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Höxter-Beverungen

Höxter (red). Vertreter eines großen Teils der Hotellerie- und Gastgewerbebranche der Stadt Höxter haben am Donnerstag einen Bürgerantrag zur Beendigung der weiteren Befassung mit der Einführung einer Beherbergungssteuer bei der Stadtverwaltung eingereicht. Der Antrag auf Grundlage der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen richtet sich an den Rat der Stadt Höxter und soll in einer der kommenden Ratssitzungen beraten werden. Mit diesem Instrument können Einwohnerinnen und Einwohner Anregungen und Beschwerden an den Rat richten und beantragen, dass ein bestimmtes Thema beraten wird. Im vorliegenden Fall fordern die Antragsteller, die Planungen zur Einführung einer Beherbergungssteuer einzustellen und das Thema politisch nicht weiter zu verfolgen.

Antragsteller sehen ausreichende Entscheidungsgrundlage

In der Begründung führen die Antragsteller an, dass sich Verwaltung, Politik und die betroffenen Betriebe bereits über mehrere Monate mit der möglichen Einführung einer Beherbergungssteuer beschäftigt hätten. Nach ihrer Auffassung lägen inzwischen ausreichend Informationen und Berechnungen vor, um eine politische Entscheidung treffen zu können. Weitere Prüfungen würden aus ihrer Sicht keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringen. Als Argument wird das Verhältnis zwischen dem erwarteten finanziellen Ertrag und dem Verwaltungsaufwand angeführt. Nach Einschätzung der Antragsteller steht den möglichen Einnahmen ein erheblicher organisatorischer und personeller Aufwand gegenüber. Die Einführung einer Beherbergungssteuer würde nach ihrer Darstellung einen höheren Aufwand und zusätzliche Aufgaben für Verwaltung und Beherbergungsbetriebe mit sich bringen. Betroffen wären insbesondere Hotels, Pensionen, Campingplätze und Anbieter von Ferienwohnungen.

Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaft befürchtet

Nach Auffassung der Antragsteller könnten sich die Auswirkungen jedoch nicht allein auf die Beherbergungsbetriebe beschränken. Sie verweisen darauf, dass der Tourismus auch für Gastronomie, Einzelhandel, Kulturangebote und Vereine eine wirtschaftliche Bedeutung habe. Veränderungen im Reiseverhalten von Gästen könnten sich deshalb auf verschiedene Bereiche des örtlichen Wirtschaftslebens auswirken. Ein weiterer Schwerpunkt der Begründung betrifft die Planung von Gruppen- und Busreisen. Die Antragsteller weisen darauf hin, dass entsprechende Reisen häufig langfristig organisiert werden. Die seit mehreren Monaten andauernde Diskussion über die mögliche Einführung einer Beherbergungssteuer sorge nach ihrer Einschätzung bereits für Unsicherheit bei Gästen und Reiseveranstaltern.

Rat soll über Bürgerantrag beraten

Solange nicht feststehe, ob die Steuer eingeführt werde, bestehe aus Sicht der Antragsteller die Möglichkeit, dass Reiseveranstalter andere Reiseziele bevorzugten oder Programme entsprechend anpassten. Nach Darstellung der Antragsteller könnten sich daraus wirtschaftliche Folgen ergeben. Weniger Gruppenreisen würden nach ihrer Einschätzung zu geringeren Übernachtungszahlen führen. Gleichzeitig könnten Gastronomiebetriebe, Einzelhandelsgeschäfte sowie kulturelle Einrichtungen und touristische Angebote von einem Rückgang der Besucherzahlen betroffen sein. Diese möglichen Auswirkungen seien bei der politischen Bewertung des Vorhabens zu berücksichtigen.

Mit dem Bürgerantrag verfolgen die Unterzeichner nach eigenen Angaben das Ziel, eine abschließende Entscheidung des Rates herbeizuführen. Sie sprechen sich dafür aus, die weitere Befassung mit der Einführung einer Beherbergungssteuer zu beenden und stattdessen Planungssicherheit für die touristischen Betriebe sowie die vom Tourismus abhängigen Wirtschaftszweige zu schaffen. Der Rat will sich im Rahmen einer öffentlichen Sitzung mit den vorgetragenen Forderungen und der Begründung der Antragsteller befassen.

Diskussion dauert bereits mehrere Monate an

Die Diskussion über eine mögliche Beherbergungssteuer beschäftigt die Kommunalpolitik in Höxter bereits seit mehreren Monaten. Ziel einer solchen Steuer wäre es, zusätzliche Einnahmen für den städtischen Haushalt zu erzielen. Kritiker verweisen dagegen auf den entstehenden Verwaltungsaufwand sowie auf mögliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts.

Fotos: red


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Landkreis Holzminden

Stadtoldendorf (ber). Am Samstag, 15. August, kämpften sich etwa 5.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Schlamm im Stadtoldendorfer Mammut Park. Die jährliche „XLETIX“-Challenge war zu Gast in Stadtoldendorf. Auf Strecken von bis zu 18 Kilometern mit bis zu 35 Hindernissen geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um Spaß und Teamgeist. Eine Rangliste gibt es nicht. Ganz nach dem Motto der Parcoursserie: „Ein Team, Ein Ziel“.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zwischen drei Varianten wählen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Wahl zwischen drei verschiedenen Streckenlängen. Auf der „FUN“-Route warteten sechs Kilometer und 15 Hindernisse. Für „XLETIX“-Neulinge bietet sie den perfekten Einstieg. Die „Adventure“-Strecke forderte die Athletinnen und Athleten schon deutlich mehr heraus: Zwölf Kilometer und 25 Hindernisse mussten hier bewältigt werden. Für die besonders extremen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es die passende „Extreme“-Variante: 18 Kilometer mit insgesamt 35 Hindernissen, die den Läuferinnen und Läufern alles abverlangten. Ein Team kann dabei zusammen starten und sich später im Lauf aufteilen, um die verschiedenen Distanzen zu laufen.

Mit Teamgeist durch den Parcours

Die Schlammschicht von Kopf bis Fuß gehörte ebenso zum Erlebnis wie das ununterbrochene Anfeuern innerhalb der Teams. Wer ein Hindernis auslassen wollte, konnte dies mit 15 Burpees, einer Kombination aus Liegestütz und Strecksprung, tun.

Unterwegs wurden die Athletinnen und Athleten mit Produkten der Kooperationspartner des Laufes, MaxiNutrition und VILSA, sowie frischem Obst versorgt. Nach den langen Kilometern durch den Schlamm konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer endlich auf die Zielgerade abbiegen. Lautstark wurden sie im Ziel begrüßt.

Finisherfoto und Shirt hinter der Ziellinie

Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt hinter der Ziellinie ihr persönliches Finisherfoto gemacht hatten, konnte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer, die beziehungsweise der es ins Ziel geschafft hatte, sein „Finisher2026“-Shirt abholen.

Die „XLETIX“-Challenge gilt als die führende Hindernislaufserie Europas. Mit sechs Stationen in Deutschland und einem Event in Tirol begeistert das Format Jahr für Jahr zehntausende Sportbegeisterte. Seit der Gründung im Jahr 2013 hat sich das ehemalige Start-up zu einer festen Größe in der Sport- und Eventszene entwickelt. Allein im vergangenen Jahr nahmen fast 50.000 Läuferinnen und Läufer teil.

Stadtoldendorf gehört zu den kleinsten Stationen

Stadtoldendorf ist dabei eine der kleinsten Stationen. Das größte Event findet in Berlin mit bis zu 14.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Anders als in den letzten Jahren ist der Campingplatz „XLETIX Village“ dieses Jahr auch in Stadtoldendorf ordentlich gefüllt. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum „Base-Camp“. Camperinnen und Camper können hier von Freitag bis Sonntag übernachten. 

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Fotos: ber

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