Zwei etablierte berufsbildende Schulen bündeln ihre Kräfte und fusionieren
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Hameln News
Hameln (red). Der Landkreis Hameln-Pyrmont stellt im Rahmen seiner Schulentwicklungsplanung die Weichen für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der berufsbildenden Schulen. Zwei etablierte Bildungseinrichtungen bündeln ihre Kräfte und fusionieren zur Rüdiger-Butte-Schule (RBS).
Ziel der Fusion ist es, Ressourcen zu bündeln, Synergien zu nutzen und jungen Menschen attraktive sowie zukunftsorientierte Bildungsangebote zu machen. In der neuen Rüdiger-Butte-Schule verschmelzen die seit 1803 bestehende berufsbildende Eugen-Reintjes-Schule für Technik und Gestaltung und die seit 1845 bestehende kaufmännische Ausbildungsstätte – die ehemalige Handelslehranstalt – zu einem leistungsfähigen Bildungsstandort mit zwei Standorten.
Zwei Standorte unter einem Namen
Ein besonderes Merkmal der neuen Rüdiger-Butte-Schule ist ihr starkes Netzwerk mit mehr als 250 Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben. Von kleinen Handwerksbetrieben über mittelständische Unternehmen bis hin zu international tätigen Großunternehmen eröffnet die Schule ihren Schülerinnen und Schülern vielfältige Einblicke in die Arbeitswelt und gute Chancen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben.
Neben dem bekannten Standort der Rüdiger-Butte-Schule in der Hamelner Mühlenstraße trägt auch die bisherige Eugen-Reintjes-Schule in der „Breslauer Allee 1“ in Hameln ab 1. August 2026 den Namen Rüdiger-Butte-Schule mit dem Zusatz „auf dem Eugen-Reintjes-Campus“.
Bildungstradition bleibt erhalten
Mit einer Gesamtleitung, einem Kollegium, einer gemeinsamen Konzeption und einem einheitlichen medialen Auftritt stellt sich die Rüdiger-Butte-Schule künftig leistungsstark, innovativ und flexibel den sich wandelnden Herausforderungen und Anforderungen mit einem breiten Bildungsangebot.
Namensgeber des Bildungsstandorts sind zwei Persönlichkeiten, die Hameln und die Region nachhaltig geprägt haben. Rüdiger Butte war von 2005 bis 2013 Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont und setzte sich bis zu seinem tragischen Tod mit großer Überzeugung für Bildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte ein.
Der Name Eugen Reintjes bleibt im Campusnamen erhalten und würdigt weiterhin die technische Tradition der Schule sowie das Wirken des Hamelner Unternehmers und Stifters.
Zukunftsfähige Berufsbildung
Die Eugen-Reintjes-Schule wurde 1803 als Sonntagsschule für Handwerkslehrlinge gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer modernen berufsbildenden Schule für Technik und Gestaltung. Der Neubau an der „Breslauer Allee 1“ wurde 1982 bezogen. Seit 1999 trug die Schule offiziell den Namen des Hamelner Unternehmers und Stifters Eugen Reintjes.
Der neue Bildungsstandort profiliert sich mit jahrzehntelanger Kompetenz in der beruflichen Ausbildung sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in den Bereichen Technik und Gestaltung.
Der Landkreis Hameln-Pyrmont als Schulträger ist überzeugt, mit dem Zusammenschluss zukunftsorientierte und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen, die es der Rüdiger-Butte-Schule künftig ermöglichen, schnell und professionell auf neue Anforderungen zu reagieren. Dazu zählen veränderte Ausbildungsberufe, neue technische Standards sowie gesellschaftliche Entwicklungen.
Schülerinnen und Schüler erhalten damit künftig ein breites Angebot beruflicher Bildung, das unterschiedliche Interessen, Fähigkeiten und Bildungswege berücksichtigt.
Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont
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Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft
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Politische Werbung – Landkreis Holzminden.
„Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft“, sagt unser FDP-Europaabgeordneter Jan-Christoph Oetjen.
Wir Liberale stehen dafür, dass die Schulbeschlüsse jetzt auch umgesetzt werden. Durch die Investitionen in die Schulen in Holzminden, Delligsen, Bodenwerder und den Neubau der „Schule am Vogler“ in Eschershausen schaffen wir hervorragende Bildungseinrichtungen für einen familienfreundlichen Landkreis.
Dafür bitten wir um ihre Stimmen am 13. September.
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Auftraggeber und finanziert durch: FDP Kreisverband Holzminden. Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Hermann Grupe, Vorsitzender
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Neues Tierheim in Holzminden eröffnet: Mehr Platz und bessere Bedingungen für die Tiere
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Höxter-Beverungen
Holzminden (awin). 15 Monate wurde gebaut, geplant, nachgebessert und immer wieder angepackt – der eigentliche Umzug war dann nach kaum eineinhalb Stunden geschafft. Seit dem 29. August leben die ersten Tiere im neuen Tierheim des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter am Allernbusch. Damit endet für den Verein eine lange Bauphase, die nicht immer nach Plan verlief.
Der Transport vom bisherigen Standort am „Ziegeleiweg“ verlief laut Tierheimleiter Julian Kusak ganz entspannt. Tierärzte begleiteten den Umzug. Inzwischen haben vier Hunde und 66 Katzen ihr neues Zuhause auf Zeit bezogen. Und sie treffen dort auf Bedingungen, die mit denen des bisherigen Tierheims kaum noch vergleichbar sind.
Mehr Platz und neue Möglichkeiten für die Tiere
Allein das Hundehaus umfasst rund 400 Quadratmeter. Insgesamt stehen 17 Zwinger zur Verfügung, vier davon als Quarantänebereiche. Die 13 regulären Zwinger verfügen über angeschlossene Ausläufe. Zudem ist am neuen Standort eine artgerechte Gruppenhaltung möglich.
Für die Katzen wurden auf rund 250 Quadratmetern unter anderem Vermittlungsräume mit Außengehegen geschaffen. Insgesamt ist der Bereich für etwa 80 bis 90 Katzen ausgelegt. Neu ist außerdem eine eigene Katzenquarantäne, die es am alten Standort nicht gab.
„Wir haben einen der höchsten Standards gebaut, die man aktuell bauen kann. Allein der Hygienestandard ist um ein Vielfaches höher im Vergleich zum alten Tierheim“, betont Jens-Uwe Müller, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Holzminden-Höxter.
Erstrahlen auf dem Gelände im neuen Glanz: Das Hundehaus (l.) und das Katzenhaus (r.)
Auch technisch auf einem neuen Stand
Zum Konzept gehören unter anderem säure- und urinbeständige Oberflächen, die Reinigung und Hygiene erleichtern sollen. Zwei Wärmepumpen versorgen Hunde- und Katzenhaus, hinzu kommen eine Fußbodenheizung und eine 40-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ein Brunnen dient der Wasserversorgung, zusätzlich steht ein Frischwasserreservoir zur Absicherung bereit.
Von den Veränderungen profitieren jedoch nicht nur die Tiere. „Besonders freut es mich für unsere Mitarbeiter, dass wir ihnen einen vernünftigen Arbeitsplatz schaffen konnten“, sagt Müller. Im ehemaligen Wohnhaus stehen dem Team nun unter anderem Aufenthaltsräume, Umkleidemöglichkeiten, Bad und Küche zur Verfügung.
Der neue Aufenthaltsraum soll zugleich eine Begegnungsstätte für die mehr als 220 Vereinsmitglieder werden. Damit verbindet der Tierschutzverein auch die Hoffnung, weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Arbeit im Tierheim zu gewinnen.
Der geplante Umzug im Juni musste warten
Eigentlich sollten Tiere und Beschäftigte bereits im Juni an den Allernbusch wechseln. Weil die vorgesehenen Hundeausläufe zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt waren, wurde der Umzug in Abstimmung mit dem Veterinäramt verschoben. Der Verein entschied sich, zunächst nachzurüsten, damit die Anlage anschließend ohne Mängel abgenommen werden konnte.
Für die zusätzlichen Arbeiten an den Hundeausläufen wurden noch einmal rund 30.000 Euro benötigt. Die Förderung stellte der Deutsche Tierschutzbund e. V. bereit. Auf die Situation aufmerksam geworden war der Verband auf Initiative der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte.
1,5 Millionen Euro für den neuen Standort
Insgesamt kostete das neue Tierheim rund 1,5 Millionen Euro. Die Summe brachte der Verein unter anderem über Förderanträge und Spendensammlungen auf. Hinzu kamen Sachspenden und Arbeitsleistungen von Unternehmen und Handwerksbetrieben aus der Region. Auch die Photovoltaikanlage wurde dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Auch personell musste der Verein während der Bauphase einen unerwarteten Umbruch bewältigen. Nachdem der damalige Tierheimleiter und seine Stellvertreterin am selben Tag gekündigt hatten, wurden innerhalb kurzer Zeit Julian Kusak als neuer Leiter und Jana Pruhs als stellvertretende Tierheimleiterin gewonnen. Kusak bringt langjährige Erfahrung als Tierpfleger und Gehegeleiter mit, Pruhs Erfahrungen aus Tierarztpraxen und der Arbeit in einem Tierheim.
Julian Kusak wird als "Glücksgriff" für das Tierheim Holzminden bezeichnet
Nach 15 Monaten ist der Kraftakt geschafft
Mit dem Einzug endet für den Tierschutzverein damit eine intensive Zeit. Verzögerungen, zusätzliche Arbeiten und der Personalwechsel mussten parallel zum laufenden Tierheimbetrieb bewältigt werden. Für Jens-Uwe Müller hat sich der Aufwand aber auf allen Ebenen gelohnt – schließlich gilt es einen hohen Maßstab zu erfüllen: „Wir wollen für den Landkreis ein gutes Tierheim sein.“
Damit sich die Tiere zunächst in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen können, bleibt das Tierheim in dieser Woche noch für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Für spätere Tiervermittlungen bittet das Team grundsätzlich um eine vorherige telefonische Anmeldung. So könnten Termine besser mit dem laufenden Tagesgeschäft abgestimmt und ausreichend Zeit für die jeweiligen Tiere und Interessierten eingeplant werden. Die aktuellen Öffnungszeiten und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Tierheims Holzminden zu finden.
Die aktuell jüngsten Bewohner des neuen Tierheims: Katzen-Babys, die erst wenige Wochen alt sind.
Fotos: awin
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