Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Holzminden/Eckfeld/Schwager_NEU_Eckfeld_01_2023.jpg#joomlaImage://local-images/Holzminden/Eckfeld/Schwager_NEU_Eckfeld_01_2023.jpg?width=295&height=255
Anzeige
Kreis Höxter

Steinheim (red). Ein besonderes Jubiläum steht der heimischen Musikszene bevor: Die Junge Kultur Steinheim e.V. lädt am 3. Oktober 2026 zu einem außergewöhnlichen Konzertabend in die Stadthalle Steinheim ein. Im Mittelpunkt steht das 45-jährige Bandjubiläum von Ackerbau & Viehzucht, einer der dienstältesten Punkrock-Bands Deutschlands. Gemeinsam mit Vulture Culture aus Paderborn sowie den Steinheimer Lokalmatadoren The Yellow from the Egg verspricht der Abend ein Fest für alle Freunde ehrlicher Gitarrenmusik zu werden.

Seit 1981 laut, kritisch und kompromisslos

Als Antonius „N-te“ Düwel im Jahr 1981 gemeinsam mit Harry Wagner und Andy Kapst die Band gründet, ist er gerade einmal 16 Jahre alt. Die Punkbewegung erreicht zu dieser Zeit auch Ostwestfalen-Lippe – und die drei Musiker aus dem lippischen Lothe lassen sich von der neuen Energie mitreißen. Im Jugendraum ihres Heimatortes entstehen die ersten Songs und damit der Grundstein für eine Bandgeschichte, die inzwischen viereinhalb Jahrzehnte umfasst.

Schon früh machen sich Ackerbau & Viehzucht mit energiegeladenen Live-Auftritten einen Namen. In den 1980er-Jahren spielen sie unter anderem als Vorband der Toten Hosen. In den folgenden Jahren wächst die Fangemeinde stetig, größere Hallen und Angebote von Plattenfirmen folgen. Den Sprung ins Musikgeschäft lehnt die Band jedoch bewusst ab.

„Das ist auch gut so, denn so konnten wir weiter kritisch und laut durch die Republik ziehen – ohne Kompromisse eingehen zu müssen“, blickt Frontmann Düwel zurück.

Kultstatus durch Haltung statt Kommerz

Seit mittlerweile 45 Jahren steht die Band für deutschsprachigen Punkrock mit Haltung. Ihre Texte greifen Alltag, Gesellschaft und Politik auf, mal kritisch, mal humorvoll, aber immer unverwechselbar. Musikalische Perfektion sei dabei nie das oberste Ziel gewesen, vielmehr gehe es um Authentizität und Kreativität.

Songs wie „Als Bauer geboren, zum Prinz auserkoren“, „Nichts dazugelernt“, „Guten Morgen, Deutschland“ oder „Kein Mann für eine Nacht“ gehören längst zum festen Repertoire und haben Kultstatus bei den Fans erreicht.

„Alle Schallplatten und CDs sind ausverkauft – und somit bleibt das, was uns immer ausgezeichnet hat: die Live-Konzerte“, sagt Düwel.

Für das Jubiläumskonzert steht die aktuelle Besetzung mit Antonius „N-te“ Düwel (Gesang), Harry Wagner (Gitarre), Andy Kapst (Gitarre), Barny Bürger (Schlagzeug) und Johannes Trupp (Bass) auf der Bühne.

„Wir spielen den Soundtrack eurer Jugend und unseres Lebens. Unsere Texte sind aktueller denn je“, sagt Düwel und freut sich auf zahlreiche Weggefährten und Fans. Ziel sei es, das Konzert zu einem großen Wiedersehen und einer ausgelassenen Rock'n'Roll-Party werden zu lassen.

Passend zum Jubiläum wird außerdem eine limitierte T-Shirt-Kollektion erhältlich sein.

Zwei weitere Punkbands komplettieren das Programm

Den Konzertabend eröffnen The Yellow from the Egg aus Steinheim. Die Band verbindet rotzigen Punkrock mit viel Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie. Seit mehr als zehn Jahren sorgt sie mit energiegeladenen Live-Auftritten und anarchischem Unterhaltungsprogramm für Aufmerksamkeit weit über die Region hinaus.

Ebenfalls auf der Bühne stehen Vulture Culture aus Paderborn. Die 1989 gegründete Band zählt zu den bekannten Vertretern der deutschen Post-Punk-Szene der 1990er-Jahre. Mit weiblichen Leadvocals, Einflüssen aus Punk, Ska, Rock und Reggae sowie zahlreichen internationalen Konzerten erspielte sich die Formation einen festen Platz in der Szene. Unter anderem standen Vulture Culture bereits gemeinsam mit Bands wie Cock Sparrer, Agnostic Front, H-Blockx und MDC auf der Bühne.

Tickets im Vorverkauf erhältlich

Das Jubiläumskonzert beginnt am Samstag, 3. Oktober, in der Stadthalle Steinheim. Karten sind für 10 Euro im Vorverkauf bei Eventim sowie in den Filialen der Vereinigten Volksbank erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter www.jungekultur.de.

Foto: The Yellow From The Egg


Anzeige
Lesedauer: 2 Minuten
Anzeige

Politische Werbung – Bodenwerder-Polle.

Mit großen Schritten rückt die Kommunalwahl am 13.09.2026 näher – schon jetzt habt ihr die Möglichkeit, eure Stimme per Briefwahl auf den Weg zu bringen.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, noch einmal deutlich zu machen, dass ich meinen Weg als Bürgermeister der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle mit euch weitergehen möchte. Es ist nicht immer alles gut, es ist nicht immer alles schön und ja – manchmal dauern Dinge auch zu lange. Mir übrigens auch!

Trotzdem haben wir in den vergangenen Jahren bei nicht immer einfachen Rahmenbedingungen eine ganze Menge auf den Weg gebracht. Wir haben bei den Feuerwehren stetig investiert, sind beim Ganztagsangebot unserer Grundschulen auf einem guten Weg, haben Förderzusagen für die Sanierung unseres Hallenbades und auch im Freibad ist einiges vorangegangen. Wir haben das Lichterfest in Bodenwerder wiederbelebt, mit dem Märchen- und Sagenwochenende in Polle ein weiteres Highlight etabliert und weitere Dinge angeschoben.

Fertig bin ich nicht, fertig sind wir nicht – also lasst uns gemeinsam weitermachen.

Politische Werbung

Auftraggeber und finanziert durch: SPD Samtgemeindeverband Bodenwerder-Polle

Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Achim Timmermann, Stellvertretender Vorsitzender

Anzeige

Lesedauer: 5 Minuten
Eschershausen-Stadtoldendorf

Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.

Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.

Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.

Die Öffentlichkeit zeigte großes Interesse an der Ratssitzung

Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt

Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.

Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.

Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht

Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.

Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.

Friedhelm Bandke (2. v. l.) bleibt Bürgermeister von Eschershausen

Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers

Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.

Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.

Fotos: awin

Anzeige