Über 10 Jahre Einsatz gegen Gewalt an Frauen – Frauenberatungsstelle im Kreis Höxter verzeichnet steigenden Unterstützungsbedarf
Lesedauer: 5 Minuten
Kreis Höxter
Kreis Höxter (red). Die Frauenberatungsstelle der AWO im Kreis Höxter blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück – und zugleich auf ein bedeutendes Jubiläum: Seit zehn Jahren unterstützt die Einrichtung Frauen auf ihrem Weg aus Gewalt, Bedrohung und Abhängigkeit. Die Bilanz zeigt dabei deutlich: Der Bedarf an Hilfe und Beratung wächst weiterhin.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2015 hat die Fachberatungsstelle mehr als 1350 Frauen begleitet und über 4380 Beratungsgespräche geführt. Allein im vergangenen Jahr suchten 183 Frauen Unterstützung – ein Anstieg von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt fanden 2025 fast 600 Beratungen und Begleitungen statt.
Anzeige
„Unser Angebot ist heute genauso wichtig wie zu Beginn“, betonen die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle. Häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe, Stalking und digitale Gewalt gehörten weiterhin zu den häufigsten Themen der Beratung.
Besonders alarmierend: In den meisten Fällen stammte die Gewalt aus dem direkten persönlichen Umfeld der Betroffenen. Häufig seien (Ex-)Partner oder Ehemänner die Täter. Gleichzeitig werde deutlich, dass Gewalt Frauen aller Altersgruppen, Nationalitäten und sozialen Hintergründe betreffe. Besonders betroffen waren Frauen mittleren Alters und mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Neben der akuten Beratung sieht die Frauenberatungsstelle vor allem in der Präventionsarbeit einen wichtigen Schlüssel im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Veranstaltungen, Informationsangebote und öffentliche Aktionen sollen sensibilisieren und frühzeitig Hilfe ermöglichen. Doch genau dieser Bereich gerät zunehmend unter Druck. „Die steigenden Beratungszahlen führen dazu, dass kaum noch Zeit für Präventionsarbeit bleibt“, heißt es im Bericht. Trotz des hohen Bedarfs fehlen bislang zusätzliche finanzielle Mittel, um weitere Fachstunden ausreichend finanzieren zu können.
Ein wichtiger Fortschritt gelang dagegen in der Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde Höxter. Seit Ende 2024 informiert die Polizei – mit Zustimmung der Betroffenen – die Beratungsstelle direkt nach Einsätzen wegen häuslicher Gewalt. Dadurch können die Mitarbeiterinnen proaktiv Kontakt zu betroffenen Frauen aufnehmen und Unterstützung anbieten.
Hilfe auf mehreren Ebenen
Die Frauenberatungsstelle bietet ihre Unterstützung an mehreren Standorten im Kreis Höxter an – darunter in Höxter, Bad Driburg, Steinheim und Peckelsheim. Auch an weiteren Orten können nach Absprache Termine stattfinden. Die Beratung ist kostenlos, anonym und auf Wunsch auch barrierefrei möglich.
Zum Angebot gehören Krisenintervention, Sicherheitsplanung, Begleitung zu Behörden, Unterstützung bei rechtlichen Fragen sowie telefonische und digitale Beratung. Auch Angehörige und Fachkräfte können sich beraten lassen.
Finanziert wird die Arbeit überwiegend durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen. Zusätzliche Unterstützung erhält die Beratungsstelle vom Kreis Höxter und dem ZONTA Club Höxter, und der AWO Kreisverband Höxter bringt als Träger Eigenmittel ein. Dennoch bleibe die finanzielle Situation angespannt bzw. lasse eine Ausweitung des Beratungsangebotes nicht zu.
Zum Abschluss ihres Jahresberichtes richtet die Einrichtung deshalb einen deutlichen Appell an Politik und Gesellschaft: Der Schutz von Frauen vor Gewalt dürfe nicht von kommunalen Haushaltslagen abhängen, sondern müsse langfristig und verlässlich gesichert werden.
Die Beraterinnen weisen zusätzlich auf Angebot des Frauen- und Kinderschutzhauses des Kreises Höxter hin, welches 24/7 unter der Nummer 0171 5430155 zu erreichen ist.
Das kostenlose bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist 24 Stunden am Tag unter der Nummer 116 016 oder online erreichbar und berät in 18 verschiedenen Sprachen.
Mittlerweile gibt es ebenfalls ein bundesweites Hilfetelefon „Gewalt an Männern“. Dieses erreicht man unter 08001239900 oder ebenfalls online per Chatberatung.
Anzeige
Bürgermeisterkandidat René Kopka: Einbeck gemeinsam weiterentwickeln – sachlich, zuverlässig und nah an den Menschen
Lesedauer: 4 Minuten
Anzeige
Politische Werbung – Einbeck.
Einbeck mit seinen 46 Ortschaften und den vielen engagierten Menschen ist unsere Stärke. Gleichzeitig stehen wichtige Aufgaben vor uns: eine leistungsfähige Verwaltung, sichere Arbeitsplätze, gute Bildungsangebote und eine verlässliche Infrastruktur.
„Ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters, weil ich Verantwortung für Einbeck übernehmen und unsere Stadt gemeinsam mit den Menschen weiterentwickeln möchte – sachlich, zuverlässig und nah an den Menschen“, erklärt Bürgermeisterkandidat René Kopka.
Für diese Aufgabe bringt Kopka vielfältige berufliche und politische Erfahrungen mit. Als ausgebildeter Bankkaufmann und Diplom-Sozialwirt mit Schwerpunkten in Arbeitsrecht, Personalwirtschaft, Politikwissenschaft sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft verfügt er über eine breite fachliche Grundlage. Berufliche Stationen, unter anderem als Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion mit Personal- und Haushaltsverantwortung, haben ihn auf die Verantwortung als Bürgermeister vorbereitet. Als Landtagsabgeordneter setzt er sich zudem für klare Entscheidungen, transparente Politik und eine starke Vertretung kommunaler Interessen ein.
„Mir ist wichtig, dass sich die Menschen auf ihre Stadtverwaltung verlassen können – in der Kernstadt genauso wie in unseren Ortschaften“, betont Kopka. Einbeck brauche eine starke Wirtschaft, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte sowie einen verantwortungsvollen Klima- und Umweltschutz.
Im Mittelpunkt müsse dabei immer die Lebensqualität der Menschen stehen. „Einbeck soll eine Stadt bleiben, in der Familien gerne leben, junge Menschen Perspektiven finden und ältere Menschen gut versorgt sind.“ Dazu gehörten gute Kitas und Schulen, eine verlässliche gesundheitliche Versorgung, bezahlbarer Wohnraum sowie attraktive Sport-, Freizeit- und Kulturangebote.
Eine besondere Stärke Einbecks sieht Kopka im Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Vereine, Unternehmen und Ehrenamtliche trügen wesentlich dazu bei, dass die Stadt und ihre Ortschaften lebendig und lebenswert seien.
„Dieses Engagement möchte ich stärken. Als Bürgermeister möchte ich ein verlässlicher Ansprechpartner für alle Generationen und für die Menschen in allen 46 Ortschaften sein. Gemeinsam können wir Einbeck weiterentwickeln – mit klaren Prioritäten, verantwortungsvollen Entscheidungen und einem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen“, so Kopka abschließend.
Politische Werbung
Auftrageber, finanziert durch und V.i.S.d.P: SPD-OV Einbeck, Knochenhauerstr. 7, 37574 Einbeck
Video: Florian Spieker
Anzeige
10. Weser-Entenrennen steht bevor: Renn-Enten gibt es an zwei Samstagen auf dem Marktplatz zu erwerben
Lesedauer: 2 Minuten
Landkreis Holzminden
Holzminden (red). Am 12. September 2026 wird es am Weserkai wieder gelb: Beim 10. Weser-Entenrennen gehen erneut Tausende kleine Gummienten an den Start. Familien, Kinder und zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer fiebern mit, wenn die Enten ins Wasser gelassen werden und sich mit der Strömung ihren Weg Richtung Ziel bahnen.
Was 2016 mit rund 2.800 Enten begann, ist längst zu einem festen Bestandteil des Holzmindener Veranstaltungskalenders geworden. Einen besonderen Rekord gab es 2023 im Rahmen der Landesgartenschau in Höxter: Damals wurden rund 5.600 Enten an den Start geschickt.
In neun Rennen kamen rund 160.000 Euro zusammen
In den vergangenen neun Rennen konnten insgesamt rund 160.000 Euro für soziale Zwecke gesammelt werden. Der Erlös des diesjährigen Rennens ist für Kinder in Not, regional und international, bestimmt.
Bürgermeister Christian Belke übernimmt in diesem Jahr die Schirmherrschaft für das Entenrennen. Als beliebte Veranstaltung verbindet das Rennen gemeinschaftliches Erlebnis mit einem wichtigen sozialen Anliegen. Auch in diesem Jahr soll wieder eine möglichst große Spendensumme für Kinder in Not zusammenkommen.
Renn-Enten werden an zwei Samstagen verkauft
Wer noch keine kleine Renn-Ente hat, kann dies nachholen. An den Samstagen, 29. August und 5. September 2026, wird es auf dem Holzmindener Marktplatz einen Verkaufsstand in der „Oberen Straße“ bei Mosena geben. Außerdem können am Renntag, 12. September 2026, direkt vor dem Rennen zwischen 10 und 12 Uhr Enten erworben werden.
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Cookie-Einstellungen
Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Diese Cookies sind für den Betrieb der Seite unbedingt notwendig und ermöglichen beispielsweise sicherheitsrelevante Funktionalitäten.
Statistik
Um unser Angebot und unsere Webseite weiter zu verbessern, erfassen wir anonymisierte Daten für Statistiken und Analysen. Mithilfe dieser Cookies können wir beispielsweise die Besucherzahlen und den Effekt bestimmter Seiten unseres Web-Auftritts ermitteln und unsere Inhalte optimieren.
Komfort
Wir nutzen diese Cookies, um Ihnen die Bedienung der Seite zu erleichtern.