchen Onkel Pelle

Auch die Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Onkel Pelle, das Maskottchen der Stadt, ist ebenfalls auf dem Pekermarkt unterwegs.

Weitere Informationen sind bei der Stadt Uslar unter www.uslar.de und unter Telefon 05571/307-108 (Leah Bunke) erhältlich.

Foto: Touristik-Information Uslar/L. Bunke

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