Einbeck (red). Die SPD Einbeck hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Ahlshausen einstimmig ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 13. September beschlossen. Nach intensiven Beratungen und Diskussionen innerhalb der Partei wurde damit die inhaltliche Grundlage für die kommenden fünf Jahre verabschiedet.
Im Mittelpunkt des Programms steht nach Angaben der SPD das Ziel, Einbeck mit seinen 46 Ortschaften sozial, wirtschaftlich und nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Partei wolle dabei auf konkrete und nach eigener Einschätzung finanzierbare Maßnahmen statt auf aus ihrer Sicht kostspielige Prestigeprojekte setzen.
Familien, Kinder und Bildung im Mittelpunkt
Familien, Kinder und Bildung bilden nach Angaben der SPD einen Schwerpunkt des Programms. Dazu gehörten der weitere Ausbau und die Sicherung von Krippen- und Kita-Plätzen, eine verlässliche Betreuung sowie der Erhalt aller Grundschulstandorte und moderne, inklusive Schulen mit Ganztagsangeboten.
Ebenso wolle die SPD jungen Menschen bessere Perspektiven bieten. Die Jugendarbeit solle gestärkt, das Haus der Jugend und die geplante Multifunktionshalle unterstützt sowie die Beteiligungsmöglichkeiten des Kinder- und Jugendparlaments ausgebaut werden.
Investitionen und Finanzpolitik
Als weiteren Schwerpunkt nennt die SPD eine aus ihrer Sicht solide und verantwortungsvolle Finanzpolitik. Investitionen sollten gezielt dort erfolgen, wo sie den Menschen unmittelbar zugutekämen – beispielsweise in Bildung, Infrastruktur, Brandschutz und die Lebensqualität vor Ort. Gleichzeitig bekenne sich die SPD zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Steuergeldern.
Großen Wert lege das Programm nach Angaben der Partei zudem auf eine stärkere Bürgerbeteiligung und die Unterstützung der Ortschaften.
Ortsräte und Ehrenamt sollen gestärkt werden
Transparente Entscheidungen, frühzeitige Information sowie die Stärkung der Ortsräte und Ortsvorsteher sollten nach den Vorstellungen der SPD die kommunale Demokratie weiter fördern.
Auch Teilhabe, Ehrenamt und Sicherheit nähmen einen wichtigen Platz im Wahlprogramm ein. Die SPD wolle Barrieren weiter abbauen, das Ehrenamt stärker unterstützen und die Feuerwehren personell wie technisch zukunftsfähig aufstellen. Ebenso solle nach den Vorstellungen der Partei die Lebensqualität durch ein sauberes Stadtbild, gepflegte öffentliche Räume sowie Investitionen in Sportstätten, Kulturangebote und historische Einrichtungen verbessert werden.
Wohnraum und Stadtentwicklung als weitere Themen
Für die Stadtentwicklung setze die SPD auf mehr bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum, die Bekämpfung von Leerständen, den Erhalt historischer Gebäude und die Entwicklung neuer Wohngebiete sowohl in der Kernstadt als auch in den Dörfern.
Darüber hinaus nennt die Partei die Stärkung der Wirtschaft und des Tourismus sowie die Sicherung der medizinischen Versorgung als weitere Schwerpunkte. Ziel sei es, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen, touristische Potenziale weiter auszubauen, die haus- und fachärztliche Versorgung langfristig zu sichern und den Krankenhausstandort Einbeck zu erhalten.
Mobilität, Glasfaser und Hochwasserschutz
Auch die Mobilität solle nach den Vorstellungen der SPD zukunftsfähig gestaltet werden. Die Partei spricht sich für einen besseren öffentlichen Nahverkehr, barrierefreie Haltestellen, sichere Radwege, die Sanierung der Straßen sowie den flächendeckenden Glasfaserausbau aus. Zum Programm gehörten zudem Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz, eine nachhaltige Energieversorgung sowie die Unterstützung attraktiver Ortschaften und eines verantwortungsvollen Tier- und Naturschutzes.
Bürgermeisterkandidat René Kopka zeigte sich nach der Mitgliederversammlung erfreut über den Abschluss der Programmarbeit:
Kopka spricht von einer „Teamleistung“
„Unser Wahlprogramm ist das Ergebnis einer echten Teamleistung. Viele engagierte Mitglieder haben ihre Ideen, Erfahrungen und Anregungen eingebracht. Gemeinsam haben wir ein Programm entwickelt, das konkrete Antworten auf die Herausforderungen unserer Stadt gibt und gleichzeitig finanziell verantwortbar ist. Dafür danke ich allen, die sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement eingebracht haben.“
„Die Aufstellung unserer Kandidatinnen und Kandidaten sowie die Diskussionen zum Wahlprogramm haben gezeigt, dass wir als SPD Einbeck geschlossen und hoch motiviert in die entscheidende Phase des Wahlkampfes gehen. Das ist ein starkes Signal. Wir verfügen über ein überzeugendes personelles Angebot und ein Programm, das die Interessen der Menschen in der Kernstadt und in allen 46 Ortschaften gleichermaßen im Blick hat.
SPD will Programm im Wahlkampf vorstellen
Jetzt werden wir unsere Ideen weiter auf zahlreichen Veranstaltungen, bei Bürgerdialogen und im persönlichen Gespräch vorstellen. Ich freue mich darauf, mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft unserer Stadt ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Verantwortung für Einbeck zu übernehmen.“
Mit dem einstimmigen Beschluss ihres Wahlprogramms sieht sich die SPD Einbeck nach eigener Einschätzung inhaltlich und personell hervorragend für die kommenden Wochen bis zur Kommunalwahl aufgestellt.
Mit René Kopka an der Spitze wolle die SPD Verantwortung für eine nach ihren Vorstellungen moderne, soziale, wirtschaftlich starke und lebenswerte Stadt übernehmen. Zudem wolle die Partei die aus ihrer Sicht erfolgreiche Entwicklung Einbecks gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern fortsetzen.
Wahlprogramm für die Jahre 2026 bis 2031
Das vollständige Wahlprogramm für die Wahlperiode 2026 bis 2031 steht nach Angaben der SPD ab sofort auf der Internetseite der Partei zur Verfügung. Es kann online eingesehen und als PDF heruntergeladen werden: www.spd-einbeck.de/wahlprogramm-2026-2031.
Foto: SPD Einbeck