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Höxter-Beverungen

Höxter (red). Mit viel Kreativität, Engagement und handwerklichem Geschick haben Schülerinnen und Schüler des König-Wilhelm-Gymnasiums eine zuvor stark verschmutzte und mit Graffiti verunstaltete Unterführung an der Umgehungsstraße in Höxter in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt. Umso größer ist die Enttäuschung, dass die frisch gestalteten Flächen bereits kurze Zeit später erneut durch beleidigende Schriftzüge beschmiert wurden.

Die Gestaltung entstand im Rahmen des Kunstunterrichts der Qualifikationsphase (Q1) unter der Leitung von Lehrerin Elisabeth Brilon und gemeinsam mit Praktikantin Frau Heimfahrt. Unter dem Oberthema „Kreis Höxter – Umland und Weser“ entwickelten die Schülerinnen und Schüler zunächst Collagen und Entwürfe, die anschließend zu einer gemeinsamen Wandgestaltung zusammengeführt wurden.

Zu sehen sind unter anderem der als Weser gestaltete Höxter-Schriftzug, Motive aus der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, Bäume, die Friedenseiche in Stahle, eine Linde als Naturdenkmal des Kreises Höxter, Unterwasserwelten sowie die markanten Türme der Stadt. Vor Ort wurden die einzelnen Ideen immer wieder neu angeordnet und an die langen Wandflächen angepasst, sodass ein stimmiges Gesamtbild entstand.

Die Stadt Höxter hatte die Unterführung im Vorfeld durch den Baubetriebshof gereinigt und grundiert, sodass die Jugendlichen optimale Voraussetzungen für ihre Arbeit vorfanden. Die benötigten Farben wurden vom Mode- und Sporthaus Klingemann gespendet.

Bürgermeister Daniel Hartmann dankt allen Beteiligten ausdrücklich: „Die Schülerinnen und Schüler haben mit großer Ausdauer, Kreativität und Teamgeist etwas Bleibendes geschaffen. Es ist beeindruckend, mit welchem Einsatz sie einen zuvor trostlosen Ort in einen echten Hingucker verwandelt haben. Dafür verdienen sie unseren größten Respekt und Dank.“

Während der Arbeiten hätten zahlreiche Passantinnen und Passanten die Aktion mit großem Interesse verfolgt und ihre Hoffnung geäußert, dass das Kunstwerk lange erhalten bleibe. Diese Hoffnung wurde jedoch schon kurz nach Abschluss des Projektes enttäuscht. Unbekannte Täter beschmierten die neu gestalteten Wände erneut mit beleidigenden Schriftzügen.

Bürgermeister Daniel Hartmann zeigte sich darüber in der jüngsten Ratssitzung tief betroffen und verärgert: „Wer ein solches Gemeinschaftsprojekt mutwillig zerstört, trifft nicht den Staat oder die Stadtverwaltung, sondern vor allem junge Menschen, die ihre Zeit und ihr Können investiert haben, um ihre Heimat schöner zu machen. Für eine solche Respektlosigkeit fehlt mir jedes Verständnis.“

Die Stadt Höxter hat umgehend Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Darüber hinaus haben die Werbegemeinschaft Höxter sowie Norbert Drews als Privatperson eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt, die zur Ermittlung der Verantwortlichen führen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Drews nach der mutwilligen Zerstörung der Hoffmann-Eiche auf der Weserscholle eine vergleichbare Initiative gestartet.

Die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes werden nun versuchen, die Schmierereien schnellstmöglich zu entfernen. Dies wird jedoch mit einem erheblichen personellen und finanziellen Aufwand verbunden sein und lässt sich aufgrund der empfindlichen Gestaltung nur mit größter Sorgfalt durchführen.

Die Stadt Höxter appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam zu sein. Wer Hinweise zu den Tätern geben kann, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden.

Unabhängig von diesem ärgerlichen Vorfall bleibt die Botschaft des Projektes bestehen: Das Engagement der Schülerinnen und Schüler zeigt eindrucksvoll, wie Kunst das Stadtbild bereichern und öffentliche Räume lebenswerter machen kann. Dieses Engagement verdient Anerkennung und den Respekt aller.

Foto: Stadt Höxter


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Politische Werbung – Video 2 von 3 – Landkreis Holzminden

Ich bin in unserer Region aufgewachsen. Geboren in Uslar, führte mich mein Weg über Ausbildung, Beruf und Verantwortung in viele Teile Niedersachsens – doch meine Heimat ist immer das Weserbergland geblieben.

Zurück im Einsatz heißt für mich zurückzukehren, um für die Menschen im Landkreis Holzminden wieder in den Einsatz zu gehen, dieses Mal nicht als Polizeichef ausschließlich für die Sicherheit und Ordnung, sondern als Landrat ganzheitlich Verantwortung zu übernehmen.

Auf diese Herausforderung bin ich aufgrund meiner vielfältigen Führungsaufgaben im Innenministerium, der Zentralen Polizeidirektion und zurzeit als Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig mit 3.000 Beschäftigten bestens vorbereitet: neben den operativen Tätigkeiten habe ich Erfahrung in den Bereichen IT, Kommunikation und Innovation sowie Logistik und Beschaffung bis hin zu sozialen Servicedienstleistungen. Ich habe gelernt, Menschen zu führen, Krisen zu bewältigen und Veränderungen mit Augenmaß umzusetzen.

Gemeinsam mit meiner Frau Frauke habe ich mich bewusst entschieden, nach Holzminden zurückzukehren. Nicht, weil wir irgendwo anders gescheitert wären, sondern weil wir überzeugt sind: Hier gehört unsere Zukunft hin. Familie, Nachbarschaft und Heimat sind für uns keine Schlagworte, sondern gelebter Alltag.
Stark im Recht bedeutet mein Handeln richtet sich nach unseren rechtsstaatlichen Prinzipien. Ich handele nicht willkürlich, behandele alle Menschen gleich, bin als Landrat keinem Parteienzwang unterlegen und entscheide nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Mit dem Blick desjenigen, der gegangen ist und zurückkehrt, sehe ich die großen Stärken unseres Landkreises – und die Aufgaben, die vor uns liegen.

Nah am Menschen war und bin ich schon immer. Ich mag die Nähe von Menschen, ihre Ideen aufzunehmen und gemeinsam umzusetzen. Mit Herz und Verständnis und echtem Interesse an Anderen.

Ich trete als Uwe Lange an, mit eigenen Ideen und der Erfahrung, sie auch umzusetzen.

Mit vollem Engagement bin ich zurück im Einsatz.

Ihr
Uwe Lange

Politische Werbung. Auftraggeber und finanziert durch: CDU-Kreisverband Holzminden, Kirchstraße 2, 37603 Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Sabine Echzell, stellvertretende Vorsitzende

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Höxter-Beverungen

Holzminden (awin). 15 Monate wurde gebaut, geplant, nachgebessert und immer wieder angepackt – der eigentliche Umzug war dann nach kaum eineinhalb Stunden geschafft. Seit dem 29. August leben die ersten Tiere im neuen Tierheim des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter am Allernbusch. Damit endet für den Verein eine lange Bauphase, die nicht immer nach Plan verlief.

Der Transport vom bisherigen Standort am „Ziegeleiweg“ verlief laut Tierheimleiter Julian Kusak ganz entspannt. Tierärzte begleiteten den Umzug. Inzwischen haben vier Hunde und 66 Katzen ihr neues Zuhause auf Zeit bezogen. Und sie treffen dort auf Bedingungen, die mit denen des bisherigen Tierheims kaum noch vergleichbar sind.

Mehr Platz und neue Möglichkeiten für die Tiere

Allein das Hundehaus umfasst rund 400 Quadratmeter. Insgesamt stehen 17 Zwinger zur Verfügung, vier davon als Quarantänebereiche. Die 13 regulären Zwinger verfügen über angeschlossene Ausläufe. Zudem ist am neuen Standort eine artgerechte Gruppenhaltung möglich.

Für die Katzen wurden auf rund 250 Quadratmetern unter anderem Vermittlungsräume mit Außengehegen geschaffen. Insgesamt ist der Bereich für etwa 80 bis 90 Katzen ausgelegt. Neu ist außerdem eine eigene Katzenquarantäne, die es am alten Standort nicht gab.

„Wir haben einen der höchsten Standards gebaut, die man aktuell bauen kann. Allein der Hygienestandard ist um ein Vielfaches höher im Vergleich zum alten Tierheim“, betont Jens-Uwe Müller, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter.

Erstrahlen auf dem Gelände im neuen Glanz: Das Hundehaus (l.) und das Katzenhaus (r.)
Auch technisch auf einem neuen Stand

Zum Konzept gehören unter anderem säure- und urinbeständige Oberflächen, die Reinigung und Hygiene erleichtern sollen. Zwei Wärmepumpen versorgen Hunde- und Katzenhaus, hinzu kommen eine Fußbodenheizung und eine 40-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ein Brunnen dient der Wasserversorgung, zusätzlich steht ein Frischwasserreservoir zur Absicherung bereit.

Von den Veränderungen profitieren jedoch nicht nur die Tiere. „Besonders freut es mich für unsere Mitarbeiter, dass wir ihnen einen vernünftigen Arbeitsplatz schaffen konnten“, sagt Müller. Im ehemaligen Wohnhaus stehen dem Team nun unter anderem Aufenthaltsräume, Umkleidemöglichkeiten, Bad und Küche zur Verfügung.

Der neue Aufenthaltsraum soll zugleich eine Begegnungsstätte für die mehr als 220 Vereinsmitglieder werden. Damit verbindet der Tierschutzverein auch die Hoffnung, weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Arbeit im Tierheim zu gewinnen.

Der geplante Umzug im Juni musste warten

Eigentlich sollten Tiere und Beschäftigte bereits im Juni an den Allernbusch wechseln. Weil die vorgesehenen Hundeausläufe zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt waren, wurde der Umzug in Abstimmung mit dem Veterinäramt verschoben. Der Verein entschied sich, zunächst nachzurüsten, damit die Anlage anschließend ohne Mängel abgenommen werden konnte.

Für die zusätzlichen Arbeiten an den Hundeausläufen wurden noch einmal rund 30.000 Euro benötigt. Die Förderung stellte der Deutsche Tierschutzbund e. V. bereit. Auf die Situation aufmerksam geworden war der Verband auf Initiative der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte.

1,5 Millionen Euro für den neuen Standort

Insgesamt kostete das neue Tierheim rund 1,5 Millionen Euro. Die Summe brachte der Verein unter anderem über Förderanträge und Spendensammlungen auf. Hinzu kamen Sachspenden und Arbeitsleistungen von Unternehmen und Handwerksbetrieben aus der Region. Auch die Photovoltaikanlage wurde dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Auch personell musste der Verein während der Bauphase einen unerwarteten Umbruch bewältigen. Nachdem der damalige Tierheimleiter und seine Stellvertreterin am selben Tag gekündigt hatten, wurden innerhalb kurzer Zeit Julian Kusak als neuer Leiter und Jana Pruhs als stellvertretende Tierheimleiterin gewonnen. Kusak bringt langjährige Erfahrung als Tierpfleger und Gehegeleiter mit, Pruhs Erfahrungen aus Tierarztpraxen und der Arbeit in einem Tierheim.

Julian Kusak wird als "Glücksgriff" für das Tierheim Holzminden bezeichnet
Nach 15 Monaten ist der Kraftakt geschafft

Mit dem Einzug endet für den Tierschutzverein damit eine intensive Zeit. Verzögerungen, zusätzliche Arbeiten und der Personalwechsel mussten parallel zum laufenden Tierheimbetrieb bewältigt werden. Für Jens-Uwe Müller hat sich der Aufwand aber auf allen Ebenen gelohnt – schließlich gilt es einen hohen Maßstab zu erfüllen: „Wir wollen für den Landkreis ein gutes Tierheim sein.“

Damit sich die Tiere zunächst in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen können, bleibt das Tierheim in dieser Woche noch für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Für spätere Tiervermittlungen bittet das Team grundsätzlich um eine vorherige telefonische Anmeldung. So könnten Termine besser mit dem laufenden Tagesgeschäft abgestimmt und ausreichend Zeit für die jeweiligen Tiere und Interessierten eingeplant werden. Die aktuellen Öffnungszeiten und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Tierheims Holzminden zu finden.

Die aktuell jüngsten Bewohner des neuen Tierheims: Katzen-Babys, die erst wenige Wochen alt sind.

Fotos: awin

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