Landkreis Northeim verabschiedet Ersten Kreisrat Jörg Richert nach langjährigem Einsatz
Lesedauer: 4 Minuten
Landkreis NortheimErster Kreisrat Jörg Richert bei seiner Verabschiedung mit der Kreistagsvorsitzenden Frauke Heiligenstadt (links) und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (rechts).
Northeim (lpd). Der Erste Kreisrat Jörg Richert ist im Vorfeld der Kreistagssitzung am Freitag, 3. Juli, verabschiedet worden. Seine Amtszeit endet mit Ablauf des 31. Juli 2026. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel würdigte Richerts langjährigen Einsatz für den Landkreis Northeim und die Kreisverwaltung.
Richert war seit 2018 Erster Kreisrat des Landkreises Northeim und damit allgemeiner Vertreter der Landrätin. Zugleich war er Dezernent des Dezernats II „Sicherheit und Ordnung“. Zu diesem Dezernat gehören unter anderem Aufgaben in den Bereichen Ordnungsrecht, Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz.
„Jörg Richert hat über viele Jahre Verantwortung für zentrale Aufgaben unserer Kreisverwaltung getragen. Er hat Themen gründlich geprüft, rechtlich eingeordnet und dazu beigetragen, dass Entscheidungen sorgfältig vorbereitet und verantwortbar getroffen werden konnten“, sagte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Gerade in anspruchsvollen Situationen seien fachliche Klarheit, Erfahrung und Verlässlichkeit von besonderer Bedeutung. „Dafür danke ich ihm im Namen des Landkreises Northeim, des Kreistages und auch persönlich.“
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Schwerpunkt lag auf Sicherheit und Ordnung
Ein besonderer Schwerpunkt lag in den vergangenen Jahren im Bereich Sicherheit und Ordnung. Dazu gehörte zuletzt auch die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes angesichts neuer Anforderungen an Krisenvorsorge und Gefahrenabwehr.
„Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wie wichtig klare Strukturen, gute Vorbereitung und verlässliche Zusammenarbeit sind“, so Klinkert-Kittel. Richert habe in diesem Bereich Verantwortung getragen und dazu beigetragen, den Landkreis für anspruchsvolle Lagen weiter aufzustellen.
Richert begann seinen beruflichen Weg 1984 bei der Stadt Osnabrück. Dort war er zunächst im mittleren und gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst tätig. Parallel dazu qualifizierte er sich weiter, erwarb den Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt und studierte anschließend Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück. 1998 legte er die Erste Juristische Staatsprüfung ab, im Jahr 2000 folgte die Zweite Juristische Staatsprüfung.
Mehr als 25 Jahre beim Landkreis Northeim
Anfang 2001 wechselte Richert zum Landkreis Northeim. Dort wurde er als Justiziar eingestellt und zum Kreisassessor ernannt. In den folgenden Jahren übernahm er zunehmend Verantwortung in der Kreisverwaltung.
2014 wurde ihm die Leitung des Fachbereichs I „Zentrale Dienste und Schulen“ übertragen. 2018 folgte die Bestellung zum Dezernenten des Dezernats II „Sicherheit und Ordnung“. Im selben Jahr wurde Richert zum Ersten Kreisrat ernannt.
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hob hervor, dass Richert den Landkreis auch über die Kreisverwaltung hinaus vertreten habe, unter anderem im Abfallzweckverband Südniedersachsen sowie in verschiedenen Gremien des Niedersächsischen Landkreistages. Auch dort habe er sich für Zusammenarbeit, Vernetzung und Zukunftsfragen der Region eingesetzt.
Mit dem Ende seiner Amtszeit als Erster Kreisrat geht für Jörg Richert ein langer beruflicher Weg im öffentlichen Dienst zu Ende. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel wünschte ihm und seiner Familie für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Zufriedenheit und alles Gute.
Foto: Landkreis Northeim
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Mittelaltermarkt „Anno 1250“ bringt Ritter, Drachen und Gaukler in den Archäologiepark Höxter
Lesedauer: 7 Minuten
Kreis Höxter
Höxter (red). Drachenfeuer, Ritterturniere, Gaukler, Musik und mittelalterliches Markttreiben: Vom 10. bis 12. Juli verwandelt sich der Archäologiepark Höxter in Corvey erneut in die Welt von „Anno 1250“. Mehr als 400 Aktive bauen auf dem rund drei Hektar großen Gelände eine große Zeltstadt auf. Ritter, Spielleute, Händler, Komödianten, Handwerker, Heerlager, Stelzenwesen und ein Drache sollen den Mittelaltermarkt zu einem der großen Sommerereignisse in Höxter machen.
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Drache „Fangdorn“ kommt nach Höxter
Besonders viel Aufmerksamkeit dürfte „Fangdorn“ auf sich ziehen. Der zehn Meter lange und drei Meter hohe Drache wird von zwei Personen gesteuert und kann sich nach Angaben der Veranstalter natürlich bewegen. Mit Gebrüll, schlagendem Schweif, aufgestellten Flügeln, Rauch aus den Nüstern und Feueratem wird er mehrmals täglich im Archäologiepark zu sehen sein. „Wir freuen uns, in Höxter den Drachen Fangdorn präsentieren zu können, für den am Wall der Platz nicht ausgereicht hat“, sagt Nobby Morkes von Anno Events aus Gütersloh.
Zu sehen ist „Fangdorn“ am Freitag um 17 Uhr und 21.30 Uhr, am Samstag um 13.30 Uhr, 17.30 Uhr und 21 Uhr sowie am Sonntag um 12 Uhr und 17 Uhr. Tagsüber zeigt das Drachentheater das Märchen vom Elfenschatz. Am Freitag- und Samstagabend folgt die Feuershow „Von Drachen und Sternen“.
Ritterturniere, Feuerreiter und Musik von Fabula
Auch die Ritterturniere von Mandshur Tengri gehören wieder zum Programm. Unter dem Titel „Die vier Elemente“ zeigen die Ritter hoch zu Ross neue Stunts. Dabei sollen Lanzen splittern, Schwerter krachen und Ringe im vollen Galopp aufgespießt werden. In der Dämmerung sind zudem die Feuerreiter unterwegs. Die Turniere finden am Freitag um 19 Uhr und 21 Uhr, am Samstag um 15.30 Uhr, 18.30 Uhr und 21.30 Uhr sowie am Sonntag um 14.30 Uhr und 18.30 Uhr statt. „Es ist etwas ganz Besonderes, dass wir zwei unterschiedlichen Feuershows am Abend bieten können“, freut sich Madita Alberding vom Huxarium Gartenpark.
Musikalisch setzt „Anno 1250“ auf die Mittelalterband Fabula. Die Band blickt auf 30 Jahre Bühnenerfahrung und mehr als 800 Auftritte bei Mittelalter-Spektakeln, Konzerten und Folkfestivals in Europa zurück. In Höxter tritt Fabula am Freitag um 18.30 Uhr und 20.30 Uhr, am Samstag um 14 Uhr, 16 Uhr, 19 Uhr und 20.30 Uhr sowie am Sonntag um 13.30 Uhr, 15 Uhr und 17.30 Uhr auf. „Fabula bringt mit rhythmischer Sackpfeifenmusik aus allen vier Winden gute Laune, die Tanzbeine zum Wirbeln, die Herzen zum Lachen und das Blut in Wallung“, verspricht Morkes.
Schabernack, Gaukler und Handwerk im Archäologiepark
Für humorvolle Momente sorgen die Komödianten von Zeter und Mordio. Eva Medusa Gühne und Wolfgang Gundacker sind seit 1992 als Straßenclowns unterwegs und bringen mittelalterliches Possenspiel nach Höxter. Ihre Auftritte sind am Freitag um 20 Uhr, am Samstag um 16 Uhr und 19.30 Uhr sowie am Sonntag um 15.30 Uhr geplant. Zusätzlich sind sie als Walking-Acts auf dem Markt unterwegs. Gaukler Max jongliert mit Bällen, Fackeln und Keulen. Er tritt am Freitag um 17 Uhr und 20 Uhr, am Samstag um 13.30 Uhr, 15.30 Uhr, 17 Uhr und 20 Uhr sowie am Sonntag um 12 Uhr, 14 Uhr und 18 Uhr auf. Auch die Stelzenwesen des Federgeisttheaters ziehen über das Gelände.
Für die Veranstalter hat der Markt in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. „Erstmals in der Geschichte von Anno veranstalten wir einen Markt auf wirklich historischem Grund und lassen die untergegangene Stadt Corvey für ein Wochenende wieder auferstehen“, sagt Morkes. Das Welterbe in Sichtweite sei für Aussteller und Besucher ein zusätzlicher Reiz. Die Standplätze seien seit Monaten ausgebucht.
Erwartet werden mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher. Sie können über den Markt schlendern, in den Tavernen unter anderem Flammlachs, Schwein am Spieß oder Knobi-Brot kosten und Handwerkerinnen und Handwerkern beim Drechseln, Schmieden, Spinnen, Töpfern, Weben, Seiledrehen oder Ledernähen zuschauen.
Öffnungszeiten, Eintritt und Anreise
„Anno 1250“ öffnet am Freitag von 16 bis 22 Uhr, am Samstag von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es vorab online beim Huxarium Gartenpark sowie in der Tourist-Info Höxter. Reguläre Tickets kosten 16 Euro ab 14 Jahren, ermäßigte Karten 13 Euro. Kinder ab 1,20 Meter Körpergröße zahlen 9 Euro. An der Tageskasse werden außerdem vergünstigte Mehrtageskarten für zwei Tage oder das komplette Wochenende angeboten.
Kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Besucherparkplatz vor Schloss Corvey sowie entlang der Straße „Am Hafen“. Vom Bahnhaltepunkt Höxter ist der Archäologiepark rund zwei Kilometer entfernt. Am Samstag und Sonntag pendelt ab 11 Uhr stündlich die Bimmelbahn zwischen der Innenstadt und Corvey.
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