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Kreis Höxter

Nieheim (TKu). Drei Tage lang stand die Nieheimer Innenstadt ganz im Zeichen des Deutschen Käsemarktes. Vom 4. bis zum 6. September drehte sich in Nieheims historischem Ortskern alles um Käse. Mehr als 50 handwerkliche Käsereien aus Deutschland und mehreren europäischen Ländern präsentierten ihre Produkte. Insgesamt boten mehr als 120 Stände Käse, Wein, regionale Spezialitäten, Kunsthandwerk und weitere Waren an. Für Bürgermeister Johannes Schlütz war die Eröffnung des Deutschen Käsemarktes eine besondere Ehre. Nach dem Fassbieranstich zur Oktoberwoche in München und der Eröffnung einer Fußball-Weltmeisterschaft bezeichnete er den Auftakt in Nieheim als eine der größten Auszeichnungen, die einem Bürgermeister zuteilwerden könne.

Auch Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling, die als Schirmherrin die 14. Auflage des Käsemarktes begleitete, hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor. Bei ihrem ersten Besuch zeigte sie sich beeindruckt von der Atmosphäre und dem Angebot. Zugleich trug sie sich in das hölzerne Goldene Buch der Stadt ein. Bölling bezeichnete den Käsemarkt als Aushängeschild für Nieheim, den Kreis Höxter und die gesamte Region. Die Veranstaltung stehe beispielhaft für gelebte Regionalität und zeige, welche Bedeutung regionale Wirtschaftskreisläufe haben können. Grundlage dafür seien vor allem die Kreativität und das Engagement der beteiligten Menschen.

Ein Höhepunkt des Auftakts war auch die Krönung von Sarah Jasperneite zur neuen Nieheimer Käsekönigin. Die 24-Jährige wird die Stadt für die kommenden zwei Jahre bei öffentlichen Veranstaltungen vertreten und dabei für den Deutschen Käsemarkt und die Nieheimer Käsetradition werben. Jasperneite stammt aus Sommersell und lebt aktuell in Höxter. Mit ihren bisherigen Reisen bringt sie zudem internationale Erfahrungen mit: Sie hat bereits 23 Länder auf mehreren Kontinenten besucht. Auf ihren Reisen habe sie festgestellt, dass Käse nahezu überall auf der Welt eine Rolle spiele. Einen persönlichen Favoriten hat die neue Käsekönigin dennoch bereits: Der traditionelle Nieheimer Käse bleibt für sie vorerst die Nummer eins. Auf dem Käsemarkt bot sich ihr zugleich die Gelegenheit, zahlreiche weitere Sorten kennenzulernen.

Ihre künftigen Aufgaben beschreibt Jasperneite pragmatisch: Lächeln, fröhlich sein und möglichst viel Käse probieren. Bekannt ist sie im Kreis Höxter bislang vor allem als erfolgreiche Fußballerin und Stürmerin. Auch ihre Arbeit mit Kindern will sie mit dem neuen Amt verbinden. Krone und Kleid sollen den Kindern in ihrer Kita demnächst ebenfalls präsentiert werden. Das Angebot des diesjährigen Marktes reichte weit über den traditionellen Nieheimer Käse hinaus. Mehr als 50 Käsehersteller aus Deutschland, Irland, den Niederlanden, Italien und Österreich waren vertreten. Hinzu kamen Winzer aus verschiedenen Anbaugebieten sowie zahlreiche weitere Anbieter. Besonders im Mittelpunkt stand die Qualität der handwerklich hergestellten Produkte. Das Angebot wurde gegenüber früheren Veranstaltungen erweitert. 19 neue Aussteller waren für die 14. Auflage hinzugekommen.

Im Käsemuseum konnten Besucher erneut einen Überblick über die Vielfalt der angebotenen Käsesorten erhalten. Im sogenannten Raum des Geschmacks wurde eine besonders umfangreiche Käsetheke aufgebaut, an der die beteiligten Käsereien ihre jeweiligen Lieblingssorten präsentierten. Gegen einen festen Betrag konnten Besucher verschiedene Produkte probieren und dazu ein Glas Wein oder Mineralwasser erhalten. Neben den kulinarischen Angeboten sorgten Live-Musik, Walking-Acts und ein umfangreiches Rahmenprogramm für Unterhaltung. Auf der Hauptbühne am Richterplatz sowie auf einer weiteren Bühne traten verschiedene Bands auf. Zu den musikalischen Programmpunkten gehörten unter anderem „Kai hat frei“, die „Kilkenny Bastards“ und die Springsteen-Tribute-Band „Point Blank“.

Während der drei Markttage wurde der historische Ortskern zu einer großflächigen Veranstaltungs- und Genussmeile. Ergänzt wurde das Käseangebot durch regionale Spezialitäten, Weine und weitere kulinarische Produkte. Auch für Familien gab es verschiedene Angebote. Vor der katholischen Kirche waren unter anderem der Jugendtreff „Time Out“, eine Kinderschminkstation und die Mobile Kunstschule vertreten. Am Infomobil des Westfälischen Landwirtschaftsverbandes konnten Besucher bei einem spontanen Melkwettbewerb ihr Geschick unter Beweis stellen. Auch die Gastromeile in der Wasserstraße wurde erweitert. In der Marktstraße konnten Besucher Weine probieren, während am Ende der Langen Straße Produkte und Eigenkreationen von Rewe vorgestellt wurden. Dabei standen 78 unterschiedliche Rezepte zur Verkostung bereit, darunter verschiedene Kombinationen mit Frischkäse, Beeren oder Fisch.

Der Sonntag bot zum Abschluss des Käsemarktes beste äußere Bedingungen. Bei herrlichem Wetter und viel Sonnenschein konnten die Besucher die Angebote unter freiem Himmel genießen. Viele Besucher nutzten den letzten Markttag, um noch einmal an den Ständen vorbeizuschauen, Käsespezialitäten zu probieren oder bei Musik und einem Glas Wein einige Stunden in Nieheim zu verbringen. Am Sonntag waren die Geschäfte außerdem von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Fotos: Simone Kube und Privat


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Moringen-Hardegsen-Uslar

Uslar (red). Wenn der Herbst Einzug hält, beginnt die Zeit der Kartoffelernte. Dann sind die Landwirte in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wieder auf ihren Feldern unterwegs, um die beliebten Knollen aus der Erde zu holen. Einst war eine reiche Kartoffelernte für viele Familien überlebenswichtig und sicherte die Versorgung für die kalte Jahreszeit. Die Stadt Uslar erinnert mit dem traditionellen Pekermarkt an diese besondere Bedeutung der Kartoffel. Am Sonntag, 13. September, lädt Uslar von 11 bis 18 Uhr zum beliebten Fest ein, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gefeiert wird.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Innenstadt verwandelt sich an diesem Tag in eine lebendige Festmeile. Rund 100 Händler haben ihr Kommen angekündigt und präsentieren ein buntes Angebot aus Kunsthandwerk, regionalen Produkten und Dienstleistungen. Lokale Akteure zeigen, was die Region zu bieten hat.

Für Kinder gibt es im Forstgarten zahlreiche Mitmachangebote. Eine mobile Kletterwand sorgt für Abenteuerlust bei den älteren Kindern und der Young Corner bietet Kinderschminken sowie spezielle Angebote für Jugendliche und jüngere Besucherinnen und Besucher. Bei den Schattenspringern klettern die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung.

Musik auf zwei Bühnen

Das musikalische Programm verteilt sich auf zwei Bühnen, die sich am Alten Rathaus und in der „Kurzen Straße“ befinden. Die Solling-Blaskapelle Schönhagen, das Solling Swing Orchestra, die Young Sprouts, Alex im Westerland (Die Ärzte und Toten Hosen Tribute), Miss Who, Flo und Tommi sowie Dan und Ron sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Traditionelles Pekeressen und Fassbieranstich

Um 11.15 Uhr wird das Fest offiziell mit dem Fassbieranstich der Brauerei Bergbräu durch Bürgermeister Torsten Bauer eröffnet. Redner Bode begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um das gesamte Programm.

Ein kulinarisches Highlight ist das Pekeressen. Dabei handelt es sich um ein Kartoffelgericht, das mit gewürztem Mett, Zwiebeln und Gurken serviert wird. Früher wurden die Kartoffeln an den Ofen geklebt, was im Plattdeutschen „peken“ heißt. Heute sorgt ein spezielles Garverfahren für den typischen Geschmack. Neben dem klassischen Pekeressen gibt es weitere Kartoffelspezialitäten zu entdecken.

Verkaufsoffener Sonntag und Maskottchen Onkel Pelle

Auch die Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Onkel Pelle, das Maskottchen der Stadt, ist ebenfalls auf dem Pekermarkt unterwegs.

Weitere Informationen sind bei der Stadt Uslar unter www.uslar.de und unter Telefon 05571/307-108 (Leah Bunke) erhältlich.

Foto: Touristik-Information Uslar/L. Bunke

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