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Landkreis Northeim
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hört den Grußworten anlässlich Ihrer offiziellen Verabschiedung als Landrätin zu.

Northeim (lpd). Mit einer Feierstunde ist Landrätin Astrid Klinkert-Kittel am Freitag, 4. September 2026, offiziell verabschiedet worden. Ihre zweite Amtszeit als Landrätin des Landkreises Northeim endet am 31. Oktober 2026.

Im Beisein zahlreicher geladener Gäste aus Politik, Verwaltung und öffentlichem Leben wurde die Arbeit Astrid Klinkert-Kittels gewürdigt und auf ihre gut zehneinhalb Jahre an der Spitze des Landkreises Northeim zurückgeblickt.

Heiligenstadt würdigt Wirken der Landrätin

Nach einem musikalischen Auftakt begrüßte die Kreistagsvorsitzende Frauke Heiligenstadt die Gäste, würdigte in ihrer Laudatio die Arbeit der Landrätin und dankte ihr, auch im Namen des Kreistages, für ihr Wirken im Landkreis Northeim. Sie hob dabei die zugewandte Art der Landrätin hervor und betonte, dass deren innerer Kompass stets zuverlässig in Richtung Fairness, Gerechtigkeit und Verantwortung zeige. „Wir verabschieden einen Menschen, der die Kreisverwaltung und den Landkreis Northeim über viele Jahre geprägt hat. Durch Verlässlichkeit, durch Haltung und mit Herz“, so Heiligenstadt.

Weitere Grußworte hielten Dr. Joachim Schwind, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, Ute Assmann, Vorstandsvorsitzende der Kreis-Sparkasse Northeim, sowie Susanne Glombitza, Bürgermeisterin des Fleckens Nörten-Hardenberg, stellvertretend für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis.

Frauke Heiligenstadt, Kreistagsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete, hält die Laudation auf Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.
Zahlreiche Wegbegleiter blicken auf gemeinsame Zeit zurück

Auch Dirk Niemeyer, Referatsleiter Kreistagsbüro und Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Fraktions- und Gruppenvorsitzenden im Kreistag blickten auf die gemeinsame Zeit mit Astrid Klinkert-Kittel zurück.

Einen besonderen Gruß übermittelte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies in einer Videobotschaft und würdigte darin die Arbeit der Landrätin.

Zum Abschluss des offiziellen Programms wandte sich Klinkert-Kittel selbst an die Gäste. Sie habe ihr Amt stets mit großer Freude ausgeübt und sei insbesondere für die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden und Führungskräften der Kreisverwaltung dankbar, sagte sie.

Verabschiedung von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in der Stadthalle Northeim.
Viele Bausteine statt eines einzelnen Herzensprojekts

Auf die Frage nach einem besonderen Herzensprojekt ihrer Amtszeit gebe es für sie keine einzelne Antwort: „Für mich waren es viele Bausteine, die gemeinsam ein Ganzes ergeben haben.“ Klinkert-Kittel erinnerte unter anderem an Entwicklungen im sozialen Bereich, die verstärkte Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg und die Weiterentwicklung der Kreisverwaltung.

Besonders hob sie die Einrichtung eines eigenen Referates für Demokratieförderung hervor, nach ihren Worten „das einzige eigenständige Referat dieser Art in einer niedersächsischen Kreisverwaltung“.

Auch die Zusammenarbeit mit der Kreispolitik würdigte die Landrätin: „Wir waren nicht immer einer Meinung. Aber wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht, wenn es um die Bedürfnisse der Menschen in unserem Landkreis ging.“

Klinkert-Kittel blickt zuversichtlich in die Zukunft

Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Klinkert-Kittel zuversichtlich: „Ich bin überzeugt, dass der Landkreis Northeim auch in Zukunft gut aufgestellt ist, weil hier Menschen Verantwortung übernehmen, gestalten und gemeinsam nach vorn schauen.“ Zugleich würdigte sie das große ehrenamtliche Engagement im Landkreis, das sie während ihrer Amtszeit immer wieder beeindruckt habe.

„Ich verlasse mein Amt mit großer Dankbarkeit“, sagte Klinkert-Kittel zum Abschluss und wünschte dem Landkreis Northeim für die Zukunft alles Gute.

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Gäste bei einem Empfang die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit der Landrätin.

Fotos: lpd


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Landkreis Holzminden

Holzminden (awin). Zehn Jahre mussten die Menschen in Holzminden auf diese Gelegenheit warten: Zum 70-jährigen Bestehen der Garnison öffnet die Bundeswehr am Samstag, 26. September, erstmals seit einem Jahrzehnt wieder ihre Türen für die Bevölkerung. Gemeinsam mit den ersten Modellbautagen am Samstag und Sonntag, 26. und 27. September, sowie dem erstmals öffentlich zugänglichen Herbstfeuer entsteht daraus ein ganzes Veranstaltungswochenende. Oberstleutnant Sebastian Janus bringt die Dimension auf den Punkt: „Das Event wird Champions League in Sachen Größenordnung.“

Erster Tag der offenen Tür seit zehn Jahren

Auf dem Wasserübungsplatz Holzminden läuft der Tag der offenen Tür am Samstag von 9 bis 18 Uhr. Parallel dazu beginnen in der Pionierkaserne am Solling die ersten Modellbautage, die am Samstag ebenfalls von 9 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 16 Uhr geöffnet sind.

Für Bataillonskommandeur Sebastian Busenthür besitzt das Wochenende eine besondere Bedeutung. „70 Jahre Garnison – das ist ein Meilenstein für den Standort und die Stadt.“ Die Bundeswehr ist seit Jahrzehnten fest in Holzminden verankert. „Diese besondere Verbindung zwischen Bundeswehr und Garnisonstadt wollen wir gebührend feiern.“

Wer den Blick hinter die Kulissen nutzen möchte, bekommt dazu so schnell keine neue Gelegenheit: Im Jahr 2027 gibt es definitiv keinen weiteren Tag der offenen Tür.

Schlauchboote, Panzer und dynamische Vorführungen

Auf dem Wasserübungsplatz rückt die Bundeswehr ganz nah an die Besucherinnen und Besucher heran. Zum Programm gehören unter anderem Schlauchbootfahrten, die Möglichkeit, einen Panzer von innen zu erleben, sowie verschiedene dynamische Vorführungen. Zu sehen sind unter anderem ein Ausbildungshubschrauber EC 135 und Amphibienfahrzeuge. Auch militärischer Nahkampf wird demonstriert. Für Kinder stehen unter anderem Hüpfburgen bereit.

Busenthür versteht das Wochenende zugleich als Dank an die Bevölkerung: „Es ist gelebte Kameradschaft zwischen Truppe und Stadt. Mit den Feierlichkeiten wollen wir Danke sagen für den starken Rückhalt aus der hiesigen Bevölkerung.“ Bereits die Auftaktveranstaltung zum Jubiläum, Baggern für den guten Zweck, war ein voller Erfolg. „Und das wollen wir jetzt erfolgreich fortführen.“

Wie eng Stadt und Bundeswehr miteinander verbunden sind, beschreibt Bürgermeister Christian Belke mit deutlichen Worten: „Die Beziehung zwischen Bundeswehr und Stadt ist eine Liebesbeziehung. Da passt kein Blatt dazwischen.“

Belke dankt der Truppe zugleich für ihre große Einsatzbereitschaft. Er hebt hervor, dass das Bataillon trotz der aktuellen Sicherheitslage die Kraft aufwendet, eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen.

Mehr als 35.000 Modelle auf fast 14.000 Quadratmetern

Während auf dem Wasserübungsplatz die Bundeswehr im Mittelpunkt steht, wartet in der Pionierkaserne eine ganz andere Welt. Mehr als 600 Modellbauerinnen und Modellbauer sowie Fahrzeugbesitzerinnen und Fahrzeugbesitzer aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Belgien kommen zu den ersten Modellbautagen nach Holzminden.

In drei großen Hallen werden mehr als 35.000 Modelle unterschiedlicher Maßstäbe präsentiert. Das Spektrum reicht von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Deutschem Roten Kreuz über Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber bis zu Figurenmalerei, RC-Modellbau und Militärmodellbau. Im Freigelände sind zudem 125 aktuelle und historische Fahrzeuge zu sehen.

Modellbautage unterstützen die Deutsche KinderKrebshilfe

Die Premiere besitzt zugleich einen sozialen Hintergrund: Die Modellbautage sind eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten der Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe. Statt eines regulären Eintrittspreises wird um eine freiwillige Spende gebeten.

Belke sieht gerade in dieser Verbindung eine Besonderheit: „Die Modellbautage sind einzigartig. So eine Symbiose zwischen Stadt, Bundeswehr und Deutsche KinderKrebshilfe gibt es nirgendwo sonst in Deutschland.“

Herbstfeuer erstmals für alle geöffnet

Mit dem Ende des Tags der offenen Tür um 18 Uhr ist auf dem Wasserübungsplatz noch lange nicht Schluss. Erstmals öffnet die Bundeswehr auch das traditionelle Herbstfeuer für die Öffentlichkeit. Der Übergang erfolgt fließend: Alle Gäste, die sich zu diesem Zeitpunkt noch vor Ort befinden, sind eingeladen zu bleiben.

Das Herbstfeuer findet am Samstag von 18 bis 24 Uhr statt. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 5 Euro. Getränke und Verpflegung sind kostenpflichtig. Eine gesonderte öffentliche Plakatierung für das Herbstfeuer gibt es nicht.

Kostenlose Shuttlebusse verbinden beide Veranstaltungsorte

Für das Veranstaltungswochenende richtet die Bundeswehr einen kostenlosen Shuttleverkehr ein. Die Busse verbinden Wasserübungsplatz und Pionierkaserne miteinander und fahren außerdem den Bahnhof sowie die ausgewiesenen Parkflächen an.

Zur Verfügung stehen Stiebel Eltron P1, Steinbreite P2, das Schwimmbad P3, die Brauerei Allersheim P4 und das Campe-Gymnasium P5. So können Besucherinnen und Besucher zwischen Tag der offenen Tür und Modellbautagen wechseln, ohne das eigene Fahrzeug erneut bewegen zu müssen.

Bürgermeister Christian Belke wirbt deshalb für einen Besuch: „Niemand wird den Weg zu den Veranstaltungen bereuen, es wird einiges geboten.“

Foto: awin

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