Zonta Club Höxter sammelt Taschen für Börse beim Huxori-Markt im Historischen Rathaus
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Höxter-Beverungen
Höxter (red). Eine Tasche, die im Schrank nicht mehr gebraucht wird, kann für andere Menschen noch viel bewegen: Der Zonta Club Höxter ruft erneut zur Taschenspende für seine beliebte Taschenbörse auf. Am letzten September-Wochenende findet die Aktion bereits zum achten Mal statt – in diesem Jahr erstmals im Historischen Rathaus in der "Weserstraße". Vom 25. bis 27. September wird dort während des Huxori-Marktes ein Second-Hand-Markt für Koffer, Rucksäcke und Taschen aller Art aufgebaut.
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Bewährte Aktion zieht ins Historische Rathaus
Drei Jahre lang bot die Marienkirche den besonderen Rahmen für die Taschenbörse. Nun rückt der Zonta Club mit seiner Aktion noch näher an das Geschehen des Huxori-Marktes heran. Was einst als spontane Idee begann, ist längst zu einem Herzensprojekt des Clubs geworden. Denn die Taschenbörse verbindet gleich mehrere gute Zwecke: Spenderinnen und Spender schaffen Platz, Käuferinnen und Käufer finden neue Lieblingsstücke – und der Erlös unterstützt Menschen, die Hilfe benötigen.
In den vergangenen Jahren kamen nach Angaben des Zonta Clubs beeindruckende Summen „Taschengeld“ zusammen. In diesem Jahr geht der Erlös an das Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter, an die Stiftung Kinderheimat Neuhaus sowie an die Frauenberatungsstelle gegen Gewalt im Kreis Höxter (AWO).
„Jede gespendete Tasche hat eine Geschichte – und mit jedem Verkauf entstehen neue“, sagt Susanne Krekeler, Präsidentin des Zonta Clubs Höxter.
Neuer Ort mit historischer Verbindung zum Handel
Auch der neue Veranstaltungsort passt aus Sicht der Beteiligten gut zur Aktion. Das Historische Rathaus liegt zentral am Huxori-Geschehen und bringt zugleich eine lange Handelsgeschichte mit. „Schon im Mittelalter war hier am damaligen Marktplatz Handel und Trubel. Nicht umsonst heißt die Halle im Untergeschoss ‚Markthalle'“, sagt Nadine Nolte, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Höxter. Sie freut sich auf die Kooperation mit dem Service Club: „Wir freuen uns auf ein buntes Treiben an den drei Tagen zu Huxori.“
Taschen-Spenden bis zum 15. September möglich
Damit die Börse auch in diesem Jahr ein Erfolg wird, bittet der Zonta Club um gut erhaltene Taschen-Spenden im Kreis Höxter und in Holzminden. Gesucht werden Stücke aller Art – von der Handy-Tasche über Rucksäcke bis hin zu Koffern. Abgegeben werden können die Spenden bis zum 15. September an folgenden Sammelstellen:
Bad Driburg: City Apotheke, "Lange Straße" 106
Beverungen: Frischemeyer – Die Blumenbinderei, "Industriestraße" 15
Auch bei Zontians in der Nähe können Spenden abgegeben werden. Weitere Informationen gibt es unter zonta-hoexter.de.
Foto: Zonta-Club
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Rat entscheidet über zwei Abberufungen: Fischer verliert Amt, Bandke bleibt Bürgermeister
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.
Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.
Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.
Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt
Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.
Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.
Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht
Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.
Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.
Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers
Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.
Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.
Fotos: awin
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