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Höxter-Beverungen

Beverungen-Jakobsberg (red). Ein Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Lastkraftwagens hat am Dienstagvormittag auf der Landesstraße 838 zwischen Beverungen und Jakobsberg einen Rettungseinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Zusammenstoß gegen 10.35 Uhr in einer markanten 180-Grad-Kurve der Strecke. Ein 19 Jahre alter Fahrer war mit einem Fiat-Lieferwagen in Richtung Beverungen unterwegs, als sein Fahrzeug aus bislang ungeklärten Gründen in den Gegenverkehr geriet. Dort kam ihm ein mit Holz beladener Lastwagen entgegen. Trotz eines Ausweichversuchs konnte der Lkw-Fahrer die Kollision nicht mehr verhindern, sodass beide Fahrzeuge frontal zusammenstießen.

Fahrer werden verletzt

Der junge Fahrer des Transporters erlitt bei dem heftigen Aufprall schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der 46-jährige Fahrer des Lastwagens zog sich nach ersten Erkenntnissen leichtere Verletzungen zu und musste ebenfalls medizinisch versorgt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

Hoher Sachschaden und Vollsperrung

An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Der Fiat-Lieferwagen wurde durch den Aufprall vollständig zerstört und erlitt einen wirtschaftlichen Totalschaden. Auch der Lastwagen wurde beschädigt und war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Für die Bergung der Fahrzeuge sowie die Unfallaufnahme musste die Landesstraße im betroffenen Abschnitt vollständig gesperrt werden. Die Sperrung dauerte bis in die Mittagsstunden an, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kam.

Feuerwehr beseitigt Ölspur

Neben mehreren Streifenwagen der Polizei waren auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Beverungen vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern. Die Feuerwehr übernahm neben der Sicherung der Einsatzstelle auch die Sicherstellung des Brandschutzes und kümmerte sich um auslaufende Betriebsstoffe, die nach dem Zusammenstoß auf die Fahrbahn gelangt waren. Besonders problematisch war ausgelaufenes Öl im Bereich der engen Kurve. Dadurch entstand eine erhebliche Rutschgefahr, die vor allem für Motorradfahrer ein erhöhtes Unfallrisiko darstellt. Um Verkehrsteilnehmer rechtzeitig zu warnen, wurden seitens der Feuerwehr entsprechende Ölwarnschilder aufgestellt. Erst nach einer gründlichen Reinigung der Fahrbahn konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Foto: red


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Eschershausen-Stadtoldendorf

Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.

Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.

Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.

Die Öffentlichkeit zeigte großes Interesse an der Ratssitzung

Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt

Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.

Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.

Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht

Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.

Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.

Friedhelm Bandke (2. v. l.) bleibt Bürgermeister von Eschershausen

Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers

Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.

Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.

Fotos: awin

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