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Kreis Höxter
Stolze Rekorde bei der Aktion Stadtradeln im Kreis Höxter: 2.755 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben 643.788 Kilometer zurückgelegt. Unser Foto zeigt Radlerinnen und Radler der Sternfahrt der Stadt Marienmünster. Die Sternfahrt fand anlässlich der Eröffnung des neuen Radweges zwischen Marienmünster und Schieder-Schwalenberg statt.

Die Aktion Stadtradeln bewegt sich im Kreis Höxter weiter auf Rekordkurs: 2.755 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen zehn Städten des Kreises haben bei der siebten Auflage in drei Wochen 643.788 Kilometer zurückgelegt. Das bedeutete gleichzeitig eine mehr als 16-malige Umrundung der Erde. Gegenüber dem Vorjahr waren 160 Aktive mehr auf dem Rad unterwegs. Den ersten Platz im städteinternen Ranking belegte Warburg. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Höxter und Bad Driburg.

Landrat Michael Stickeln: „Das Kulturland avanciert zum Fahrradland“

„Das diesjährige Ergebnis und die erneut gestiegene Teilnehmerzahl bei der Aktion Stadtradeln sind wieder einmal sehr beeindruckend. In unserem Heimatkreis benutzen immer mehr Bürgerinnen und Bürger das Fahrrad. Damit tun sie nicht nur etwas für ihre Gesundheit, sondern sie treten gleichzeitig für mehr Radverkehr und damit Klimaschutz in die Pedale. Das Kulturland avanciert zum Fahrradland“, stellte Landrat Michael Stickeln heraus.

Warburg auf Platz eins vor Höxter und Bad Driburg

Die Radfahrerinnen und Radfahrer aus dem Stadtgebiet Warburg haben dabei am kräftigsten in die Pedale getreten: Mit 124.473 Kilometern belegte die Hansestadt in der Kreiswertung den ersten Platz, gefolgt von Höxter mit 113.375 Kilometern und Bad Driburg mit 90.039 Kilometern. Bei der relativen Wertung nach den meisten gefahrenen Kilometern pro Einwohner hatte die Stadt Borgentreich die Nase vorn, gefolgt von der Stadt Marienmünster und der Stadt Willebadessen.

„Hagebuttenland“ vor „Lauri“ und „Fürstenau radelt“

Zum erfolgreichsten Team der Aktion Stadtradeln avancierte „Hagebuttenland“ (Stadt Bad Driburg) mit 20.236 Kilometern, vor der Mannschaft „Lauri“ (Stadt Warburg) mit 17.008 Kilometern. Den dritten Platz erfuhr sich „Fürstenau radelt!“ (Stadt Höxter) mit 16.556 Kilometern.

Das absolut größte Team der diesjährigen Aktion Stadtradeln stellte die Graf-Dodiko Schule (Stadt Warburg) vor dem Städtischen König-Wilhelm-Gymnasium Höxter und der Kreisverwaltung Höxter.

Die meisten Kilometer in der Wertung der Einzelfahrer legte Bodo Reichert-Steinsiek (Stadt Höxter) mit 3.776 Kilometern vor Johannes Bendfeld (Stadt Willebadessen) mit 3.261 Kilometern und vor Bernhard Sprenger (Stadt Bad Driburg) mit 2.661 Kilometern zurück.

Starke Leistungen der Schulteams

Einen beeindruckenden Kilometer-Beitrag lieferten zudem die Schulen im Kreisgebiet bei dem parallel ausgetragenen Wettbewerb „Schulradeln“. Insgesamt 15 Schulen nahmen teil.  Die Nase vorn hatte hier die Graf-Dodiko Schule aus Warburg, bei der 169 Radelnde gemeinsam 16.103 Kilometer zurücklegten. Auf den Plätzen folgten das Städtische König-Wilhelm-Gymnasium Höxter mit 98 Radelnden und 13.056 Kilometern sowie das Hüffertgymnasium der Stadt Warburg mit 56 Aktiven und 7.249 Kilometern.

Corinna Lohre, Leiterin der Abteilung Immissions- -und Klimaschutz beim Kreis Höxter, und Marius Nolte vom Klimaschutz-Team des Kreises Höxter betonen: „Die Aktion Stadtradeln steht im Kreis Höxter hoch im Kurs. Dass wir die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr noch einmal steigern konnten, ist ein großartiges Signal. Jede neue Teilnehmerin und jeder neue Teilnehmer zeigen, dass der Gedanke der klimafreundlichen Mobilität im Kreis Höxter hoch im Kurs steht.“ Im Vergleich zu Fahrten mit dem Auto sei zudem der Ausstoß von 106 Tonnen CO2 vermieden worden.

„Jeder einzelne Kilometer dieser stolzen Bilanz ist ein unschätzbar wertvoller Gewinn für unsere Gesundheit, für die Lebensqualität und den Klimaschutz in unseren zehn Städten und 124 Dörfern. Diese großartige Gemeinschaftsleistung zeigt einmal mehr, wie viel wir im Kulturland Kreis Höxter gemeinsam bewegen können“, stellte Landrat Michael Stickeln heraus.

Mehr Informationen zum Stadtradeln im Kreis Höxter gibt es unter https://www.stadtradeln.de/kreis-hoexter

Foto: Kreis Höxter

Das Gesamtergebnis vom Stadtradeln 2026 des Kreises Höxter im Überblick:
Kommune Aktive Radelnde Teams Geradelte Kilometer CO₂-Vermeidung (t)
Warburg 686 37 126.473 21
Höxter 548 38 113.375 19
Bad Driburg 312 35 90.039 15
Brakel 279 25 77.979 13
Borgentreich 206 23 66.261 11
Willebadessen 202 13 48.937 8
Beverungen 128 13 32.774 5
Marienmünster 142 15 29.408 5
Steinheim 85 7 20.124 3
Nieheim 46 7 13.748 2
Gesamt 2.757 222 643.788 106

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Holzminden

Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.

Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.

Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko

„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.

„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.

Ausgespülte Bereiche werden sichtbar

Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.

Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.

„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.

Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.

Durchquerungen können schnell gefährlich werden

„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.

DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig

Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.

„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.

Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.

Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen

Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.

„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.

Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.

Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.

Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.

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