„Tag des offenen Denkmals“ zeigt Jugendstilschätze hinter historischer Fassade in Hameln
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Hameln NewsHinter einer historischen Fassade in Hamelns „Bäckerstraße“ verbergen sich Jugendstilschätze, die am „Tag des offenen Denkmals“ zu entdecken sind.
Hameln (red). Täglich laufen zahlreiche Menschen am Haus Nummer 48 in der „Bäckerstraße“ vorbei, doch nur wenige kennen die Geschichte hinter der Fassade. Wo heute gewohnt und gearbeitet wird, verbergen sich Jugendstil-Fliesen, farbige Bleiglasfenster und viele weitere Details aus der Zeit um 1900. Am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September, öffnet das Gebäude seine Türen und gewährt Einblicke, die sonst so nicht möglich sind.
Zahlreiche Elemente aus der Bauzeit erhalten
Das denkmalgeschützte Gebäude entstand um 1906 durch den Umbau eines älteren Vorgängerbaus und vereint in seiner aufwendig gestalteten Fassade Elemente des Historismus und des Jugendstils. Spannend wird es jedoch vor allem im Inneren: Dort haben sich zahlreiche Ausstattungselemente aus der Bauzeit erhalten.
Besucherinnen und Besucher können unter anderem florale Jugendstil-Wandfliesen, einen Terrazzoboden im Eingangsflur, farbige Bleiglasfenster sowie den kunstvoll gestalteten Holzinnenausbau des Treppenhauses entdecken. Auch ein Oberlicht im Dachbereich und die außergewöhnlichen ovalen Deckenleuchten mit aufgefädelten Glasperlen zeugen vom gestalterischen Anspruch der damaligen Zeit.
Führungen geben Einblicke in Sanierung
Im Rahmen von Führungen erhalten Gäste zudem Einblicke in die Baugeschichte des Hauses sowie in die aktuelle energetische und denkmalgerechte Sanierung. Dabei wird erläutert, wie historische Bausubstanz erhalten und zugleich moderne Anforderungen an Energieeffizienz und Gebäudetechnik umgesetzt werden können.
Die Führungen finden um 11, 12, 13 und 14 Uhr statt, dauern jeweils rund 45 Minuten und sind nicht barrierefrei. Da die Besichtigungen in Kleingruppen erfolgen, sind Wartezeiten möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt für die Führungen ist der Hauseingang.
Auch Hamelner Museum beteiligt sich
Auch das Hamelner Museum nimmt am „Tag des offenen Denkmals“ teil. Während der Öffnungszeiten kann das Gebäude eigenständig besichtigt werden. Zudem finden drei kostenlose Führungen zur Stadtgeschichte Hamelns, zur Sonderausstellung „Uli Stein. Viel Spaß im Museum“ und zur Haus- und Bewohnergeschichte statt.
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Herzblut, Präzision und Teamgeist beim Landesentscheid 2026: Bodenwerder wird zum Zentrum der Feuerwehrwelt
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Bodenwerder-Polle
Bodenwerder (awin). Die Feuerwehr Schoholtensen/Altenhagen ist Landesmeister 2026. Beim 18. Landesentscheid der niedersächsischen Feuerwehren setzte sich die Einheit am Sonntag, 6. September, in Bodenwerder gegen 39 weitere Gruppen durch. Platz zwei belegte die Feuerwehr Kalbe, Rang drei ging an die Feuerwehr Klein Meckelsen.
Rund 3000 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Wettbewerb auf dem Gelände der Saint-Gobain Rigips GmbH. Ab 8 Uhr traten dort die 40 besten Feuerwehreinheiten Niedersachsens gegeneinander an.
Fünf Prüfungen entscheiden über den Titel
Die Gruppen hatten sich zuvor über Leistungsvergleiche auf Gemeinde-, Kreis- und Regionalebene für den Landesentscheid qualifiziert. In Bodenwerder mussten sie fünf Module absolvieren: einen Löschangriff, das Kuppeln einer Saugleitung, eine Fahrübung, eine Belastungsübung unter Atemschutz und eine Funkübung über Digitalfunk.
Insgesamt waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund eineinhalb Stunden mit den Prüfungen beschäftigt. Gefragt waren Schnelligkeit, Präzision, Kondition und Teamarbeit. Die Aufgaben orientieren sich am Feuerwehralltag und sollen zugleich den Ausbildungs- und Übungsdienst unterstützen.
Ein Jahr Planung für den Landesentscheid
Hinter der Veranstaltung stand ein erheblicher organisatorischer Aufwand. Rund ein Jahr liefen die Planungen für den Landesentscheid. Am Veranstaltungswochenende waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus Bodenwerder, Linse, Rühle und Heinsen mit der Organisation beschäftigt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der Ortsfeuerwehr Bodenwerder gemeinsam mit der Münchhausenstadt Bodenwerder.
Regierungsbrandmeister Dascho Wehner hatte sich nach eigenen Angaben auf Landesebene persönlich dafür eingesetzt, den Landesentscheid nach Bodenwerder und damit in den Zuständigkeitsbereich Weser zu holen. Das damit verbundene Vertrauen in die Ortsfeuerwehr Bodenwerder und die Verantwortlichen vor Ort sei mehr als gerechtfertigt gewesen. „Dieses Vertrauen wurde nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen“, bilanzierte Wehner nach der Veranstaltung.
Viel Herzblut hinter den Kulissen
Besonders beeindruckt habe ihn, mit wie viel Herzblut, Zusammenhalt und persönlichem Einsatz der Landesentscheid vorbereitet und durchgeführt worden sei. Viele Beteiligte hätten über Monate zahlreiche Stunden investiert, Verantwortung übernommen und angepackt, erklärte der Regierungsbrandmeister.
Auch abseits der Wettbewerbsflächen wurde den Besucherinnen und Besuchern ein Programm geboten. Dazu gehörten moderne und historische Feuerwehrfahrzeuge, Feuerwehrtechnik sowie Angebote für Familien. Bereits am Samstagabend hatte eine Open-Air-Party im Rathauspark unter dem Motto „Baron on Fire“ den Auftakt des Wochenendes gebildet.
Bodenwerder im Mittelpunkt der Feuerwehrwelt
Mit dem Landesentscheid wurde Bodenwerder für ein Wochenende zum Treffpunkt der niedersächsischen Feuerwehrwelt. Für die 40 teilnehmenden Gruppen ging es um den Landestitel – und zugleich darum zu zeigen, was hinter sicheren Abläufen im Einsatz steckt: Ausbildung, regelmäßiges Training und viel persönlicher Einsatz.
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Fotos: awin, Feuerwehr
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