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Höxter-Beverungen

Ovenhausen (TKu). Mit einem abwechslungsreichen Festwochenende hat die Löschgruppe Ovenhausen gleich zwei bedeutende Meilensteine gefeiert: ihr 90-jähriges Bestehen sowie die offizielle Einweihung des umfassend umgebauten und erweiterten Feuerwehrgerätehauses. Zahlreiche Besucher nutzten an beiden Tagen die Gelegenheit, das neue Domizil der Wehr zu besichtigen, spannende Vorführungen zu erleben, Einsatzfahrzeuge zu bestaunen und gemeinsam mit den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zu feiern. Bereits der Festakt am Samstagnachmittag machte deutlich, welchen Stellenwert die Freiwillige Feuerwehr in der Ortschaft genießt. Neben den Mitgliedern der Löschgruppe begrüßte Löschgruppenführer André Meyer zahlreiche Ehrengäste, darunter Landrat Michael Stickeln, Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann sowie Kreisbrandmeister Stefan Nostitz. Gemeinsam würdigten sie die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit der Wehr und gratulierten zum 90-jährigen Bestehen.

André Meyer erinnerte in seiner Ansprache an die Anfänge der Löschgruppe. Auslöser für ihre Gründung war ein verheerender Großbrand zweier landwirtschaftlicher Gehöfte im Jahr 1935. Das Unglück habe den Menschen damals vor Augen geführt, wie wichtig ein funktionierender Brandschutz im Ort sei. Bereits ein Jahr später wurde die Freiwillige Feuerwehr Ovenhausen gegründet, um Menschen ist Not zu helfen. Neben dem Jubiläum stand insbesondere das modernisierte Feuerwehrgerätehaus im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Nach umfangreichen Umbau- und Erweiterungsarbeiten erfüllt das Gebäude nun die heutigen Anforderungen an eine moderne Feuerwehr. Erstmals stehen getrennte Umkleide- und Sanitärräume für Frauen und Männer zur Verfügung, außerdem wurden Duschen sowie ein großzügiger Schulungsraum geschaffen. Die Maßnahmen sind gemeinsam von der Stadt Höxter und dem Land Nordrhein-Westfalen finanziert worden. Einen erheblichen Anteil am Erfolg des Projekts hatten jedoch die Mitglieder der Löschgruppe selbst, die unzählige Arbeitsstunden in Eigenleistung investierten.

Landrat Michael Stickeln hob dieses Engagement besonders hervor. Dieses Gebäude trage nicht nur die Handschrift von Architekten und Handwerksbetrieben, es trage auch die Handschrift einer starken Gemeinschaft, sagte Stickeln. Die enorme Eigenleistung zeige eindrucksvoll, was möglich sei, wenn Menschen gemeinsam anpacken und sich mit ihrem Heimatort identifizierten. Gleichzeitig betonte Stickeln die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für den gesamten Kreis Höxter. Sie seien weit mehr als eine Organisation für den Ernstfall, sie seien Orte der Kameradschaft, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unverzichtbare Säulen des Ehrenamtes. Pastor Tobias Spittmann, selbst in der Freiwilligen Feuerwehr in Brenkhausen aktiv, griff zur Einweihung selbst zum Strahlrohr, um das Gebäude nach dem Gebet einer Taufe zu unterziehen.

Auch Bürgermeister Daniel Hartmann erinnerte an den historischen Großbrand von 1935, der letztlich zur Gründung der Löschgruppe geführt hatte. Den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sprach er den Dank der gesamten Stadt Höxter aus. „Sie investieren Ihre Freizeit, stellen persönliche Pläne zurück und sind zur Stelle, wenn andere Menschen ihre Hilfe brauchen. Dieses Engagement ist unbezahlbar“, sagte Hartmann. Ein Feuerwehrgerätehaus sei heute längst mehr als eine Garage für Einsatzfahrzeuge. Es sei Ausbildungsstätte, Treffpunkt und Schaltzentrale zugleich, der Ort, von dem aus Einsätze koordiniert werden und an dem Gemeinschaft gelebt werde. Ein sichtbares Zeichen für die Zukunft der Löschgruppe ist auch der neu geschaffene Umkleide- und Sanitärbereich für Frauen. Bislang gehört lediglich eine Feuerwehrfrau zur Einsatzabteilung. Die Kameradinnen und Kameraden hoffen jedoch, dass die modernen Räumlichkeiten weitere Frauen motivieren werden, sich ebenfalls ehrenamtlich in der Feuerwehr zu engagieren.

Höhepunkt Personenrettung aus einem Unfallwagen:

Ein Höhepunkt des Jubiläumswochenendes war eine spannende Einsatzübung der aktiven Wehr am Samstagnachmittag. Zahlreiche Besucher verfolgten gespannt, wie Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam einen schweren Verkehrsunfall simulierten. Das Szenario: Eine Person war nach einer Kollision in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste möglichst schonend gerettet werden. Unter der fachkundigen Moderation von Stadtbrandinspektor Ralf Meyer konnten die Zuschauer jeden einzelnen Arbeitsschritt nachvollziehen. Nachdem die Einsatzkräfte die Unfallstelle abgesichert und den Brandschutz sichergestellt hatten, wurde das Fahrzeug zunächst gegen Wegrollen und Erschütterungen stabilisiert. Parallel kümmerte sich der Rettungsdienst um die medizinische Erstversorgung der eingeklemmten Person und stand während der gesamten Rettung in ständigem Kontakt mit den Feuerwehrkräften.

Anschließend kamen hydraulische Rettungsgeräte wie Rettungsschere und Rettungsspreizer zum Einsatz. Behutsam wurden zunächst Türen geöffnet und weitere Zugänge geschaffen, ehe die Einsatzkräfte das Dach des Fahrzeugs vollständig abnahmen. Diese sogenannte Dachabnahme gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei schweren Verkehrsunfällen, da sie eine besonders patientenschonende Rettung ermöglicht und dem Rettungsdienst ausreichend Platz für die Versorgung verschafft. Jeder Handgriff saß, die einzelnen Trupps arbeiteten präzise zusammen und verdeutlichten eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige Übungen und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte sind. Die Zuschauer verfolgten die realitätsnahe Vorführung mit großem Interesse und belohnten die Einsatzkräfte nach der erfolgreichen Rettung mit viel Applaus.

Auch der Sonntag stand ganz im Zeichen der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft. Nach einer Kinderkirche sorgte die Blaskapelle Ovenhausen beim Frühschoppen für musikalische Unterhaltung. Die Jugendfeuerwehr demonstrierte bei einer eigenen Einsatzübung ihr Können und zeigte, dass der Nachwuchs bereits mit viel Engagement bei der Sache ist. Vor allem für die jüngsten Besucher gab es mit der Feuerwehrhüpfburg, zahlreichen Mitmachaktionen und einer Kinderolympiade ein abwechslungsreiches Programm. Zum Abschluss des offiziellen Festaktes überreichten Landrat Michael Stickeln, Bürgermeister Daniel Hartmann und Kreisbrandmeister Stefan Nostitz der Löschgruppe Erinnerungsurkunden und gratulierten zum Jubiläum sowie zur gelungenen Fertigstellung des Gerätehauses.

Fotos / Video: Thomas Kube


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Moringen-Hardegsen-Uslar

Uslar (red). Wenn der Herbst Einzug hält, beginnt die Zeit der Kartoffelernte. Dann sind die Landwirte in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wieder auf ihren Feldern unterwegs, um die beliebten Knollen aus der Erde zu holen. Einst war eine reiche Kartoffelernte für viele Familien überlebenswichtig und sicherte die Versorgung für die kalte Jahreszeit. Die Stadt Uslar erinnert mit dem traditionellen Pekermarkt an diese besondere Bedeutung der Kartoffel. Am Sonntag, 13. September, lädt Uslar von 11 bis 18 Uhr zum beliebten Fest ein, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gefeiert wird.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Innenstadt verwandelt sich an diesem Tag in eine lebendige Festmeile. Rund 100 Händler haben ihr Kommen angekündigt und präsentieren ein buntes Angebot aus Kunsthandwerk, regionalen Produkten und Dienstleistungen. Lokale Akteure zeigen, was die Region zu bieten hat.

Für Kinder gibt es im Forstgarten zahlreiche Mitmachangebote. Eine mobile Kletterwand sorgt für Abenteuerlust bei den älteren Kindern und der Young Corner bietet Kinderschminken sowie spezielle Angebote für Jugendliche und jüngere Besucherinnen und Besucher. Bei den Schattenspringern klettern die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung.

Musik auf zwei Bühnen

Das musikalische Programm verteilt sich auf zwei Bühnen, die sich am Alten Rathaus und in der „Kurzen Straße“ befinden. Die Solling-Blaskapelle Schönhagen, das Solling Swing Orchestra, die Young Sprouts, Alex im Westerland (Die Ärzte und Toten Hosen Tribute), Miss Who, Flo und Tommi sowie Dan und Ron sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Traditionelles Pekeressen und Fassbieranstich

Um 11.15 Uhr wird das Fest offiziell mit dem Fassbieranstich der Brauerei Bergbräu durch Bürgermeister Torsten Bauer eröffnet. Redner Bode begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um das gesamte Programm.

Ein kulinarisches Highlight ist das Pekeressen. Dabei handelt es sich um ein Kartoffelgericht, das mit gewürztem Mett, Zwiebeln und Gurken serviert wird. Früher wurden die Kartoffeln an den Ofen geklebt, was im Plattdeutschen „peken“ heißt. Heute sorgt ein spezielles Garverfahren für den typischen Geschmack. Neben dem klassischen Pekeressen gibt es weitere Kartoffelspezialitäten zu entdecken.

Verkaufsoffener Sonntag und Maskottchen Onkel Pelle

Auch die Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Onkel Pelle, das Maskottchen der Stadt, ist ebenfalls auf dem Pekermarkt unterwegs.

Weitere Informationen sind bei der Stadt Uslar unter www.uslar.de und unter Telefon 05571/307-108 (Leah Bunke) erhältlich.

Foto: Touristik-Information Uslar/L. Bunke

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