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Kreis Höxter
Knochen, Scherben, Nägel: Nike Noglik und Stadtarchäologe Ralf Mahytka zeigen, was seit 800 Jahren in einem Keller der versunkenen Stadt Corvey verschüttet lag. Jetzt Sonntag (30. August) können Familien mit den beiden gemeinsam nach Überresten aus dem Mittelalter graben.

Höxter (red). Am Ende der Sommerferien gehen Familien oft die Ideen für Unternehmungen aus. Wie wäre es mit einer echten archäologischen Grabung? In Höxter dürfen Kinder und Erwachsene jetzt Sonntag auf Schatzsuche gehen. 

Und zwar in einem 800 Jahre alten Keller, verschüttet bei einem großen Brand, als im Jahr 1265 die ganze Stadt Corvey in Flammen aufging. Auf den ersten Blick ist es nur eine unscheinbare Erdgrube begrenzt von Steinreihen, in der Familien am 30. August bei einem Erlebnistag buddeln dürfen. Aber dieses Loch im Archäologiepark Höxter hat es in sich.

Archäologe Ralf Mahytka und Hilfskraft Nike Noglik zeigen, was bei früheren Besuchergrabungen im Keller eines großen Gebäudes an der Bruggestrate (westfälischer Hellweg) schon gefunden wurde. Typische Überbleibsel aus dem Mittelalter sind zum Beispiel Scherben, Knochen oder verrostete Nägel.

Was haben die Bewohner der versunkenen Stadt Corvey gegessen? Fleisch stand auf alle Fälle vor 800 Jahren auf dem Speiseplan. In der Schaugrabung stoßen Besucher immer wieder auf Tierknochen, die von den Essgewohnheiten im Mittelalter erzählen. Oft werden Scherben von kugeligen Kochtöpfen freigelegt, die einen abgerundeten Boden hatten. „Von Steinen lassen sich Scherben oft dadurch unterscheiden, dass sie gebogen sind“, erklärt der Stadtarchäologe. Regelmäßig kommen im Erdreich Nägel zum Vorschein, mit denen die Holz- oder Fachwerkgebäude errichtet wurden. „Damals waren Nägel kein industrielles Massenprodukt wie heute, sondern richtig wertvoll und einzeln aus Eisen geschmiedet.“ 

Am Sonntag schnappen sich Kinder und Erwachsene Kniebretter und Maurerkellen und kratzen im Keller am mittelalterlichen Hellweg nach Historischem. So eine Gelegenheit, als Laie unter Anleitung an einer echten archäologischen Grabung teilnehmen zu dürfen, gibt es in Deutschland nur selten. „Man kann einfach spontan vorbeikommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich“, sagt Mahytka.

Zum Ferienfinale am letzten freien Sonntag von 10 bis 18 Uhr gibt es aber noch mehr zu erleben im Archäologiepark Höxter. So können die kleinen Gäste kreativ werden und mittelalterliche Notiztafeln aus Wachs oder Brummkreisel nachbauen – ein beliebtes Spielzeug damals. Um 11, 14 und 17 Uhr gibt es kostenlose Führungen durch den Archäologiepark, der die untergegangene Stadt am Kloster Corvey virtuell und mit Hörspielen erlebbar macht. Auch eine Mini-Ausstellung im Bogenzelt und ein Rundgang liefern vertiefende Informationen zu der Stadtwüstung.

Und zwischendurch bietet sich der große Abenteuerspielplatz zum Austoben an. Die Imker zeigen gerne ihre Bienenvölker und backen Honigwaffeln für die Besucher. Proviant darf aber mitgebracht werden. Kinder haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 3,50 Euro (EC-Zahlung).   

Foto: Huxarium Gartenpark Höxter


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– Politische Werbung – Video 2 von 3

Ich bin in unserer Region aufgewachsen. Geboren in Uslar, führte mich mein Weg über Ausbildung, Beruf und Verantwortung in viele Teile Niedersachsens – doch meine Heimat ist immer das Weserbergland geblieben.

Zurück im Einsatz heißt für mich zurückzukehren, um für die Menschen im Landkreis Holzminden wieder in den Einsatz zu gehen, dieses Mal nicht als Polizeichef ausschließlich für die Sicherheit und Ordnung, sondern als Landrat ganzheitlich Verantwortung zu übernehmen.

Auf diese Herausforderung bin ich aufgrund meiner vielfältigen Führungsaufgaben im Innenministerium, der Zentralen Polizeidirektion und zurzeit als Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig mit 3.000 Beschäftigten bestens vorbereitet: neben den operativen Tätigkeiten habe ich Erfahrung in den Bereichen IT, Kommunikation und Innovation sowie Logistik und Beschaffung bis hin zu sozialen Servicedienstleistungen. Ich habe gelernt, Menschen zu führen, Krisen zu bewältigen und Veränderungen mit Augenmaß umzusetzen.

Gemeinsam mit meiner Frau Frauke habe ich mich bewusst entschieden, nach Holzminden zurückzukehren. Nicht, weil wir irgendwo anders gescheitert wären, sondern weil wir überzeugt sind: Hier gehört unsere Zukunft hin. Familie, Nachbarschaft und Heimat sind für uns keine Schlagworte, sondern gelebter Alltag.
Stark im Recht bedeutet mein Handeln richtet sich nach unseren rechtsstaatlichen Prinzipien. Ich handele nicht willkürlich, behandele alle Menschen gleich, bin als Landrat keinem Parteienzwang unterlegen und entscheide nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Mit dem Blick desjenigen, der gegangen ist und zurückkehrt, sehe ich die großen Stärken unseres Landkreises – und die Aufgaben, die vor uns liegen.

Nah am Menschen war und bin ich schon immer. Ich mag die Nähe von Menschen, ihre Ideen aufzunehmen und gemeinsam umzusetzen. Mit Herz und Verständnis und echtem Interesse an Anderen.

Ich trete als Uwe Lange an, mit eigenen Ideen und der Erfahrung, sie auch umzusetzen.

Mit vollem Engagement bin ich zurück im Einsatz.

Ihr
Uwe Lange

Politische Werbung. Auftraggeber und finanziert durch: CDU-Kreisverband Holzminden, Kirchstraße 2, 37603 Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Sabine Echzell, stellvertretende Vorsitzende

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Holzminden

Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.

Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.

Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.

Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen

Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.

Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg

Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.

Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.

Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern

Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.

Vom VW 411 zum VW 412

Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.

Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.

Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.

Wer mehr über den Verein und die Historie des VW Typ 4 erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite der „VW411-412 Friends e. V.“.

Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.

Fotos: Laurenz Blanck

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