Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Platzhalter_WIN_Prinzip/HR_10-11-25_Eckfeld_Anzeige2.jpg#joomlaImage://local-images/Platzhalter_WIN_Prinzip/HR_10-11-25_Eckfeld_Anzeige2.jpg?width=1229&height=1063
Anzeige
Northeim

Northeim (red). Was auf einem Berliner Flohmarkt begann, entwickelte sich am Samstag, 18. Juli, zu einer erfolgreichen Premiere im Heimatmuseum Northeim. Am letzten Tag des Northeimer Weinfestes öffnete das Museum am Münsterplatz erstmals seine Türen für eine Fundschau – und traf damit auf großes Interesse. Mehr als 25 Northeimerinnen und Northeimer nutzten die Gelegenheit, ihre persönlichen Schätze mitzubringen und mehr über deren Geschichte, Herkunft und Alter zu erfahren.

Die Idee zur Fundschau entstand nach einem außergewöhnlichen Flohmarktfund des Northeimers Fabio Peter. In einer unscheinbaren Kiste unter einem Verkaufsstand entdeckte er unter anderem das Oberteil einer römischen Amphore sowie zwei weitere antike Gefäßfragmente. Nach einem Telefonat mit Museumsleiter Dr. Stefan Teuber wurden die Objekte gekauft und fanden schließlich ihren Platz im Heimatmuseum.

Neue Vitrine für besondere Funde

Dort sind die Fundstücke heute in einer neuen Vitrine für besondere historische Objekte zu sehen. Diese soll künftig alle zwei bis drei Monate mit ausgewählten Funden aus Northeim und Umgebung bestückt werden. Ein regionaler Bezug ist ausdrücklich erwünscht, aber keine Voraussetzung.

Im Mittelpunkt der Fundschau stand die fachkundige Einordnung und Datierung der mitgebrachten Objekte. Viele Dinge, die jahrzehntelang unbeachtet auf Dachböden oder in Kellern lagerten, erzählen spannende Geschichten oder besitzen einen bislang unbekannten historischen Wert. Genau diese Geschichten sichtbar zu machen, war das Ziel der Veranstaltung.

Von der Öllampe bis zum Grafenkrug

Die Vielfalt der präsentierten Fundstücke beeindruckte die Besucherinnen und Besucher. Eine alte Familienbibel enthielt schwer lesbare Bleistifteinträge in alter Schrift, die wertvolle Hinweise auf frühere Hochzeiten innerhalb der Familie gaben. Ein unscheinbarer Dachbodenfund entpuppte sich als rund 2.000 Jahre alte römische Öllampe, die vermutlich zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert in den linksrheinischen oder donauländischen Provinzen des Römischen Reiches hergestellt wurde.

Besonders eindrucksvoll war auch ein blau-grau glasierter Westerwälder Krug, der zuletzt als Blumenvase genutzt worden war. Das aufwendig verzierte Gefäß entstand um 1900 als Auftragsarbeit und zeigt unter anderem das Reitersiegel des Grafen Ulrich III. von Württemberg (1290–1344). Auftraggeber war die Grafenfamilie, die mit diesem kunstvollen Stück an ihren berühmten Vorfahren erinnern wollte.

Spannende Geschichten hinter den Objekten

Daneben wurden zahlreiche weitere interessante Fundstücke vorgestellt, darunter Scherben aus dem 19. Jahrhundert, ein Siegelabdruck in Zinn mit dem ältesten Northeimer Stadtwappen, ein walfischförmiger Netzsenker aus Blei aus der Rhumeaue, historische Flurbereinigungskarten aus (Langen-)Holtensen, eine Regensburger Kunstkachel aus den Jahren 1975/76, ein alter Wappenteller, ein Kalender der Brauerei Northeim, ein Messer mit Porzellangriff sowie eine kunstvoll gestaltete Glasarbeit mit farbigen Darstellungen historischer Northeimer Postkarten.

Mindestens ebenso spannend wie die Objekte selbst waren die Geschichten ihrer Besitzerinnen und Besitzer. Viele Besucherinnen und Besucher blieben auch nach der Begutachtung ihrer eigenen Fundstücke im Museum, hörten den Erläuterungen zu weiteren Funden aufmerksam zu und kamen miteinander ins Gespräch. Fabio Peter unterstützte Museumsleiter Dr. Stefan Teuber dabei mit Tablet und Smartphone, sodass nicht nur Vergleichsobjekte gezeigt, sondern häufig auch detaillierte Fragen zu Datierung, Herstellern oder Künstlern direkt beantwortet werden konnten.

Fortsetzung bereits geplant

Die Premiere der Fundschau erwies sich damit als voller Erfolg. Besucherinnen und Besucher sowie Organisatoren waren sich einig, dass die Veranstaltung nicht nur informativ, sondern auch ausgesprochen unterhaltsam war. Einige der vorgestellten Objekte sollen künftig für einen begrenzten Zeitraum in der neuen Bürger-Vitrine des Heimatmuseums ausgestellt werden.

Eine Fortsetzung ist bereits geplant: Die nächste Fundschau findet am Samstag, 19. September 2026, im Rahmen des Northeimer Klostermarktes statt. Die genauen Zeiten werden rechtzeitig über die Presse, soziale Medien und Plakate bekannt gegeben. Das Heimatmuseum freut sich schon jetzt auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher – ganz gleich, ob mit einem historischen Schatz oder einfach aus Interesse an der Geschichte.

Foto: Stadt Northeim


Anzeige
Lesedauer: 2 Minuten
Anzeige

Holzminden. Am „Forster Weg 26“ in Holzminden steht ab sofort eine rund 125 Quadratmeter große Gewerbefläche zur Vermietung. Die gepflegten Räumlichkeiten befinden sich ebenerdig im Erdgeschoss und sind barrierefrei sowie stufenlos zugänglich.

Die Fläche eignet sich unter anderem als Büro, Arzt- oder Physiotherapiepraxis, Apotheke, Kanzlei oder für weitere gewerbliche und dienstleistungsorientierte Nutzungen.

Flexible Nutzungsmöglichkeiten

Die Raumaufteilung kann nach Absprache flexibel geplant und individuell an die Anforderungen der zukünftigen Mieterin oder des zukünftigen Mieters angepasst werden. Auch entsprechende Umbauten sind grundsätzlich möglich.

Die Gewerbefläche befindet sich in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses. Parkmöglichkeiten stehen direkt vor dem Objekt zur Verfügung.

Provisionsfreie Vermietung

Die monatliche Miete beträgt 1.500 Euro. Die Vermietung erfolgt provisionsfrei direkt vom Eigentümer. Eine Kaution ist nach Absprache zu hinterlegen.

Kontakt

Johannes Rerich
Telefon: 01520 1549757
E-Mail: j.rerich@gmx.net

Anzeige

Lesedauer: 2 Minuten
Northeim

Nörten-Hardenberg (red). Zu zwei Verkehrsunfällen auf der A7 sind die Ortsfeuerwehren Nörten-Hardenberg Mitte und Bishausen am Montagmorgen ausgerückt.

Streifenwagen überschlägt sich auf der A7

Um 5:44 Uhr alarmierte die Leitstelle die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „eingeklemmte Person“ in Fahrtrichtung Norden zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Northeim-West. Dort war ein Streifenwagen der Göttinger Autobahnpolizei auf dem Weg zu einem eigenen Einsatz bei Regen von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und war auf dem Dach im Graben zum Liegen gekommen. Die beiden Polizeibeamten erlitten leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten stand dem Verkehr zeitweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Zweiter Einsatz bei Parensen

Noch während der Arbeiten an dieser Einsatzstelle alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr um 6:13 Uhr zu einem zweiten Unfall kurz hinter dem Parkplatz Leineholz bei Parensen. Dort war in Fahrtrichtung Süden ebenfalls ein Pkw im Graben gelandet. Eine der beiden beteiligten Personen brachte der Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr sicherte beide Einsatzstellen ab und unterstützte den Rettungsdienst.

Fotos: Leon Hänel,  Fachzug Bevölkerungswarnung und Öffentlichkeitsarbeit, Landkreis Northeim

Anzeige