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Moringen-Hardegsen-Uslar
Kooperation zwischen der Universität Göttingen und dem SC Schoningen: Dr. Denis Glage, Anerkennungsbeauftragter des Instituts für Sportwissenschaften, und der Vorsitzende des SC Schoningen, Jörg Grabowsky, besiegeln die Zusammenarbeit per Handschlag.

Schoningen/Göttingen (red). Der SC Schoningen und das Institut für Sportwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen (Arbeitsbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft) haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Wissenschaft und Vereinssport auf unkomplizierte Weise miteinander zu verbinden und sowohl den Studierenden als auch dem Verein neue Perspektiven zu eröffnen.

Win-win-Situation für Universität und Verein

„Mit geringem organisatorischem Aufwand können wir einen großen beiderseitigen Nutzen schaffen“, freuen sich Dr. Denis Glage, Anerkennungsbeauftragter des Instituts für Sportwissenschaften, und der Vorsitzende des SC Schoningen, Jörg Grabowsky.

Ein zentraler Baustein der Kooperation ist das Sommercamp des SC Schoningen. Studierende der Sportwissenschaften erhalten dort verschiedene Möglichkeiten, Studienleistungen und Credits anrechnen zu lassen. Darüber hinaus bietet der Verein mit seinem breit gefächerten Sportangebot ideale Voraussetzungen für wissenschaftliche Untersuchungen sowie Bachelor- und Masterarbeiten. Durch die große Zahl an Teilnehmenden lassen sich Untersuchungen mit aussagekräftigen Stichproben durchführen.

O-Phase und wissenschaftliche Begleitung

Bereits seit drei Jahren findet zudem der Abschluss der Orientierungsphase der neuen Sportstudierenden beim SC Schoningen statt – inzwischen eine kleine Tradition, die im Rahmen der Kooperation fortgeführt werden soll.

Auch der Verein profitiert von der Zusammenarbeit. „Wir sind stolz darauf, dass unser vielfältiges Sportangebot durch eine wissenschaftliche Begleitung zusätzliche Impulse erhält“, betont Jörg Grabowsky. Gleichzeitig entsteht ein direkter Kontakt zu den Sportstudierenden. Der SC Schoningen hofft, aus diesem Netzwerk künftig Teamerinnen und Teamer sowie perspektivisch auch Übungsleiterinnen und Übungsleiter für die Vereinsarbeit zu gewinnen.

Chancen für die Region

Die Kooperation eröffnet darüber hinaus Chancen für die gesamte Region. Gemeinsam soll geprüft werden, wie sich die Zusammenarbeit mit den Schulen im Uslarer Land weiterentwickeln lässt. Denkbar sind Einsätze von Studierenden im Ganztagsbereich oder Praktika.

„Vielleicht entdecken dadurch auch Sportstudierende, die für ihre Ausbildung nach Göttingen gekommen sind, die Vorzüge des ländlichen Raums und entscheiden sich später für eine Tätigkeit an unseren Schulen“, blickt Grabowsky voraus.

SC Schoningen wird Praxispartner

Die Vereinbarung schafft damit eine klassische Win-win-Situation: Die Universität gewinnt einen engagierten Praxispartner mit vielfältigen Forschungsmöglichkeiten, während der SC Schoningen von wissenschaftlicher Begleitung, neuen Ideen und dem Kontakt zu zukünftigen Fachkräften profitiert. Gemeinsam setzen beide Partner ein Zeichen dafür, wie Hochschule und Ehrenamt erfolgreich zusammenarbeiten können.

Foto: SC Schoningen


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Holzminden. Authentische persische Küche bereichert das gastronomische Angebot in der Holzmindener Innenstadt. In der RudBar an der „Oberen Straße“ serviert Sunny traditionelle Gerichte aus seiner Heimat und lädt Gäste dazu ein, neue Aromen und Spezialitäten kennenzulernen.

Seit mehr als 30 Jahren steht Sunny am Herd. Mit dem eigenen Restaurant hat er sich einen lang gehegten Traum erfüllt: persische Speisen frisch zuzubereiten und den Gästen die kulinarische Vielfalt des Landes näherzubringen.

Das Angebot richtet sich an Besucher, die zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen etwas Neues ausprobieren möchten. Die RudBar ist mittwochs und donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr geöffnet.

 

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Holzminden

Eschershausen (red). Die Brauerei Allersheim GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.

Seit mehr als 170 Jahren steht die Brauerei Allersheim nach eigenen Angaben für handwerkliche Braukunst und hohe Qualität. Mit der Eigenverwaltung nutze das Unternehmen ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsinstrument, um seine wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und den traditionsreichen Betrieb langfristig zu sichern.

Die Auslieferung erfolge planmäßig. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie weitere Geschäftspartner könnten sich weiterhin auf die gewohnte Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit verlassen.

Brauwirtschaft unter wirtschaftlichem Druck

Die deutsche Brauwirtschaft befindet sich nach Angaben der Brauerei seit Jahren in einem tiefgreifenden strukturellen Transformationsprozess. Der Bierkonsum gehe kontinuierlich zurück, Konsumgewohnheiten veränderten sich und gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kämen erhebliche Belastungen durch gestiegene Energie-, Rohstoff-, Verpackungs-, Logistik- und Personalkosten sowie die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung betreffe zahlreiche mittelständische Brauereien in Deutschland und habe in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt. Auch die Brauerei Allersheim sei von diesen Veränderungen betroffen gewesen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten Marktbedingungen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärft.

Restrukturierung soll Zukunft sichern

Nach Angaben des Unternehmens ist die Entscheidung für die Eigenverwaltung Ausdruck einer aktiven und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Ziel sei es, den Betrieb frühzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und eine langfristig tragfähige wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Restrukturierung stehen nach Unternehmensangaben die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Weiterentwicklung von Unternehmens- und Prozessstrukturen, gezielte Investitionen in moderne Prozessabläufe, die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die nachhaltige Stärkung der finanziellen Basis sowie die langfristige Sicherung des regionalen Marktes.

Die Geschäftsführung bleibt während des gesamten Verfahrens handlungsfähig und steuert die Restrukturierung gemeinsam mit erfahrenen Sanierungsexperten. Unterstützt wird das Unternehmen durch den Restrukturierungsberater Björn Herzog von der Wirtschaftskanzlei Römermann. Begleitet wird das Verfahren von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Mehr als 170 Jahre Brautradition

Die Brauerei Allersheim blickt auf eine mehr als 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1854 befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Händen regionaler Familien.

Die Marken Allersheimer und Caluna stehen nach Unternehmensangaben seit Jahrzehnten für handwerkliche Braukunst und hohe Qualitätsansprüche. Die Brauerei engagiert sich zudem als Partner zahlreicher Vereine, Veranstaltungen und gesellschaftlicher Initiativen in der Region.

Die Herstellung der Biere erfolgt seit 2014 mit Brauwasser aus drei eigenen Brunnen in Westheim. Mehrfach verliehene DLG-Goldmedaillen unterstreichen nach Angaben des Unternehmens die Qualität der Produkte.

Geschäftsführer sieht Chancen für die Zukunft

„Unsere Branche befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Diesem Wandel begegnen wir nicht mit Stillstand, sondern mit einer klaren Entscheidung für die Zukunft unseres Unternehmens. Die Eigenverwaltung verschafft uns den notwendigen Rahmen, unsere wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken und unser Unternehmen langfristig erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Dirk Brüninghaus.

Für Kundinnen und Kunden, Lieferanten sowie alle Geschäftspartner ergeben sich nach Angaben der Brauerei durch das Verfahren keine unmittelbaren Änderungen. Vertrieb und Auslieferung würden uneingeschränkt fortgeführt, alle Ansprechpartner stünden weiterhin zur Verfügung.

Bei der Eigenverwaltung handelt es sich um ein gesetzlich vorgesehenes Sanierungsverfahren für Unternehmen mit einer grundsätzlich tragfähigen wirtschaftlichen Perspektive. Die Geschäftsführung bleibt dabei handlungsfähig und führt das Unternehmen gemeinsam mit Restrukturierungsexperten durch den Sanierungsprozess.

Foto: TKu

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