CSD Northeim kündigt Demonstration am 29. August unter dem Motto „Queer sein heißt Antifaschismus!“ an
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Northeim
Northeim (red). Nachdem der Northeimer CSD im vergangenen Jahr nach Angaben der Veranstaltenden auf große Resonanz gestoßen ist, laufen die Vorbereitungen für den CSD 2026 auf Hochtouren. Am Samstag, 29. August, beginnt der Demonstrationszug am Bahnhofsvorplatz und führt gemeinsam durch die Stadt. Geplant sind eine Zwischenkundgebung sowie ein Picknick zum Abschluss. Teilnehmende können sich zudem auf verschiedene Redebeiträge, eine Luftakrobatik-Aufführung, Live-Musik und einen Chorauftritt freuen. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet: „Queer sein heißt Antifaschismus! – in Northeim und überall!“
Veranstaltende erläutern Motto
„Es ist ein Skandal, dass der AfD als Reaktion auf unseren letzten CSD nichts Besseres einfällt, als einen Vortrag zu organisieren, in dem Queersein mit Pädophilie gleichgesetzt wird. Es ist ein Skandal, dass die AfD direkt neben einer KZ-Gedenkstätte einen Parteitag abhält und die Stadt das nicht verhindert. Es ist ein Skandal, dass eine gesichert rechtsextreme Partei in Sachsen-Anhalt die Mehrheit bekommen könnte und tagtäglich immer mehr Freundinnen und Freunde von uns in Kriegsgebiete abgeschoben werden. Vor allem vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kommunalwahlen darf das niemals Normalität werden. Denn die Rechte vulnerabler Gruppen wie queerer Menschen oder von Rassismus und anderen Diskriminierungsformen betroffener Menschen sind nicht verhandelbare Grundrechte. Die AfD und andere faschistische Gruppierungen in Northeim und darüber hinaus bedrohen diese bewusst. Das dürfen und können wir nicht akzeptieren. Lasst uns unsere Empörung auf die Straße tragen!“, erklärt Anna, eine Organisatorin des CSD, die Beweggründe für die Demonstration.
Alle Interessierten seien willkommen
Den Organisatorinnen und Organisatoren ist es nach eigenen Angaben wichtig zu betonen, dass alle Menschen willkommen seien. „Wir freuen uns auf schon lange aktive Omas, die wissen, was ‚Nie wieder Faschismus‘ für uns alle bedeutet. Wir freuen uns genauso auf berufstätige Eltern mit Kindern, die sonst nicht auf Demonstrationen gehen, denen der Rechtsruck aber Sorgen bereitet. Wir freuen uns über Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Fluchterfahrung, queere Menschen, nicht queere Menschen und alle dazwischen. Wir wollen uns mit allen Menschen, die wissen, dass es so nicht weitergeht, zu einem gemeinsamen Ziel verbünden: Nie wieder Faschismus! Für queere Selbstbestimmung und das gute Leben für alle, in dem alle Menschen selbstbestimmt entscheiden können, wo sie leben, wen sie lieben und welches Geschlecht sie haben!“
Politischer Anspruch der Demonstration
Nach Angaben der Veranstaltenden wird der CSD von queeren Menschen aus Northeim und dem Umland organisiert. Ziel sei es, sich einer zunehmenden Kommerzialisierung von CSD-Veranstaltungen zu entziehen und stattdessen ein politisch wirksames queeres Zusammenkommen zu organisieren, das an die Tradition der ersten CSDs der 1960er-Jahre anknüpfe.
Sam erklärt dazu: „Wir freuen uns, mit euch einen Raum zu gestalten, in dem wir uns gegenseitig kennenlernen, voneinander lernen, uns stärken und unterstützen können und dabei Spaß haben. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem sich alle Menschen wohlfühlen und widerständige Hoffnung aufblühen kann.“
Fokus auf Mehrfachdiskriminierung
Außerdem soll die Aufmerksamkeit nach Angaben der Organisatorinnen und Organisatoren besonders auf Mehrfachdiskriminierungen gerichtet werden. Viele Menschen seien nicht nur von Queerfeindlichkeit und dem Patriarchat betroffen, sondern zusätzlich von weiteren Diskriminierungsformen wie Rassismus, Ableismus, Antisemitismus, Klassismus und weiteren Benachteiligungen. Diese Formen der Diskriminierung würden sich häufig gegenseitig verstärken. Diese sogenannte Intersektionalität solle beim CSD mitgedacht werden. Der CSD positioniere sich daher entschieden gegen jede Form der Diskriminierung.
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Dachsanierung mit Speziallösung: Firma Mairose meistert auch anspruchsvolle Projekte
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Holzminden. Nicht jedes Dach lässt sich mit einer Standardlösung sanieren. Das zeigte auch ein aktuelles Projekt der Firma Mairose aus Holzminden. Aufgrund der geringen Dachneigung stellte das Gebäude besondere Anforderungen an die Planung und Ausführung.
Vom Sanierungswunsch zur Komplettlösung
Der Hauseigentümer berichtet, dass im vergangenen Jahr zunächst das Wohnhaus umfassend modernisiert wurde. Unter anderem wurden neue Fenster eingebaut. Zunächst habe die Überlegung bestanden, das bestehende Dach lediglich instand setzen zu lassen. Bei einer Begutachtung habe sich jedoch gezeigt, dass eine Reparatur keine sinnvolle Lösung mehr gewesen sei. Bereits an den Dachfenstern sei Feuchtigkeit eingedrungen, da diese undicht gewesen seien. Daraufhin fiel die Entscheidung für eine vollständige Dachsanierung.
Besondere Herausforderung bei der Dacheindeckung
Für die Firma Mairose lag die besondere Herausforderung in der geringen Dachneigung. Mairose-Dachdeckermeister Milan Schmidt erklärt, dass solche Dächer nicht alltäglich seien und deshalb eine spezielle Lösung erforderlich gewesen sei. Zum Einsatz kam ein Dachziegel der Firma Jacobi, der ausdrücklich für Dächer mit geringer Dachneigung zugelassen ist und damit die technischen Anforderungen erfüllt.
Förderung und persönliche Betreuung
Neben der fachgerechten Ausführung profitierte der Kunde auch von einer umfassenden Beratung. Auf Empfehlung der Firma Mairose wurde ein Energieberater hinzugezogen. Dadurch konnte eine Förderung beantragt werden, die die Kosten der Dachsanierung zusätzlich reduzierte.
Besonders positiv hebt der Hauseigentümer die Betreuung während des gesamten Projekts hervor. Bei Fragen sei die Firma Mairose jederzeit schnell erreichbar gewesen. Rückmeldungen und Informationen seien stets zeitnah erfolgt. Mit dem Ergebnis der Arbeiten zeigt sich der Kunde rundum zufrieden.
Die Firma Mairose setzt auf individuelle Lösungen für jedes Dach – auch dann, wenn besondere bauliche Gegebenheiten spezielle Materialien und Fachwissen erfordern.
16 Länder, sechs Kontinente und viele Hürden: „Hurdle the World“ kommt mit bewegender Geschichte nach Einbeck
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Landkreis Northeim
Einbeck (red). Eine Weltreise ist für die meisten Menschen ein einmaliges Erlebnis. Für Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz wurde sie außerdem zu einer Geschichte über Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen. Ein Jahr lang bereisten die beiden als interabled Duo „Hurdle the World“ 16 Länder auf sechs Kontinenten. Aus ihren Erfahrungen entstanden das Buch „Die Reise unseres Lebens“, eine große Community in den sozialen Medien sowie Vorträge, mit denen sie inzwischen deutschlandweit unterwegs sind. Am Freitag, 21. August, kommen sie auf Einladung von Pro Inklusion Northeim e. V. nach Einbeck.
Weltreise als interabled Duo
Alexander und Lovis kennen sich seit vielen Jahren. Alexander lebt mit der angeborenen Muskel- und Gelenkerkrankung Arthrogryposis multiplex congenita (AMC), Lovis mit ADHS. Gemeinsam planten sie ihre Reise rund um den Globus und stellten sich dabei immer wieder neuen Situationen: nicht barrierefreie Verkehrsmittel, spontane Planänderungen und ungewohnte Wege, aber auch große Hilfsbereitschaft sowie Begegnungen mit Menschen, die ihre Reise auf ganz unterschiedliche Weise bereicherten.
Ihre Erfahrungen haben sie in ihrem Buch „Die Reise unseres Lebens“ veröffentlicht und teilen diese in Lesungen und Vorträgen. Mit ihrer sympathischen Art konnten sie unter anderem bereits auf der Leipziger Buchmesse und in der NDR-Sendung „DAS! – Das Rote Sofa“ das Publikum begeistern.
Vortrag im PS.SPEICHER
Unter dem Titel „Von der Welt lernen. Vor Ort gestalten. – Impulse für gelingende Inklusion vor Ort“ kommen Alexander Källner und Lovis Wiefelspütz nun in den Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs/FREIgeist in Einbeck. Dort berichten sie von Erlebnissen, die nicht in jedem Reiseführer stehen: von Momenten, in denen Improvisation gefragt war, von Begegnungen, die in Erinnerung geblieben sind, und von einer Freundschaft, die auf Reisen immer wieder auf die Probe gestellt wurde.
Gleichzeitig geben sie Einblicke in ihren Alltag als interabled Duo und sprechen darüber, wie Barrieren Reisen beeinflussen können – und welche Rolle Offenheit, gegenseitige Unterstützung und kreative Lösungen dabei spielen.
Abschluss eines Projekts
Für Pro Inklusion Northeim e. V. ist die Veranstaltung mehr als ein Reisevortrag. Sie bildet den Abschluss des fünfjährigen Projekts „Netzwerk Inklusion und Teilhabe in Freizeit, Sport und Kultur“ und fällt in das zehnjährige Bestehen des Vereins.
„Mit Alexander und Lovis haben wir Gäste eingeladen, die auf authentische Weise zeigen, dass Inklusion nicht bei theoretischen Diskussionen beginnt, sondern im gemeinsamen Erleben“, erklärt der Verein. „Wir möchten den Abend nutzen, um Menschen zusammenzubringen und neue Perspektiven für ein inklusives Miteinander in unserer Region zu eröffnen.“
Kostenfreie Teilnahme nach Anmeldung
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 21. August 2026, um 17:30 Uhr im Victoria-Benz-Saal des PS.SPEICHERs in Einbeck. Im Anschluss an Vortrag und Lesung lädt Pro Inklusion Northeim e. V. bei Live-Musik und einem kleinen Imbiss zum Austausch ein.
Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 14. August 2026 telefonisch unter 05551 9103995, per E-Mail an info@proinklusion-northeim.de oder online unter https://eveeno.com/proinklusion möglich. Unterstützungsbedarfe können bei der Anmeldung angegeben werden. Gebärdensprachdolmetschende begleiten die Veranstaltung.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit NORTkultur und der BBS Einbeck statt. Ermöglicht wird sie durch die Förderung der Bürgerstiftung Einbeck, Aktion Mensch und der AKB Stiftung.
Foto: Hurdle The World
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