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Moringen-Hardegsen-Uslar

Volpriehausen (red). Wegen der großen Nachfrage bietet der Heimatverein Volpriehausen einen weiteren ortshistorischen Rundgang an. Am 26. Juli 2026 führt die Exkursion zu Schauplätzen der regionalen Industriegeschichte und spannt einen Bogen vom Kalibergbau bis zur Rüstungsproduktion während des Nationalsozialismus.

Treffpunkt ist um 14 Uhr am Kalibergbau-Museum in der „Wahlbergstraße 1“ in Volpriehausen. Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in die Geschichte des Kalibergbaus, der den Ort von 1898 bis 1938 prägte. Später wurden die Schachtanlagen als unterirdische Munitionsanstalt genutzt.

Historische Schauplätze im Ort und im Wald

Im Anschluss führt die rund zweieinhalbstündige Tour zu mehreren Originalschauplätzen in Volpriehausen und im angrenzenden Waldgebiet. Eine Station ist das frühere Fertigungsgebiet, in dem zeitweise bis zu 1.000 Menschen über und unter Tage beschäftigt waren.

Während der Führung erfahren die Teilnehmenden auch mehr über technische Besonderheiten der damaligen Zeit. Dazu gehörte unter anderem eine eigene Seilbahn, die in Volpriehausen betrieben wurde.

Da die einzelnen Stationen weiter auseinanderliegen, werden sie mit dem Pkw angefahren. Vor Ort können Fahrgemeinschaften gebildet werden.

Anmeldung ist erforderlich

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine vorherige telefonische Anmeldung notwendig. Diese nehmen Klaus Gottwald unter 0173/7416250 und Albert Delling unter 05573/1257 entgegen.

Der Kostenbeitrag wird als Spende erhoben und beinhaltet den Museumseintritt. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder 2 Euro.

Weitere Informationen gibt es bei der Touristik-Information Uslar unter 05571/307-220, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder auf der Internetseite www.uslar.de.

Foto: Touristik Information Uslar


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Lesedauer: 13 Minuten
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Holzminden (haa). Drei Kandidaten, drei Parteien – und die Gelegenheit, sich den Wählerinnen und Wählern persönlich vorzustellen: Am vergangenen Montag stellten sich die Landratskandidaten Uwe Lange (CDU), Bjarne Allruth (SPD) und Lukas Albrecht (AfD) bei der Podiumsdiskussion der Weser-Ith News im „Marktplatz Restaurant Schwager“ den Fragen der Journalistin Melike Yasaroglu. Anschließend waren die Besucherinnen und Besucher an der Reihe. Von Gesundheitsversorgung und Klimaschutz bis hin zum Ehrenamt reichte die Themenpalette, zu der die drei Kandidaten ihre Positionen darlegten.

Hinweis: Wer die Podiumsdiskussion verpasst hat oder sie noch einmal im Re-Live verfolgen möchte, findet am Ende dieses Berichts das YouTube-Video mit der vollständigen Aufzeichnung.

Erwartungen der Besucherinnen und Besucher

Das Interesse an der Veranstaltung war bereits vor Beginn groß. Vor dem Eingang des Restaurants bildete sich eine lange Schlange. Viele der Besucherinnen und Besucher wollten vor allem eines: sich selbst ein Bild von den drei Kandidaten machen.

Dazu gehörte auch Dietmar Helbig. Von einem künftigen Landrat erwartet er Fachwissen und Kompetenz. Die Diskussion sollte ihm dabei helfen, einzuschätzen, welcher der Kandidaten diese Eigenschaften am ehesten mitbringt. Auch Joel Söffker aus Eschershausen wollte genauer hinschauen: „Ich habe Interesse daran, wie die Kandidaten rhetorisch aufgestellt sind.“ Eine Diskussion mit etwas mehr „Feuer“ würde er dabei begrüßen.

Bereits vor dem Einlass um 18:30 Uhr bildete sich eine lange Schlange vor dem Eingang zum „Marktplatz Restaurant Schwager“ – das Interesse an der Podiumsdiskussion war enorm.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher warteten schon vor Veranstaltungsbeginn auf den Einlass und sorgten für großen Andrang bei der Weser-Ith News-Podiumsdiskussion.
Klare Antworten statt einstudierter Floskeln

Carmen Brüning und Petra Warnecke aus Holzminden gingen ebenfalls mit dem Wunsch nach mehr Orientierung in den Abend. Beide kennen die Kandidaten bislang nicht und wollten deshalb genauer zuhören. Von einem Landrat erwarten sie klare Ansagen, Organisations- und Durchsetzungsfähigkeit, Offenheit sowie den Blick über den Tellerrand.

Ein Wunsch zog sich dabei durch viele Gespräche: Die Besucherinnen und Besucher wollten glaubwürdige und konkrete Antworten statt einstudierter Floskeln. „Durch Wahlplakate alleine kann man sich kein Bild machen, wir wollen bei der Diskussion klare und konkrete Aussagen hören“, sagt die junge Freundesgruppe um Stefanie Dorendorf, Justin und Johanna. Für sie sollte ein Landrat bürgernah, zeitgemäß und tolerant sein – und vor allem eine Frage im Blick behalten: „Was brauchen wir?“

Nahbarkeit und Führungskompetenz gefragt

Auch Ute und Norbert Rohde wollten erleben, wie sich die drei Kandidaten auf der Bühne präsentieren. Dabei ging es ihnen ebenfalls um Nahbarkeit. Besonders positiv fiel ihnen der große Andrang auf. „Es ist schön, dass so viele hier sind, wir brauchen das.“

Klare und faktenbasierte Antworten erwarteten auch Christian Püttcher und Petra Brychcy aus Holzminden. Ihr Interesse galt insbesondere den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Gesundheit. „Ein Landrat sollte souverän erscheinen, Führungskompetenz aufweisen und eine Verbundenheit zum Landkreis haben“, betonen beide. Dass sich so viele Menschen für die Veranstaltung interessierten, freute sie besonders – ebenso wie der Anteil junger Besucherinnen und Besucher.

Nicht alle waren noch unentschlossen

Für einige stand die Wahlentscheidung bereits fest. Matthias Adler etwa wusste nach eigenen Angaben schon, wem er am 13. September seine Stimme geben möchte. Trotzdem wollte er die drei Kandidaten noch einmal genauer erleben und beobachten, wie sie sich in der Diskussion schlagen.

Damit waren die Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichen Ausgangslagen in den Abend gegangen: Einige waren noch völlig offen, andere hatten ihre Entscheidung bereits getroffen. Wieder andere wussten zumindest, wem sie ihre Stimme keinesfalls geben würden. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Erwartungen an die Diskussion. Während manche davon ausgingen, dass sich ihre Meinung an diesem Abend kaum noch ändern werde, wollten andere die Gelegenheit nutzen, sich erst einmal alle Positionen anzuhören.

Die Podiumsdiskussion beginnt

Um 19 Uhr ging es schließlich los. Nach der Vorstellung der drei Kandidaten eröffnete die Frage „Wenn Sie morgen Landrat würden, welche Themen würden Sie direkt angehen?“ die Diskussion. Rund eine Stunde lang ging es um unterschiedliche Herausforderungen, vor denen der Landkreis Holzminden steht. Allruth, Lange und Albrecht konnten dabei ihre politischen Schwerpunkte und Vorstellungen erläutern. Anschließend wechselte die Perspektive: Nun hatten die Besucherinnen und Besucher das Wort und konnten die Kandidaten direkt mit ihren Fragen konfrontieren.

Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die Interessen im Publikum waren. Eine Frage drehte sich um die Verantwortung, die mit der Leitung einer großen Verwaltung einhergeht: Trauen sich die drei Kandidaten zu, Chef einer solchen Verwaltung zu sein? Alle beantworteten die Frage mit einem klaren Ja.

Moderatorin Melike Yasaroglu (von links) führt durch die Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten Lukas Albrecht (AfD), Bjarne Allruth (SPD) und Uwe Lange (CDU).
Gespannt verfolgten die Besucherinnen und Besucher die Antworten der drei Landratskandidaten und nutzten den Abend, um sich ein eigenes Bild von ihren Positionen zu machen.
Bis auf den letzten Platz gefüllt: Die große Nachfrage nach der Podiumsdiskussion sorgte dafür, dass nicht alle Interessierten einen Platz im Veranstaltungsraum bekommen konnten.
Von Handwerk und Klimaschutz bis zur multikulturellen Gemeinschaft

Auch die Förderung der multikulturellen Gemeinschaft im Landkreis wurde thematisiert. Ein Besucher sprach zudem den Rückgang von Handwerksbetrieben an und wollte wissen, wie diese künftig unterstützt werden könnten. Beim Thema Klimaschutz ging es unter anderem um die Frage, wie Regenwasser künftig stärker genutzt werden könnte.

Deutlich kontroverser wurde es bei einer Frage an AfD-Kandidat Lukas Albrecht. Ein Besucher stellte dessen Aussagen den Werten seiner Partei gegenüber und hinterfragte, wie glaubwürdig seine Positionen vor diesem Hintergrund seien. Gleichzeitig bemängelte er, bei Albrecht konkrete Vorstellungen zur Umsetzung seiner politischen Ziele vermisst zu haben.

Zuhören, vergleichen und abwägen: Im Publikum wurden die Aussagen von Uwe Lange, Bjarne Allruth und Lukas Albrecht aufmerksam verfolgt – schließlich steht am 13. September die Entscheidung über den künftigen Landrat an.
Krankenhaus sorgt für kontroverse Nachfrage

Auch Bürgermeister Christian Belke konfrontierte Albrecht mit einer konkreten Nachfrage. Belke zeigte sich angesichts des Optimismus des AfD-Kandidaten zum möglichen Wiederaufbau des Krankenhauses in Holzminden verwundert. Er selbst habe damals zahlreiche Gespräche geführt, um das Krankenhaus zu retten, und verwies auf die hohen Kosten, die allein für die Erfüllung der Brandschutzauflagen anfallen würden. Seine Frage an Albrecht: Wie solle ein solches Vorhaben gegenfinanziert werden – und was lasse ihn glauben, dass er es besser machen könne?

Das Fazit der Besucherinnen und Besucher

Nach zweieinhalb Stunden endete die Veranstaltung. Bei den Besucherinnen und Besuchern fiel das Fazit überwiegend positiv aus. Jutta Klüber-Süßle und Ruth Koßmann lobten insbesondere die Vorbereitung der Moderatorin: „Ich fand die Veranstaltung sehr gut. Die Moderatorin war super und hat richtigerweise immer wieder auf die Unterschiede zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik aufmerksam gemacht.“

Auch Michael Kroggel nahm einen positiven Eindruck mit: „Ich fand es wirklich sehr interessant. Ich fühle mich besser und klarer aufgestellt für die anstehende Wahl.“

Wer die Antworten und Positionen der drei Landratskandidaten noch einmal nachvollziehen möchte, kann sich die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion auf YouTube ansehen.

 
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Lesedauer: 7 Minuten
Landkreis Holzminden

Holzminden (awin). Wenn Beschwerden plötzlich auftreten und sich nicht einschätzen lassen, beginnt für Betroffene oft die Suche nach der richtigen medizinischen Anlaufstelle. Ab Dienstag, 1. September, gibt es dafür in Holzminden ein zusätzliches Angebot: Das Regionale Krankenhaus eröffnet eine Akut-Ambulanz. Sie richtet sich an Menschen, deren Beschwerden zeitnah abgeklärt werden sollten. Ein Termin oder eine Überweisung ist dafür nicht erforderlich.

Geöffnet ist die Akut-Ambulanz montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr. Sie befindet sich im ersten Obergeschoss des Regionalen Krankenhauses am „Forster Weg 34“. Geschäftsführer Ingo Goldammer verbindet mit dem Start einen weiteren Entwicklungsschritt: „Wir als Krankenhaus-Betrieb freuen uns, ein neues Kapitel aufzuschlagen.“

Wenn zunächst unklar ist, was hinter den Beschwerden steckt

Gedacht ist das Angebot unter anderem für neu aufgetretene oder sich verschlechternde Beschwerden, Schmerzen und andere gesundheitliche Probleme, die zeitnah ärztlich untersucht werden sollten. Gerade wenn die Ursache zunächst unklar ist, soll die Akut-Ambulanz Orientierung geben und den weiteren Behandlungsweg klären.

„Viele Menschen sind unsicher, wie ernst ihre Beschwerden einzuschätzen sind oder an wen sie sich wenden sollen“, berichtet Dr. Andreas Press, Ärztlicher Leiter des Regionalen Krankenhauses Holzminden. Die Akut-Ambulanz setze genau an diesem Punkt an. Patientinnen und Patienten sollen dort ärztlich eingeschätzt werden, die notwendige Diagnostik erhalten und bei Bedarf direkt zur weiteren Behandlung vermittelt werden.

Fachärztliche Behandlung direkt am Standort möglich

Dabei kann das Regionale Krankenhaus auf die Facharztpraxen des MVZ Holzminden am selben Standort zurückgreifen. Je nach Befund können weitere Untersuchungen oder eine fachärztliche Behandlung veranlasst werden. Bei Verletzungen oder Beschwerden des Bewegungsapparates ist beispielsweise eine Weiterleitung an die chirurgischen oder orthopädischen Praxen im Haus möglich.

Auch eine stationäre Aufnahme kann sich unmittelbar anschließen, wenn eine weitere Überwachung oder eine Behandlung über Nacht erforderlich ist. Das Regionale Krankenhaus verfügt über 20 Betten sowie eine durchgehende ärztliche und pflegerische Versorgung.

„Wir bieten Versorgung eins-zu-eins auf Krankenhaus-Niveau“, betont Goldammer. Der Vorteil des Modells liege aus Sicht des Geschäftsführers darin, Diagnostik, fachärztliche Behandlung und bei Bedarf die stationäre Versorgung an einem Standort miteinander verbinden zu können.

Melina Potthast entscheidet sich bewusst für Holzminden

Eine zentrale Aufgabe in der neuen Akut-Ambulanz übernimmt Melina Potthast als Physician Assistant. Den Standort kennt sie bereits aus ihrer früheren Tätigkeit im Holzmindener Krankenhaus. Nach ihrer Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten und ihrer Arbeit in der damaligen Notaufnahme absolvierte sie ein dreijähriges Studium zur Physician Assistant.

Nun kehrt sie nach Holzminden zurück. „Ich habe mich ganz bewusst für den Standort Holzminden entschieden. Die Stelle war bei mir die erste Wahl“, sagt Potthast. Goldammer zufolge sei ihre Position wichtig, weil damit ärztliche Kompetenz unmittelbar in den Aufnahmebereich gebracht werde.

Melina Potthast bei der Arbeit
Bei lebensbedrohlichen Notfällen bleibt die 112 entscheidend

Eine Notaufnahme für lebensbedrohliche Situationen ist die Akut-Ambulanz allerdings nicht. Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit oder anderen akuten Notfällen muss weiterhin unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden.

Ebenso ersetzt das Angebot weder die hausärztliche Betreuung noch den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung außerhalb der regulären Sprechzeiten. Die Akut-Ambulanz soll die bestehende ambulante Versorgung ergänzen.

Krankenhaus erhofft sich Entlastung für die Region

Mit dem neuen Angebot reagieren die Verantwortlichen zugleich auf die Situation der medizinischen Versorgung im Landkreis. „Mit der Akut-Ambulanz wollen wir auch Entlastung schaffen im Hinblick auf schließende Hausarzt-Praxen und überfüllte Notaufnahmen“, erklärt Goldammer. Ob und in welchem Umfang das gelingt, wird sich nach dem Start im laufenden Betrieb zeigen.

Für die Pflegerische Leitung Nina Möller steht die Eröffnung auch für die Entwicklung des Krankenhausstandortes. „Es ist schön zu sehen und einfach klasse, dass wir uns weiterentwickeln“, sagt sie.

Fotos: awin

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