Einbeck (red). In der Münsterkirche steht der Einbecker Kantorei am Sonnabend, 12. September, um 17 Uhr ein besonderer musikalischer Moment bevor: Im Rahmen des Konzertes wird ein neues Werk des Einbecker Komponisten und Cellisten Hans-Henning Ginzel uraufgeführt. Die Komposition trägt den Titel „Psalmen aus St. Alexandri“ und wurde eigens für diesen Anlass geschrieben.
Musikalische Meditation über Frieden und Hoffnung
Das Werk versteht sich als musikalische Meditation über die Suche nach Frieden in einer Zeit von Krieg, Spaltung und Verunsicherung. Auf der Grundlage verschiedener Psalmen führt die Komposition von der persönlichen Klage über die Erfahrung einer erschütterten Welt hin zu Hoffnung, Versöhnung und Heilung.
Dem Ruf des Einzelnen stehen darin die aufgewühlten Stimmen der Welt gegenüber. Bilder von Streit, Angst und Erschütterung verdichten sich zu der Frage, wie Frieden überhaupt möglich werden kann. Inmitten dieser Unruhe öffnet das Psalmwort „Seid still und erkennt: Ich bin Gott“ einen Raum der Stille.
Aus dieser Stille wächst die biblische Aufforderung, Frieden nicht nur zu ersehnen, sondern ihn aktiv zu suchen und ihm nachzujagen. Im Zentrum steht die Hoffnung, dass Liebe, Treue, Gerechtigkeit und Frieden einander begegnen. Das Werk mündet schließlich in das hebräische Wort „Schalom“ – Frieden als Ganzheit, Versöhnung und gemeinsamer Auftrag. Aus der anfänglichen Klage wird damit eine Botschaft, die heute aktueller denn je erscheint: „Hevenu Schalom Aleichem“ – Wir bringen Frieden zu euch.
Ein Werk aus persönlicher Verbindung
Hans-Henning Ginzel wirkt seit mehr als 15 Jahren als Filmkomponist, Komponist zeitgenössischer Musik, Cellist und Dirigent. 14 internationale Preise dokumentieren seinen Werdegang. In der Münsterkirche war er bereits als Cellist zu hören, auch bei der Uraufführung seines neuen Werkes wird er als Cellist mitwirken.
Entstanden ist die Idee durch den persönlichen Kontakt zwischen Ginzel und Kantorin Ulrike Hastedt. Das Kantoreikonzert, in dem verschiedene Psalm-Kompositionen zu hören sein werden, erhält dadurch einen besonderen zusätzlichen Akzent. „Das ist eine ganz besondere Erfahrung für uns“, so Kantorin Hastedt, „ein noch nie gehörtes Werk zur Aufführung zu bringen.“
Der Vorverkauf für das Kantoreikonzert beginnt voraussichtlich am 1. August. Karten für nummerierte Plätze können dann über Reservix sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen, darunter die Einbecker Touristinfo, erworben werden.
Foto: Hans-Henning Ginzel