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Kreis Höxter

Höxter (red). „Ich hab Krebs. Aber der Krebs hat ein Problem: Mich!“ – mit diesem ebenso provokanten wie hoffnungsvollen Ansatz zeigt Dr. med. Bernd Schmude, dass selbst schwere Diagnosen nicht das Ende von Lebensfreude, Zuversicht und persönlicher Stärke bedeuten müssen. 
 
Die Selbsthilfegruppen Octopussi (Frauen mit Krebs) sowie Prostatakrebs Höxter-Brakel laden gemeinsam zu einer besonderen Veranstaltung ein. Am Samstag, den 15. August 2026, von 14:00 bis 15:30 Uhr, spricht Dr. Schmude im Krankenhaus St. Ansgar Höxter über Wege, wie Menschen mit gesundheitlichen und persönlichen Herausforderungen neue Kraft schöpfen können. Der Eintritt ist frei. Nach dem Vortrag können Fragen gestellt werden bei einem geselligen Beisammensein.

Dr. Schmude ist Arzt und selbst Krebsüberlebender. Nach einer schweren Diagnose und intensiven Therapien gelang ihm der Weg zurück ins Leben – getragen von medizinischer Behandlung, aber auch von mentaler Stärke und einem unerschütterlichen Optimismus. Heute hält er bundesweit Motivationsvorträge und engagiert sich mit seinem Verein STARK gegen KREBS e. V. für Betroffene und Angehörige. 
 
Sein Vortrag richtet sich jedoch bewusst nicht nur an Krebspatientinnen und -patienten. Angesprochen sind ebenso Menschen mit chronischen Erkrankungen, psychischen Belastungen wie Depressionen, Autoimmunerkrankungen oder anderen gesundheitlichen Herausforderungen – ebenso wie deren Angehörige und Unterstützer. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen unabhängig von ihrer individuellen Situation ihre innere Stärke aktivieren und neue Perspektiven entwickeln können. 
 
„Darf man über schwere Erkrankungen mit einem Lächeln sprechen? Man darf nicht nur – man muss!“, so Dr. Schmude. Seine Vorträge verbinden medizinisches Wissen mit persönlicher Erfahrung, Einfühlungsvermögen und einer bewusst lebensbejahenden Haltung. 
 
Im Fokus stehen dabei konkrete Impulse für den Alltag: wie sich Selbstheilungskräfte aktivieren, das Immunsystem stärken lässt und welche Rolle Bewegung, Ernährung und mentale Resilienz für das Wohlbefinden spielen können. Dabei geht es nicht nur um Krankheit, sondern vor allem um Lebensqualität, Motivation und den bewussten Umgang mit schwierigen Lebensphasen. 
 
Die Vorträge von Dr. Schmude werden von Teilnehmern als motivierend, verständlich und emotional bewegend beschrieben. Sie bieten nicht nur wertvolle Informationen, sondern vor allem Mut und konkrete Anregungen – unabhängig davon, welche persönliche Herausforderung im Vordergrund steht. 
 
Neben seinem Engagement in der Aufklärung sammelt Dr. Schmude mit seinen Veranstaltungen Spenden für caritative Zwecke – über eine Viertelmillion Euro konnte bereits weitergegeben werden. Für seinen Einsatz wurde ihm 2021 das Bundesverdienstkreuz verliehen. 
 
Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die sich mit Gesundheit, mentaler Stärke und einem positiven Umgang mit belastenden Lebenssituationen auseinandersetzen möchten. 
 
Für Anmeldungen und weitere Informationen steht das Selbsthilfe-Büro Kreis Höxter telefonisch unter  05271 9669875 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zur Verfügung. 

Foto: Schmudde


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Holzminden

Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.

Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.

Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.

Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen

Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.

Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg

Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.

Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.

Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern

Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.

Vom VW 411 zum VW 412

Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.

Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.

Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.

Wer mehr über den Verein und die Historie des VW Typ 4 erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite der „VW411-412 Friends e. V.“.

Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.

Fotos: Laurenz Blanck

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