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Einbeck

Einbeck (red). Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Tennisvereins „Blau-Weiß Einbeck“ begrüßte der 1. Vorsitzende Jochen Büscher insgesamt 36 Mitglieder. Im Mittelpunkt der Versammlung auf der Terrasse des Clubhauses standen die Ehrung langjähriger Mitglieder, Auszeichnungen jugendlicher Spielerinnen und Spieler sowie der Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr.

Langjährige Treue und sportliche Erfolge

Ein besonderer Punkt auf der Tagesordnung war die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder. Für 25 Jahre Vereinstreue wurden Inge Sonnenburg und Elke Weiß ausgezeichnet. Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft wurden Udo Herre und Herbert Kerl geehrt. Seit 45 Jahren gehören Edeltraud Hebel, Werner Spors sowie Gisela und Wolfgang Wörner dem Verein an. Für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Dr. Rudolf Jansen, Jarka Kirchner, Birgit und Bernhard Kück, Jörg Meister, Anja Neuhaus und Helga Piest ausgezeichnet. Der Vorstand dankte allen Jubilarinnen und Jubilaren für ihre jahrzehntelange Verbundenheit und ihr Engagement für den Verein.

Jugendwartin Antje Zacharias und Jüngstenwartin Daniela Schön gratulierten dem erfolgreichen Nachwuchs des Vereins. Lukas Anton wurde für seinen zweiten Platz bei den Regionsmeisterschaften im Winter 2025 und Maximilian Klinke für den zweiten Platz bei den Regionsmeisterschaften im Sommer 2025 ausgezeichnet. Analie Grascha wurde für ihren ersten und zweiten Platz bei den Regionsmeisterschaften im Sommer beziehungsweise Winter geehrt. Victoria Ziamtsowa erhielt Auszeichnungen für ihren ersten und zweiten Platz bei den Regionsmeisterschaften. Zusätzlich wurden Victoria Ziamtsowa und Melina Grascha für den Pokalsieg in ihrer Spielklasse besonders gewürdigt. Für den ersten Platz bei seiner ersten Teilnahme an den Jüngstenmeisterschaften wurde Timon Mandalka ausgezeichnet.

Erfolgreiches Vereinsjahr

In seinem Jahresbericht hob der 1. Vorsitzende Jochen Büscher insbesondere den erfolgreichen Abschluss der energetischen Sanierung der Tennishalle hervor. Dank der Unterstützung mehrerer Fördermittelgeber wird die Halle nun klimaneutral mit Ökostrom betrieben. Gleichzeitig konnten neue Sponsoren für den Verein gewonnen werden.

Jochen Büscher betonte außerdem, dass neben den sportlichen Erfolgen vor allem das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder die Grundlage für ein lebendiges Vereinsleben bilde. Gemeinschaftsaktionen und Veranstaltungen hätten einmal mehr gezeigt, wie stark der Zusammenhalt im Verein mit seinen mehr als 400 Mitgliedern sei. Dem seit einem Jahr amtierenden Vorstand sprach der 1. Vorsitzende seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus.

Vorstand einstimmig entlastet

Finanzwart Jürgen Kröß berichtete den Mitgliedern von einer erfreulich stabilen wirtschaftlichen Entwicklung des Vereins. Die Kosten für die energetische Sanierung der Tennishalle blieben sogar leicht unter der veranschlagten Höhe. Gesunkene Energiekosten wirken sich zusätzlich positiv auf die Finanzen aus.

Die Rechnungsprüfer Hanno Jacobitz und Albrecht Koch bescheinigten dem Verein eine solide Haushaltsführung und gesunde Finanzen. Im Anschluss entlasteten die Mitglieder den Vorstand einstimmig. Als Rechnungsprüfer für das folgende Jahr wurden Hanno Jacobitz und Dietmar Schulze-Kissing gewählt.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung bedankte sich Jochen Büscher für die konstruktiven Beiträge, die engagierten Diskussionen und die Unterstützung der Vereinsmitglieder.

Foto: Blau-Weiß Einbeck 


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Holzminden

Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.

Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.

Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko

„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.

„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.

Ausgespülte Bereiche werden sichtbar

Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.

Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.

„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.

Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.

Durchquerungen können schnell gefährlich werden

„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.

DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig

Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.

„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.

Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.

Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen

Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.

„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.

Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.

Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.

Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.

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