16. Gartenfest mit 120 Ausstellern lädt vom 31. Juli bis 02. August nach Corvey ein
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Kreis HöxterDorothee Feldmann, Bettina Böhnke und Charmaine Haid rechnen wieder mit 15.000 Besucherinnen und Besuchern
Höxter (TKu). Schloss Corvey wird an diesem Wochenende erneut zum Treffpunkt für Gartenfreunde, Pflanzenliebhaber und Genießer. Vom 31. Juli bis zum 2. August findet die 16. Auflage des Gartenfestes Corvey statt. Unter dem Motto „Sommer im Garten“ zeigt sich der Schlosspark des UNESCO-Welterbes wieder als internationale Verkaufs- und Informationsausstellung rund um Garten, Wohnen und Lebensart von seiner besten Seite. Erwartet werden rund 15.000 Besucherinnen und Besuchern. Das Gartenfest Corvey zieht längst nicht mehr nur klassische Gartenliebhaber an. Nach Beobachtungen der Veranstalter besuchten in den vergangenen Jahren zunehmend auch jüngere Menschen die Veranstaltungen. Vor der historischen Welterbe-Kulisse von Schloss Corvey präsentieren sich von Freitag bis Sonntag etwa 120 Ausstellerinnen und Aussteller ihre Angebote. Nach Angaben der Veranstalter sind darunter 16 Aussteller, die erstmals beim Gartenfest vertreten sind. Organisiert wird die Veranstaltung von der Evergreen GmbH. Im Pressegespräch informierten Projektleiterin Bettina Böhnke, Pressesprecherin Charmaine Haid sowie Dorothee Feldmann, die Verantwortliche für die Direktion der Ratiborschen Generalverwaltung in Corvey, über die diesjährige Veranstaltung.
Die Besucher erwartet ein breites Angebot an Pflanzen, Stauden, Kräutern, Garten- und Landschaftsbau, Kunsthandwerk, Gartenmöbeln, Mode und Accessoires, Antiquitäten, Gartengeräten sowie Dekorationen für Haus und Garten. Ergänzt wird das Sortiment durch Delikatessen und Angebote rund um die ländliche Lebensart. Unter den Pflanzenausstellern finden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besonderheiten. Die Gärtnerei Bartels bringt eine große Auswahl essbarer Hibiskusstauden mit nach Corvey. Nach Angaben der Veranstalter liegen essbare und mehrjährige Pflanzen weiterhin im Trend. Insgesamt können Besucher rund 500 verschiedene Pflanzensorten entdecken. B&W Naturgarten präsentiert saisonale Stauden, Gehölze, exotische Pflanzen und Gartendekorationen. Die Timms Gartenbaumschule zeigt außerdem eine große Auswahl blühender Hortensien.
Auch der Bereich Gartengestaltung entwickelt sich weiter. Bettina Böhnke verwies insbesondere auf einen neuen Aussteller aus der Nähe von Kassel, der hochwertige Outdoor-Küchen präsentiert. Als Blickfang dient eine moderne Hightech-Outdoorküche im Wert von rund 20.000 Euro. Outdoor-Küchen gehörten derzeit zu den gefragtesten Trends im Gartenbereich, erklärte Böhnke. Ebenfalls vertreten ist Hotze aus Hannover mit Gartenmöbeln und modernen Pergolen inklusive LED-Beleuchtung. OutdoorGenuss XXL stellt weitere hochwertige Outdoor-Küchen vor. Erstmals präsentiert Audioblock Soundsysteme für Terrasse und Garten. Darüber hinaus spielt auch hochwertige Dekoration eine wichtige Rolle. Weserlicht aus der Region bietet handgefertigte Kerzen in Betongefäßen an. Frosch im Glück zeigt Wohnaccessoires für Haus und Garten. FloraFee bringt dekorative Metall-Gartenstecker mit nach Corvey, während Cultmöbel aus Gütersloh moderne Cubes, Beistelltische, Vasen und Teelichthalter präsentiert.
Nach Angaben der Veranstalter kommen erneut zahlreiche Aussteller aus dem Ausland nach Höxter. Vertreten sind unter anderem Unternehmen aus den Niederlanden, Italien und Österreich. Ebenso wachse das Interesse an hochwertiger Handwerkskunst aus ganz Deutschland. Diese besonderen Arbeiten seien in dieser Form in Höxter ausschließlich auf dem Gartenfest zu finden, betonten die Verantwortlichen. Auch kulinarisch bietet das Gartenfest eine große Vielfalt. Besucher können italienische Antipasti, Matcha-Spezialitäten, Kaffeespezialitäten sowie hausgemachte Kuchen genießen. Hinzu kommen Delikatessen für zuhause, darunter Nüsse, Liköre, Schokolade sowie verschiedene Frischkäse- und Ziegencamembert-Variationen. Kühle Getränke unter schattigen Bäumen oder mit Blick auf Schloss Corvey laden zum Verweilen ein.
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung. Neben einem blumigen Walking Act gibt es erneut eine Kinderspielwiese am Teehaus. Neu hinzu kommt in diesem Jahr das Kinderschminken, das am Samstagnachmittag und Sonntag angeboten wird. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre erhalten freien Eintritt. Charmaine Haid betonte, dass Familien damit erneut ein umfangreiches Angebot erwartet. Zu den weiteren Attraktionen gehören historische Oldtimer, die am Wochenende vor dem Schloss ausgestellt werden. Während die allgemeinen Veranstaltungsinformationen eine Präsentation am Sonntag nennen, kündigten die drei Veranstalterinnen im Pressegespräch an, dass die historischen Fahrzeuge sowohl am Samstag als auch am Sonntag zu sehen sein werden.
Nach Beobachtungen der Organisatoren verändert sich auch das Publikum. Projektleiterin Bettina Böhnke stellte fest, dass in den vergangenen Jahren zunehmend jüngere Besucher das Gartenfest für sich entdeckt hätten. Das Interesse beschränke sich längst nicht mehr nur auf klassische Gartenliebhaber, sondern umfasse mittlerweile alle Altersgruppen. Dorothee Feldmann wies zudem darauf hin, dass Besucher während der Öffnungszeiten des Gartenfestes auch das Schloss Corvey besichtigen können. Dadurch lasse sich der Besuch der Ausstellung mit einem Rundgang durch das UNESCO-Welterbe verbinden.
Das Gartenfest Corvey findet von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, täglich von 10 bis 18 Uhr statt. Der letzte Einlass erfolgt um 17 Uhr. Das Ausstellungsgelände umfasst rund 10.000 Quadratmeter im Schlosspark Corvey. Eintrittskarten kosten an der Tageskasse 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Im Online-Vorverkauf sind Tickets bis einen Tag vor Veranstaltungsbeginn für 10 Euro erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt. Karten sind sowohl im Vorverkauf als auch an der Tageskasse erhältlich.
Fotos: Thomas Kube
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Flexible Gewerbefläche in Holzminden zu vermieten
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Traditionsbrauerei Allersheim beantragt Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung und setzt auf Neuausrichtung
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Holzminden
Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.
Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.
Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.
Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck
Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.
Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.
Restrukturierung soll Zukunft sichern
Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.
Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.
Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.
Mehr als 170 Jahre Brautradition
Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.
Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.
Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.
Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft
„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.
Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.
Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.
Foto: TKu
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