Pferd in Dringenberg mit scharfem Gegenstand verletzt – Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen
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Bad Driburg-Brakel
Bad Driburg-Dringenberg (red). Am Mittwoch, 5. August, ist in Bad Driburg-Dringenberg erneut ein Pferd verletzt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Der Pferdehalter entdeckte sein verletztes Tier am Donnerstagmorgen auf einer Koppel am Buchholz. Nach bisherigen Erkenntnissen verletzte ein bislang unbekannter Täter oder mehrere Täter das Pferd zwischen 22 und 23 Uhr mit einem scharfen Gegenstand an einem Hinterbein.
Tier wird in Tierklinik behandelt
Der Halter brachte das Tier anschließend in eine Tierklinik, wo es medizinisch behandelt wird. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Tiere möglicherweise durch Futter angelockt werden. Die Polizei bittet daher alle, die Pferde halten, um erhöhte Aufmerksamkeit und darum, verdächtige Beobachtungen unmittelbar zu melden. Der Pferdehalter zeigte den Vorfall am Montag, 10. August, bei der Polizei an.
Mittlerweile fünfter bekannter Fall im Kreis Höxter
Damit handelt es sich mittlerweile um den fünften bekannt gewordenen Fall im Kreis Höxter, bei dem ein Pferd verletzt wurde. Bereits im Juni gab es entsprechende Vorfälle in Marienmünster-Papenhöfen und Altenbergen. Bei einem der Tiere waren die Verletzungen so schwer, dass es erlöst werden musste. Am ersten Augustwochenende wurde zudem ein verletztes Pferd auf einer Koppel in Höxter-Bödexen entdeckt. Auch im benachbarten Kreis Lippe kam es in Lügde zu einem Fall, bei dem Unbekannte ein Pferd massiv verletzten.
Kommissariate stehen im Austausch
Die zuständigen Kommissariate der Kreispolizeibehörde Höxter und der Polizei Lippe stehen zu den Fällen im Austausch. Ob zwischen den einzelnen Taten ein Zusammenhang besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Ermittler sind auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.
Polizei bittet um sachdienliche Hinweise
Wer im Bereich des Buchholzes in Dringenberg im Zeitraum zwischen 22 und 23 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder sonstige sachdienliche Hinweise zum aktuellen Fall geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 05271/962-0 bei der Polizei Höxter zu melden. Die Polizei bittet ausdrücklich um sachdienliche Hinweise zum Geschehen und nicht um Spekulationen oder eigene Ermittlungen.
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Nicht sichtbare Gefahr bei Niedrigwasser: DLRG Holzminden warnt vor dem Betreten und Durchqueren der Weser
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Holzminden
Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.
Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.
Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko
„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.
„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.
Ausgespülte Bereiche werden sichtbar
Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.
Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.
„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.
Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.
Durchquerungen können schnell gefährlich werden
„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.
DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig
Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.
„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.
Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.
Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen
Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.
„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.
Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.
Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.
Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.
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