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Northeim

Northeim (red). Mit 78 Kindern, zwölf Betreuerinnen und Betreuern sowie zahlreichen Eltern machte sich der Northeimer HC auf den Weg zum Beachhandballturnier nach Cuxhaven. Schon am Donnerstag startete ein Teil des Teams Richtung Nordsee, um das Zeltlager aufzubauen und alles vorzubereiten. So konnten die Kinder am Freitagabend mit einem großen Bus und drei Kleinbussen anreisen und direkt ihr neues Zuhause für das Wochenende beziehen. Der Verein bedankt sich bei Sponsor Schnitger für die Bereitstellung eines Kleinbusses.

Verpflegung für das Wochenende

Für den Auftakt war ebenfalls gesorgt: Dank der Unterstützung von Harzländer gab es am Freitagabend Bratwürste im Brötchen für alle. Auch für die Verpflegung an den Turniertagen war gesorgt. Der Fruchthof unterstützte den NHC mit frischem Obst für den kleinen Energieschub zwischendurch. Zudem wurde bei Edeka Schnabel im Vorfeld ein Großeinkauf mit Müsliriegeln und allen Zutaten für das zweite Abendbrot gemacht.

Acht Mannschaften gehen an den Start

Am Samstag begann das eigentliche Turnier, bei dem der NHC mit acht Mannschaften von der E- bis zur C-Jugend an den Start ging. Die Teams hatten sich für das Turnier besondere Namen überlegt. So nahmen die NHC Tempo-Tiger 1 und 2, die sportlichen Flamingos, die NOMacabana-Boys 1 und 2, die NHC Beach-Panthers 1 und 2 sowie die NHC Beach-Girls teil.

Die ersten Spiele verliefen noch etwas schleppend, denn viele Spielerinnen und Spieler mussten sich zunächst an den ungewohnten Untergrund gewöhnen. Handball im Sand stellt andere Anforderungen als das Spiel in der Halle. Doch schnell war zu erkennen, dass die Kinder mit großer Freude, viel Ehrgeiz und Teamgeist bei der Sache waren.

Wechselhaftes Wetter und große Unterstützung

Auch das Wetter zeigte sich typisch norddeutsch: Regen, Wind und Sonnenschein wechselten sich ab. Besonders die Trainerinnen und Trainer mussten aufpassen, denn zwischen den Wolken bestand immer wieder die Gefahr eines Sonnenbrandes. Trotz der wechselhaften Bedingungen zeigten die NHC-Teams bereits am Samstag starke Leistungen und absolvierten zahlreiche Spiele.

Besonders deutlich zeigte sich nach Angaben des Vereins der Zusammenhalt über alle Mannschaften hinweg. Egal, welches Team gerade auf dem Feld stand, die Unterstützung von außen war groß. Beim ersten Spiel der E-Jugend auf dem Centercourt versammelten sich nahezu alle anderen NHC-Teams am Spielfeldrand und sorgten für lautstarke Unterstützung. Dieser Zusammenhalt zog sich durch das gesamte Wochenende.

Watt, Pommes und „Cuxhaven-Döner“

Die Zeit in Cuxhaven bestand jedoch nicht nur aus Handball. Zwischen den Spielen wurde das Watt erkundet, die Umgebung entdeckt und die eine oder andere Portion Pommes oder ein Crêpe gegessen. Am Abend wartete dann der neu erfundene „Cuxhaven-Döner“ direkt am Zeltlager. Danach kehrte schnell Ruhe ein. Die frische Nordseeluft, die vielen Eindrücke und die sportlichen Herausforderungen hatten bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Spuren hinterlassen.

Am Sonntag ging es ausgeruht in die Finalspiele. Noch einmal gaben die Teams alles und kämpften um jeden Ball. Währenddessen liefen im Hintergrund bereits die ersten Abbauarbeiten. Der Verein bedankt sich besonders bei den zahlreichen Eltern, die beim Abbau des Zeltlagers unterstützten.

Shoot-Outs und Tricks im Sand

Mit viel Einsatz, Spinshots und Kempa-Tricks, spannenden Shoot-Outs und einigen Siegen der Northeimer Mannschaften ging das Turnierwochenende zu Ende. Nach Einschätzung des Vereins fanden die Kinder dabei Gefallen am Beachhandball.

Um 15 Uhr trat die NHC-Reisegruppe schließlich die Heimfahrt im großen Bus an. Für die Kinder gab es Lunchpakete für unterwegs. Im Gegensatz zur Hinfahrt blieb es diesmal jedoch deutlich ruhiger. Die vielen Erlebnisse und Anstrengungen hatten ihre Wirkung gezeigt.

NHC zieht positives Fazit

Für den Northeimer HC bleibt nach eigenen Angaben die Erinnerung an ein Wochenende voller Handball, Gemeinschaft und zahlreicher Erlebnisse. Der Verein wertet die Fahrt nach Cuxhaven als gelungen und hofft auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.

Foto: NHC


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Holzminden (awin). Zehn Jahre mussten die Menschen in Holzminden auf diese Gelegenheit warten: Zum 70-jährigen Bestehen der Garnison öffnet die Bundeswehr am Samstag, 26. September, erstmals seit einem Jahrzehnt wieder ihre Türen für die Bevölkerung. Gemeinsam mit den ersten Modellbautagen am Samstag und Sonntag, 26. und 27. September, sowie dem erstmals öffentlich zugänglichen Herbstfeuer entsteht daraus ein ganzes Veranstaltungswochenende. Oberstleutnant Sebastian Janus bringt die Dimension auf den Punkt: „Das Event wird Champions League in Sachen Größenordnung.“

Erster Tag der offenen Tür seit zehn Jahren

Auf dem Wasserübungsplatz Holzminden läuft der Tag der offenen Tür am Samstag von 9 bis 18 Uhr. Parallel dazu beginnen in der Pionierkaserne am Solling die ersten Modellbautage, die am Samstag ebenfalls von 9 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 16 Uhr geöffnet sind.

Für Bataillonskommandeur Sebastian Busenthür besitzt das Wochenende eine besondere Bedeutung. „70 Jahre Garnison – das ist ein Meilenstein für den Standort und die Stadt.“ Die Bundeswehr ist seit Jahrzehnten fest in Holzminden verankert. „Diese besondere Verbindung zwischen Bundeswehr und Garnisonstadt wollen wir gebührend feiern.“

Wer den Blick hinter die Kulissen nutzen möchte, bekommt dazu so schnell keine neue Gelegenheit: Im Jahr 2027 gibt es definitiv keinen weiteren Tag der offenen Tür.

Schlauchboote, Panzer und dynamische Vorführungen

Auf dem Wasserübungsplatz rückt die Bundeswehr ganz nah an die Besucherinnen und Besucher heran. Zum Programm gehören unter anderem Schlauchbootfahrten, die Möglichkeit, einen Panzer von innen zu erleben, sowie verschiedene dynamische Vorführungen. Zu sehen sind unter anderem ein Ausbildungshubschrauber EC 135 und Amphibienfahrzeuge. Auch militärischer Nahkampf wird demonstriert. Für Kinder stehen unter anderem Hüpfburgen bereit.

Busenthür versteht das Wochenende zugleich als Dank an die Bevölkerung: „Es ist gelebte Kameradschaft zwischen Truppe und Stadt. Mit den Feierlichkeiten wollen wir Danke sagen für den starken Rückhalt aus der hiesigen Bevölkerung.“ Bereits die Auftaktveranstaltung zum Jubiläum, Baggern für den guten Zweck, war ein voller Erfolg. „Und das wollen wir jetzt erfolgreich fortführen.“

Wie eng Stadt und Bundeswehr miteinander verbunden sind, beschreibt Bürgermeister Christian Belke mit deutlichen Worten: „Die Beziehung zwischen Bundeswehr und Stadt ist eine Liebesbeziehung. Da passt kein Blatt dazwischen.“

Belke dankt der Truppe zugleich für ihre große Einsatzbereitschaft. Er hebt hervor, dass das Bataillon trotz der aktuellen Sicherheitslage die Kraft aufwendet, eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen.

Mehr als 35.000 Modelle auf fast 14.000 Quadratmetern

Während auf dem Wasserübungsplatz die Bundeswehr im Mittelpunkt steht, wartet in der Pionierkaserne eine ganz andere Welt. Mehr als 600 Modellbauerinnen und Modellbauer sowie Fahrzeugbesitzerinnen und Fahrzeugbesitzer aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Belgien kommen zu den ersten Modellbautagen nach Holzminden.

In drei großen Hallen werden mehr als 35.000 Modelle unterschiedlicher Maßstäbe präsentiert. Das Spektrum reicht von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Deutschem Roten Kreuz über Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber bis zu Figurenmalerei, RC-Modellbau und Militärmodellbau. Im Freigelände sind zudem 125 aktuelle und historische Fahrzeuge zu sehen.

Modellbautage unterstützen die Deutsche KinderKrebshilfe

Die Premiere besitzt zugleich einen sozialen Hintergrund: Die Modellbautage sind eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten der Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe. Statt eines regulären Eintrittspreises wird um eine freiwillige Spende gebeten.

Belke sieht gerade in dieser Verbindung eine Besonderheit: „Die Modellbautage sind einzigartig. So eine Symbiose zwischen Stadt, Bundeswehr und Deutsche KinderKrebshilfe gibt es nirgendwo sonst in Deutschland.“

Herbstfeuer erstmals für alle geöffnet

Mit dem Ende des Tags der offenen Tür um 18 Uhr ist auf dem Wasserübungsplatz noch lange nicht Schluss. Erstmals öffnet die Bundeswehr auch das traditionelle Herbstfeuer für die Öffentlichkeit. Der Übergang erfolgt fließend: Alle Gäste, die sich zu diesem Zeitpunkt noch vor Ort befinden, sind eingeladen zu bleiben.

Das Herbstfeuer findet am Samstag von 18 bis 24 Uhr statt. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 5 Euro. Getränke und Verpflegung sind kostenpflichtig. Eine gesonderte öffentliche Plakatierung für das Herbstfeuer gibt es nicht.

Kostenlose Shuttlebusse verbinden beide Veranstaltungsorte

Für das Veranstaltungswochenende richtet die Bundeswehr einen kostenlosen Shuttleverkehr ein. Die Busse verbinden Wasserübungsplatz und Pionierkaserne miteinander und fahren außerdem den Bahnhof sowie die ausgewiesenen Parkflächen an.

Zur Verfügung stehen Stiebel Eltron P1, Steinbreite P2, das Schwimmbad P3, die Brauerei Allersheim P4 und das Campe-Gymnasium P5. So können Besucherinnen und Besucher zwischen Tag der offenen Tür und Modellbautagen wechseln, ohne das eigene Fahrzeug erneut bewegen zu müssen.

Bürgermeister Christian Belke wirbt deshalb für einen Besuch: „Niemand wird den Weg zu den Veranstaltungen bereuen, es wird einiges geboten.“

Foto: awin

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