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Hameln News

Hameln (red). Mit der „Weser-Oase Hameln“ möchte SPD-Oberbürgermeisterkandidat Steffen Knippertz einen neuen öffentlichen Freizeit-, Kultur- und Landschaftsraum am Hafenbecken auf dem Gelände der ehemaligen Wesermühlen entwickeln. Es solle ein Ort entstehen, der Menschen zusammenbringe und allen offenstehe – unabhängig vom Einkommen, Alter oder individuellen Voraussetzungen.

„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung brauchen wir Orte der Begegnung. Lebensqualität darf keine Frage des Geldbeutels sein. Die Weser-Oase soll ein Ort für alle Generationen werden, an dem Menschen zusammenkommen und gemeinsam ihre Stadt erleben können“, erklärt Knippertz.

Spiel, Sport, Kultur und Grünflächen vorgesehen

Das Konzept verbinde nach Angaben des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Erholung, Bewegung, Kultur und Gemeinschaft. Vorgesehen seien kostenfrei nutzbare Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote sowie Treffpunkte für Jugendliche und Erwachsene, Aufenthaltsbereiche für Seniorinnen und Senioren sowie großzügige Grünflächen. Beachsport und eine Beachbar sollen das Angebot ergänzen. Eine Veranstaltungsfläche solle zudem Raum für Konzerte, Festivals sowie Kultur- und Vereinsveranstaltungen schaffen.

Barrierefreiheit sei dabei ein Grundprinzip. Wege, Zugänge sowie die Spiel-, Sport- und Aufenthaltsangebote sollen von Beginn an so geplant werden, dass sie für möglichst viele Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen nutzbar seien.

Entwicklung soll schrittweise erfolgen

Die Entwicklung solle schrittweise und modular erfolgen. Naturschutz, Hochwasser- und Lärmschutz, möglicher Starkregen, die Bodenverhältnisse sowie die vorgesehene Trasse der Südumgehung seien dabei zu berücksichtigen.

Für eine erste substanzielle Ausbaustufe würden derzeit etwa 8 bis 15 Millionen Euro, für eine umfassendere Entwicklung etwa 15 bis 30 Millionen Euro als erste Orientierungswerte angenommen. Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU sollen nach den Vorstellungen von Knippertz konsequent geprüft und genutzt werden.

Bürgerinnen und Bürger sollen beteiligt werden

Bevor die konkrete Planung aufgenommen werde, sollen Kinder und Jugendliche, Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Beeinträchtigungen, Vereine aus Sport und Kultur, Wirtschaft und Anlieger beteiligt werden.

„Das Konzept gibt eine klare Richtung vor. Aber die Weser-Oase soll gemeinsam mit den Menschen entwickelt werden, die sie später nutzen werden. Das ist für mich moderne Stadtentwicklung“, so Knippertz.

Werner kritisiert derzeitige Verwaltungsspitze

Alexander Werner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hameln, sieht darin einen deutlichen Quantensprung zum derzeitigen politischen Stil der Hamelner Verwaltungsspitze: „Die Menschen in Hameln haben in den vergangenen Jahren viele Ankündigungen gehört. Entscheidend ist, was am Ende bisher daraus gemacht worden ist. Nach zwölf Jahren im Amt als Oberbürgermeister reicht es nicht aus, im Wahlkampf nebulös zu erklären, was man in den nächsten acht Jahren machen möchte. Jetzt geht es darum, konkrete Ideen vorzulegen und einen Weg zu zeigen, wie daraus Realität werden kann. Genau das macht Steffen Knippertz mit der Weser-Oase. Der Unterschied ist klar: ankündigen oder anpacken, verwalten oder gestalten.“

Knippertz abschließend: „Ich möchte eine Stadt für alle. Eine Stadt, in der wir Orte schaffen, die Menschen zusammenbringen – zum Spielen und Sporttreiben, zum Erholen und Feiern, für Kultur und Vereine und vor allem für Begegnung. Die Weser-Oase soll ein solcher Ort werden. Am Wasser. Mit Zukunft.“

Foto: Knippertz


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Landkreis Northeim

Einbeck (red). Eine Weltreise ist für die meisten Menschen ein einmaliges Erlebnis. Für Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz wurde sie außerdem zu einer Geschichte über Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen. Ein Jahr lang bereisten die beiden als interabled Duo „Hurdle the World“ 16 Länder auf sechs Kontinenten. Aus ihren Erfahrungen entstanden das Buch „Die Reise unseres Lebens“, eine große Community in den sozialen Medien sowie Vorträge, mit denen sie inzwischen deutschlandweit unterwegs sind. Am Freitag, 21. August, kommen sie auf Einladung von Pro Inklusion Northeim e. V. nach Einbeck.

Weltreise als interabled Duo

Alexander und Lovis kennen sich seit vielen Jahren. Alexander lebt mit der angeborenen Muskel- und Gelenkerkrankung Arthrogryposis multiplex congenita (AMC), Lovis mit ADHS. Gemeinsam planten sie ihre Reise rund um den Globus und stellten sich dabei immer wieder neuen Situationen: nicht barrierefreie Verkehrsmittel, spontane Planänderungen und ungewohnte Wege, aber auch große Hilfsbereitschaft sowie Begegnungen mit Menschen, die ihre Reise auf ganz unterschiedliche Weise bereicherten.

Ihre Erfahrungen haben sie in ihrem Buch „Die Reise unseres Lebens“ veröffentlicht und teilen diese in Lesungen und Vorträgen. Mit ihrer sympathischen Art konnten sie unter anderem bereits auf der Leipziger Buchmesse und in der NDR-Sendung „DAS! – Das Rote Sofa“ das Publikum begeistern.

Vortrag im PS.SPEICHER

Unter dem Titel „Von der Welt lernen. Vor Ort gestalten. – Impulse für gelingende Inklusion vor Ort“ kommen Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz nun in den Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs/FREIgeist in Einbeck. Dort berichten sie von Erlebnissen, die nicht in jedem Reiseführer stehen: von Momenten, in denen Improvisation gefragt war, von Begegnungen, die in Erinnerung geblieben sind, und von einer Freundschaft, die auf Reisen immer wieder auf die Probe gestellt wurde.

Gleichzeitig geben sie Einblicke in ihren Alltag als interabled Duo und sprechen darüber, wie Barrieren Reisen beeinflussen können – und welche Rolle Offenheit, gegenseitige Unterstützung und kreative Lösungen dabei spielen.

Abschluss eines Projekts

Für Pro Inklusion Northeim e. V. ist die Veranstaltung mehr als ein Reisevortrag. Sie bildet den Abschluss des fünfjährigen Projekts „Netzwerk Inklusion und Teilhabe in Freizeit, Sport und Kultur“ und fällt in das zehnjährige Bestehen des Vereins.

„Mit Alexander und Lovis haben wir Gäste eingeladen, die auf authentische Weise zeigen, dass Inklusion nicht bei theoretischen Diskussionen beginnt, sondern im gemeinsamen Erleben“, erklärt der Verein. „Wir möchten den Abend nutzen, um Menschen zusammenzubringen und neue Perspektiven für ein inklusives Miteinander in unserer Region zu eröffnen.“

Kostenfreie Teilnahme nach Anmeldung

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 21. August 2026, um 17:30 Uhr im Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs in Einbeck. Im Anschluss an Vortrag und Lesung lädt Pro Inklusion Northeim e. V. bei Live-Musik und einem kleinen Imbiss zum Austausch ein.

Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 14. August 2026 telefonisch unter 05551 9103995, per E-Mail an info@proinklusion-northeim.de oder online unter https://eveeno.com/proinklusion möglich. Unterstützungsbedarfe können bei der Anmeldung angegeben werden. Gebärdensprachdolmetschende begleiten die Veranstaltung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit NORTkultur und der BBS Einbeck statt. Ermöglicht wird sie durch die Förderung der Bürgerstiftung Einbeck, Aktion Mensch und der AKB Stiftung.

Foto: Hurdle The World 

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