Radweg nach Relliehausen nimmt Gestalt an: Stadt Dassel beginnt mit dem Bau nach jahrzehntelanger Planung
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Dassel
Dassel/Relliehausen (ber). Das jahrzehntelange Warten hat ein Ende. Am gestrigen Donnerstag, 20. August, wurde das Projekt für den Fahrradweg zwischen Dassel und Relliehausen mit dem symbolischen Spatenstich offiziell gestartet.
Radweg führt von Jobachem bis zu Hahnemühle
Der Weg wird vom Firmengelände von „Jobachem“ in Dassel bis zum Gelände der Firma „Hahnemühle“ in Relliehausen führen. Hahnemühle gibt für den neuen Radweg sogar einen Teil ihrer Betriebsfläche ab.
Die Kosten sollen sich auf 673.000 Euro belaufen. Eine Prognose der Stadt Dassel im Frühjahr lag noch bei etwa 800.000 Euro. Wolter zeigte sich erfreut darüber, die Schätzung unterbieten zu können: „Wir sollten diesen Schwung mit in die kommenden Jahre nehmen, um weitere Projekte in diesem Ausmaß zu realisieren.“
Relliehäuser verabschieden sich vom alten Schotterweg
Sven Wolter, Bürgermeister der Stadt Dassel, hieß alle anwesenden Gäste willkommen. Erfreut zeigte er sich auch über die anwesenden Relliehäuserinnen und Relliehäuser, die sich mit einer letzten Fahrt über den Schotter vom alten Weg verabschiedeten.
„Wir sollten den Glauben an funktionierende Fahrradwege nie aufgeben. Dank positiver Bereitschaft kann das Projekt in Angriff genommen werden“, berichtete Wolter erfreut.
Neue Wasserleitung wird zuerst verlegt
Der neue Radweg wird eine Länge von 1,6 Kilometern haben. Unter dem Radweg wird eine neue Wasserleitung verlegt. Die Kosten hierfür betragen 86.000 Euro. Die Wasserleitung wird die erste Baumaßnahme des Projekts sein. Innerhalb von drei Monaten soll der drei Meter breite Fahrradweg befahrbar sein.
Stefan Guhl, Ortsbürgermeister von Relliehausen, gab einen Rückblick auf die Vorgeschichte: „Den ersten Entwurf für diesen Radweg gab es im Jahr 1986. Damals wurden Unterschriften für das Projekt gesammelt, danach wurde es jedoch fallen gelassen. In den letzten Jahrzehnten kam das Thema immer mal wieder auf den Tisch. Ich freue mich, dass wir mit der Firma ‚Eurovia‘ nun einen Partner finden konnten, der das Projekt in die Hand nimmt.“
Mit dem Radweg soll künftig eine sichere Alternative zur Landesstraße 548 geschaffen werden.
Foto: ber
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Fertig bin ich nicht, fertig sind wir nicht – also lasst uns gemeinsam weitermachen.
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Rat entscheidet über zwei Abberufungen: Fischer verliert Amt, Bandke bleibt Bürgermeister
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Eschershausen-Stadtoldendorf
Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.
Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.
Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.
Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt
Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.
Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.
Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht
Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.
Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.
Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers
Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.
Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.
Fotos: awin
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