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Einbeck

Einbeck (red). Im Rahmen ihrer Betriebsbesuche besuchte die Bürgermeisterkandidatin Antje Sölter ein relativ kleines, aber nach ihrer Einschätzung sehr bedeutungsvolles Unternehmen: die Raiffeisen Viehzentrale (RVZ). Die Kandidatin ist für ihre Nähe zur Landwirtschaft bekannt, sodass sie sich auch zu einem oft kritisch betrachteten Thema ein eigenes, realistisches Bild machen wollte.

Aus einer kleinen Genossenschaft, die seit 1985 wie ein familiengeführtes Unternehmen arbeitete und anfangs in verschiedenen Ortsteilen im Stadtgebiet beheimatet war, wurde im Laufe der Jahre das regional bedeutende Viehhandelsunternehmen RVZ. Seit jeher ist Bartshausen der Bürostandort, in Drüber ist der Betriebshof inklusive eines Notstalls beheimatet. Mit derzeit vier Büromitarbeitenden und fünf Kraftfahrern sowie einem eigenen Fuhrpark von fünf Lkw sei der Betrieb nach eigener Darstellung mehr als ausgelastet.

Koordination von Transporten und Schlachtterminen

Die RVZ koordiniert Landwirte, Schweine und Fahrer sowie Schlachttermine, um maximale Effizienz bei der Beförderung sicherzustellen, vor allem aber auch, um nach eigener Darstellung dem Tierwohl höchste Priorität einzuräumen. Transportzeiten von maximal vier Stunden nach der Ladung würden hierdurch garantiert. Eine Herausforderung sei auch, dass die Anzahl der Schlachthöfe deutschlandweit abnehme. Die angefahrenen landwirtschaftlichen Betriebe unterscheiden sich dabei stark in Größe und Bedarf: vom kleinsten Betrieb mit acht Ferkeln pro Lieferung bis zum größten mit 1.899 Ferkeln wöchentlich.

Sölter hebt Kontrollen hervor

Darüber hinaus bietet die RVZ den Landwirten nach eigenen Angaben umfassenden Service – beratend, koordinierend und vernetzend. Antje Sölter zeigte sich tief beeindruckt von dem facettenreichen Arbeitsumfang. Wichtig war ihr auch die Information, dass Schweine durch eine Software quasi „gläsern“ seien, jegliche Informationen eingepflegt würden und auch durch die Mitarbeitenden der RVZ eingesehen werden könnten. Der tägliche Blick in die Software mache aus ihrer Sicht deutlich, dass Tierwohl wie auch Verbraucherschutz im Vordergrund stünden, so die Kandidatin.

Zusätzliche tierärztliche Kontrollen direkt am Schlachthof, noch bevor ein Schwein diesen betreten habe, bestätigten dies nach ihrer Einschätzung. Eine für die Kandidatin neue und wichtige Information sei gewesen, dass sowohl ein Salmonellen- als auch ein Antibiotika-Status im Vorfeld ermittelt werde.

Kandidatin sieht Tierwohl als respektiertes Ziel

„Ich betrachte das Tierwohl als nicht gefährdet, sondern als respektiertes Ziel – dank strikter Regeln, kontinuierlicher Kontrollen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Viehzentrale. Aus einer kleinen Genossenschaft, die in einem Wohnhausbüro startete, ist heute der regionsgrößte Vermarkter in Einbeck-Bartshausen geworden. Diese Kontinuität über Jahre hinweg stärkt das Vertrauen der Landwirte und beweist eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Landwirten und RVZ“, so Sölter.

„Damit möchte ich mich nicht für einen täglichen Fleischverzehr starkmachen! Es geht in diesem Beitrag nicht um den Fleischkonsum an sich. Es geht um Transparenz und Wissen, wie sich ein Weg vom Schweinestall zum Schlachthof gestaltet, und darum hervorzuheben, was dieser Betrieb an täglichen Herausforderungen meistert. Der größte Vermarkter der Region sitzt in Einbeck – das macht mich stolz. Auch das gehört zur Landwirtschaft!“

Foto: Sölter


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Einbeck

Einbeck (mhn/red). „Selten und begehrt – Motorräder mit Geschichte“ – so lautet in diesem Jahr das Motto des „PS.Bikertags“, der am 29. August 2026 von 11 bis 17 Uhr am PS.Speicher bereits zum 8. Mal stattfindet. Längst ist die Veranstaltung zur Tradition geworden und lädt Motorradbegeisterte aus nah und fern bei freiem Eintritt zum Bestaunen und Fachsimpeln ein. Wie in jedem Jahr sind alle willkommen – ob mit Motorrad oder ohne.

Motorräder aus der Community

Um 11 Uhr präsentiert Andy Schwietzer unter „Zeig uns dein Bike – Die Geschichten hinter den Bikes“ ausgewählte Motorräder aus der Community. Gemeinsam mit den Besitzerinnen und Besitzern erzählt er die Geschichten hinter den Maschinen: besondere Reisen, Erinnerungen, Umbauten und Erlebnisse, die jedes Motorrad einzigartig machen.

Präsentation „Die Unverstandenen“

Um 13.30 Uhr stellt Kurator Andy Schwietzer unter dem Motto „Die Unverstandenen“ verschiedene Motorräder aus der Sammlung MOTORRAD vor – begleitet von Interviews und Hintergrundwissen zu diesen außergewöhnlichen Fahrzeugen. Die Präsentation findet an der Verladerampe auf der Ostseite des Hauptgebäudes statt – mit spannenden Geschichten zu jedem Modell.

„Zeig uns dein Bike“ geht in die zweite Runde

Auch um 15.30 Uhr stehen wieder ausgewählte Motorräder und ihre Besitzerinnen und Besitzer im Mittelpunkt. Andy Schwietzer stellt die Fahrzeuge vor und spricht mit den Fahrerinnen und Fahrern über die Erlebnisse, Geschichten und besonderen Momente, die sie mit ihren Motorrädern verbinden.

Neuer Motorradkalender für 2027

Neu in diesem Jahr ist der offizielle „PS.Speicher Motorradkalender 2027“, der zwölf besondere Motorräder mit zwölf Motiven für die zwölf Monate des Jahres präsentiert. Damit die einzelnen Motive nach dem jeweiligen Monatswechsel nicht aus dem Blickfeld verschwinden, lassen sich die Kalenderblätter am unteren Rand abtrennen. So können die Motorradbilder anschließend beispielsweise eingerahmt und weiterhin an der Wand präsentiert werden.

Sammlung „Motorrad“ mit rund 1.000 historischen Motorrädern

Wer noch tiefer in die Geschichte des Motorrads eintauchen möchte, kann nach Angaben des PS.Speichers die Sammlung „Motorrad“ mit rund 1.000 historischen Motorrädern und der weltweit größten Sammlung historischer deutscher Serienmotorräder besuchen.

Dafür eignet sich sowohl das Einzelticket für die Sammlung „Motorrad“ als auch das Tagesticket, mit dem zusätzlich die Erlebnisausstellung und alle weiteren Sammlungen des PS.Speichers entdeckt werden können. Insgesamt erwarten die Besucherinnen und Besucher über 2.500 historische Fahrzeuge und mehr als 8.000 Modellfahrzeuge. 

Foto: gs

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