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Moringen-Hardegsen-Uslar
Dr. Michael Krisch (rechts) leitete das Kletterprojekt. Das Foto zeigt ihn gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern bei der Einführung.

Uslar (red). Unter dem Leitgedanken „Lernen mit allen Sinnen – Erfahrungen für die professionelle Pflege“ haben die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Uslar des Albert Schweitzer Familienwerks eine besondere Projektwoche erlebt. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Angebote, die fachliche Inhalte mit persönlicher Entwicklung und Selbsterfahrung verknüpften.

Die Teilnehmenden konnten zwischen verschiedenen Projekten wählen, die neue Perspektiven auf den Pflegeberuf eröffneten und wichtige Kompetenzen für ihre zukünftige berufliche Tätigkeit vermittelten.

Aromapflege als alternative Pflegemethode

Im Projekt „Aromapflege“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Möglichkeiten alternativer Pflegemethoden auseinander. Im Mittelpunkt standen ätherische Öle und deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Pflege. Vermittelt wurden die Geschichte der Aromapflege, verschiedene Herstellungsverfahren sowie die Wirkung ätherischer und fetter Öle wie Mandel-, Sesam- oder Jojobaöl.

Neben theoretischen Grundlagen standen praktische Erfahrungen im Vordergrund. Die Teilnehmenden lernten unterschiedliche Düfte kennen, erlebten deren Wirkung und stellten eigene Mischungen für verschiedene Anwendungsbereiche her. Dabei wurde deutlich, wie Aromapflege zur Förderung von Entspannung, Konzentration und Wohlbefinden beitragen kann – sowohl für Pflegebedürftige als auch für Pflegende. Geleitet wurde das Projekt von Anke Heimbokel.

Klettern stärkt Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein

Ein weiteres Projekt verband sportliche Herausforderungen mit wichtigen Erfahrungen für den Pflegealltag. Unter der Leitung von Dr. Michael Krisch beschäftigten sich die Teilnehmenden beim Klettern mit den Themen Angst, Vertrauen und Verantwortung.

In der Kletterhalle erlebten die Schülerinnen und Schüler unmittelbar, wie sich Unsicherheit und Anspannung in ungewohnten Situationen anfühlen. Gleichzeitig erfuhren sie, wie Vertrauen durch klare Absprachen, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung entsteht. Die Erlebnisse wurden anschließend reflektiert und auf Situationen im Pflegeberuf übertragen.

Ein besonderer Höhepunkt war der integrierte Top-Rope-Kurs. Dabei erwarben die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse in Materialkunde, Sicherungstechnik und Kletterpraxis.

Tiergestützte Intervention mit Alpakas

Im Projekt „Tiergestützte Intervention“ standen Begegnungen mit Alpakas im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Sina Wedekind und Sonja Herbart erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie positiv der Kontakt zu Tieren auf das Wohlbefinden und die emotionale Entwicklung von Menschen wirken kann.

Neben den praktischen Begegnungen wurden theoretische Grundlagen zu Wirkungsweisen, Einsatzmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten tiergestützter Interventionen vermittelt. Darüber hinaus entwickelten die Teilnehmenden eigene Projektideen und setzten diese gemeinsam mit Kindern des Kindergartens Sievershausen um.

Yoga und Stressmanagement für den Pflegealltag

Im Projekt „Yoga und Stressmanagement für Pflegekräfte“ beschäftigten sich die Teilnehmenden unter der Leitung von Franziska Mense mit Methoden zur Stressbewältigung und Förderung des eigenen Wohlbefindens.

Die Schülerinnen und Schüler lernten verschiedene Yogaformen wie Hatha Yoga, Yin Yoga, Yin & Yang Yoga sowie Yoga Nidra kennen. Ergänzt wurde das Angebot durch Meditation, Progressive Muskelentspannung, Traumreisen und Atemübungen (Pranayama).

Darüber hinaus reflektierten die Teilnehmenden persönliche Stressfaktoren, setzten sich mit positivem und negativem Stress auseinander und entwickelten individuelle Strategien für mehr Achtsamkeit, Selbstreflexion und Resilienz.

Lernen über den Unterricht hinaus

Die Projektwoche zeigte nach Angaben der Schule eindrucksvoll, wie vielseitig Lernen sein kann. Fachliche Inhalte wurden mit praktischen Erfahrungen, persönlicher Entwicklung und sozialem Lernen verbunden. Die Schülerinnen und Schüler konnten neue Kompetenzen erwerben, ihre Stärken entdecken und wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Berufsweg sammeln.

„Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen und Schüler die Projektwoche angenommen haben. Ob beim Yoga, Klettern, in der Aromapflege oder bei der Begegnung mit den Alpakas konnten die Teilnehmenden neue Erfahrungen sammeln, ihre Stärken entdecken und wertvolle Momente in der Gemeinschaft erleben“, betonte Organisatorin Sabrina Horvath.

Die Schule zieht eine positive Bilanz und blickt auf eine erfolgreiche Projektwoche zurück, die bei allen Beteiligten nachhaltig in Erinnerung bleiben soll.

Ausbildung startet im Oktober

Seit 35 Jahren bilden die Berufsbildenden Schulen erfolgreich im Bereich der Pflegeberufe aus. Der nächste Ausbildungsgang zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann beginnt am 1. Oktober. Informationen zu Ausbildung, Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren sind unter www.bbs-uslar.de erhältlich.

Foto: BBS Uslar


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Landkreis Holzminden

Holzminden (ber). Schwarzwald, Hunsrück und jetzt im Weserbergland: Das 49. Treffen des Isettaclubs findet in diesem Jahr vom 21. bis 23. August in Holzminden statt.

„Wir würden uns über jeden freuen, der uns auf dem Wesercampingplatz am Stahler Ufer besuchen kommt. Die Fahrzeuge stehen in der Nordkurve des Platzes zur Ausstellung. Das Treffen ist für Leute von jung bis alt oder von ganz frisch dabei bis zu lebenslangen Isettenliebhabern“, erklärt Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs.

Darüber hinaus ist eine Tour durch den Landkreis Holzminden und den Landkreis Northeim geplant, um interessierten Zuschauern die Möglichkeit zu geben, die Fahrzeuge zu bestaunen.

Der Isettaclub umfasst mehr als 1.300 Mitglieder. Die Mitglieder kommen zum Beispiel aus Deutschland, Tschechien, Belgien, Brasilien oder Australien.

Holzminden wird zum Treffpunkt für Isetta-Fans

Organisiert wird das Treffen der bis zu 13 PS starken Fahrzeuge von Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs, und Wolfgang Schoolmann. Hoffmann hat vor zweieinhalb Jahren dem Gremium die Idee „Holzminden“ vorgestellt. Nach einigen internen Abstimmungen konnte sich die Stadt der Düfte und Aromen durchsetzen und Hoffmann hat das „Go“ für die Planung bekommen. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Dr. Ullrich Stiebel Stiftung.

Ausfahrt zum PS.Speicher nach Einbeck

Am Samstag, 22. August, bietet der Isettaclub eine Ausfahrt für seine Mitglieder an und die Zuschauerinnen und Zuschauer können die Isetten bestaunen. Um 9 Uhr starten die Isetten in Holzminden. Die Strecke führt unter anderem über Lobach, Deensen, Merxhausen und Markoldendorf schließlich zum PS.Speicher nach Einbeck. Die Tour soll zwischen 50 und 60 Minuten dauern. Bis 14.30 Uhr treffen die Isetta-Fahrer wieder in Holzminden ein, um am Teilemarkt teilzunehmen. Dort ist es jedem möglich, Ersatzteile für seine Isetta zu kaufen oder sich einfach nur etwas Fachwissen anzueignen.

143 Anmeldungen und mehr als 40.000 Kilometer Anreise

Mittlerweile sind 143 Anmeldungen im Postfach des Schatzmeisters eingegangen. Auch die Anreise der Fahrer variiert dabei sehr. „Die ersten kommen bereits am kommenden Freitag, 14. August, an. Zusammengerechnet legen alle Teilnehmer 40.462,80 Kilometer nur für die Anreise zurück. Manche kommen mit der Isetta und schlafen im Zelt, manche kommen mit dem Wohnmobil“, erklärt Adrian Hoffmann. Die weiteste Anreise hat eine Isetta aus Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze. Sie wird auf den Anhänger geladen und muss 702 Kilometer zurücklegen. Die weiteste Anreise, bei der selbst mit der Isetta gefahren wird, beträgt 512 Kilometer. Auch aus der Region sind Teilnehmer dabei: Eine Isetta aus Grünenplan wird ihren Weg nach Holzminden finden, und Adrian Hoffmann aus Holzminden wird ebenfalls mit seiner eigenen Isetta vor Ort sein.

Werksführung und Ausflüge für die Teilnehmer

Für die Teilnehmer, die schon am kommenden Wochenende oder im Laufe der nächsten Woche anreisen, ist viel Programm geplant. Beispielsweise bekommen die Teilnehmer eine kostenlose Werksführung bei Stiebel Eltron. Es sind auch Fahrten zu Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Corvey, dem Weser-Skywalk bei Bad Karlshafen bis hin zu den Externsteinen im Teutoburger Wald geplant.

Gemeinsam mit der Tourismusinformation wurden 150 Willkommenstüten für die Teilnehmer besorgt. Diese wurden unter anderem mit 150 Flaschen Ketchup der Firma Riedel gefüllt. Außerdem bekommen alle Fahrer einen rabattierten Eintritt in Sensoria.

Kostenfreier Parkplatz am Stahler Ufer für eine Woche gesperrt

Der kostenfreie Parkplatz „Stahler Ufer“ wird vom 16. bis 23. August nicht mehr zur Verfügung stehen. Er wird genutzt, um die Logistik des Treffens unterzubringen. 

Bild vom Jahrestreffen 2022 in Naumburg (Schloss Bad Arolsen)

Fotos: Adrian Hoffmann/Isettaclub

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