Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Einbeck/Eckfeld/Balnace_Einbeck_Premium_13-11-25.gif#joomlaImage://local-images/Einbeck/Eckfeld/Balnace_Einbeck_Premium_13-11-25.gif?width=295&height=255
Anzeige
Dassel

Dassel (red). Die Niedersächsischen Landesforsten sind mit der Errichtung eines Wildnisgebietes im Solling beauftragt. Über die Umsetzung und die Planungen berichtete auf Einladung des Kreistagsabgeordneten Gerhard Melching Förster Peter Martensen in Lauenberg. Die SPD-Stadtratsfraktion Dassel hält eine Nachbesserung des Konzeptes insbesondere bei der Wegeführung für den Brandschutz sowie für Freizeit und Tourismus für notwendig. Außerdem fordert sie einen Ausgleich für mögliche Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Dassel.

SPD sieht wirtschaftliche Nachteile für Dassel

Dass die 1.000 Hektar des Wildnisgebietes aus der Bewirtschaftung herausgenommen werden und der Wald sich im Grunde selbst überlassen wird, bedeutet nach Auffassung der SPD für die Forstwirtschaft in Dassel einen erheblichen Nachteil. Der Naturschutz sei eine anerkannte und bedeutende Aufgabe, der Bund und Land auch durch die Einrichtung von „Naturwäldern“ nachkämen.

Land- und Forstwirtschaft seien in Dassel von größerer Bedeutung als in anderen Regionen Niedersachsens. Neben den Landesforsten seien die Sägewerke, Fuhrunternehmen und Holzrücker in Dassel wichtige Wirtschaftsbetriebe. Die wirtschaftlichen Nachteile für die Entwicklung der Stadt Dassel müssten nach Auffassung der SPD-Ratsfraktion kompensiert werden.

Wegekonzept soll nach Auffassung der SPD überarbeitet werden

Das derzeit geplante Wegekonzept im Wildnisgebiet Solling berücksichtigt nach Ansicht der SPD die Belange der Stadt Dassel in den Bereichen Schutz vor Waldbränden sowie Freizeit und Tourismus nicht ausreichend. Nach Auffassung der SPD müsse das Wildnisgebiet für die Menschen erlebbar gemacht werden.

Ein Wildnisgebiet ohne Wege komme nach Ansicht der SPD faktisch einem Betretungsverbot gleich. In einem Wildnisgebiet sollen sich Fauna und Flora unbeeinträchtigt entwickeln. Dazu sei es nach Auffassung der Fraktion notwendig, Fahrrad- und Wanderwege entsprechend der sensiblen Bedingungen zu steuern und festzulegen. Niemand solle „querwaldein“ für Unruhe sorgen.

Die SPD hält es für wichtig, dass Menschen die Natur angemessen erleben könnten und nicht aus großen Teilen des Sollings ausgesperrt würden. Die Aussage, dass es kein Betretungsverbot gebe, reiche aus Sicht der Fraktion nicht aus.

Brandschutz spielt für die SPD eine zentrale Rolle

Als weiteren wichtigen Punkt nennt die SPD den Schutz der Bevölkerung und der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden bei Waldbränden. Nach Angaben der Fraktion habe die Feuerwehr in Gesprächen immer wieder deutlich gemacht, dass ein Waldbrand bereits in der Entstehungsphase schnell bekämpft werden müsse.

Die Feuerwehr habe bereits vor längerer Zeit darauf hingewiesen, dass die Waldbrandkarten überarbeitet werden müssten. Dabei sollten nach Auffassung der SPD Routen im Kreisverkehr für Feuerwehrfahrzeuge festgelegt werden, da Begegnungsverkehr auf den Waldwegen nicht möglich sei und ein Einschluss von Einsatzkräften im Falle eines Waldbrandes unbedingt verhindert werden müsse. Außerdem sollten nach Ansicht der Fraktion Wasserentnahmestellen revitalisiert werden.

16,7 Kilometer Waldwege sollen aufgegeben werden

Nach derzeitigen Planungen sollen nach Angaben der SPD 16,7 Kilometer Waldwege aufgegeben werden. Teilweise endeten Waldwege am Wildnisgebiet in einer Wendeschleife. Obwohl seit Jahren über eine Verbesserung der Waldbrandbekämpfung im Solling gesprochen werde, stellten die aktuellen Planungen nach Auffassung der SPD eine deutliche Verschlechterung dar.

Damit könne eine adäquate Brandbekämpfung über die verbleibenden Wege nach Darstellung der Fraktion teilweise erst in der Nähe von Ortschaften wie Sievershausen und Relliehausen beginnen. Einzelne städtische Flächen könnten ihrer Einschätzung nach kaum noch erreicht werden.

SPD unterstützt Forderungen von Bürgermeister Sven Wolter

Der Solling sei zwar ein Mischwaldgebiet und nach Einschätzung der SPD nicht so gefährdet wie reine Nadelwälder. Die Fraktion verweist jedoch auf aktuelle Waldbrände in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, bei denen nach ihrer Darstellung auch Mischwälder betroffen gewesen seien und Ortschaften hätten evakuiert werden müssen.

Die SPD Dassel kündigt an, die Forderungen nach einem besseren Schutz der Bevölkerung und der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, die Bürgermeister Sven Wolter nach Angaben der Fraktion anlässlich der Informationsveranstaltung vorgebracht habe, vollumfänglich zu unterstützen.

Aus Sicht der SPD dürfe Naturschutz vor diesem Hintergrund nicht wichtiger sein als der Schutz von Menschen und Häusern. Das Land Niedersachsen müsse als Eigentümer des Sollings nach Auffassung der Fraktion die notwendigen Wege sichern.


Anzeige
Lesedauer: 4 Minuten
Anzeige

Politische Werbung – Einbeck.

Einbeck mit seinen 46 Ortschaften und den vielen engagierten Menschen ist unsere Stärke. Gleichzeitig stehen wichtige Aufgaben vor uns: eine leistungsfähige Verwaltung, sichere Arbeitsplätze, gute Bildungsangebote und eine verlässliche Infrastruktur.

„Ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters, weil ich Verantwortung für Einbeck übernehmen und unsere Stadt gemeinsam mit den Menschen weiterentwickeln möchte – sachlich, zuverlässig und nah an den Menschen“, erklärt Bürgermeisterkandidat René Kopka.

Für diese Aufgabe bringt Kopka vielfältige berufliche und politische Erfahrungen mit. Als ausgebildeter Bankkaufmann und Diplom-Sozialwirt mit Schwerpunkten in Arbeitsrecht, Personalwirtschaft, Politikwissenschaft sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft verfügt er über eine breite fachliche Grundlage. Berufliche Stationen, unter anderem als Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion mit Personal- und Haushaltsverantwortung, haben ihn auf die Verantwortung als Bürgermeister vorbereitet. Als Landtagsabgeordneter setzt er sich zudem für klare Entscheidungen, transparente Politik und eine starke Vertretung kommunaler Interessen ein.

„Mir ist wichtig, dass sich die Menschen auf ihre Stadtverwaltung verlassen können – in der Kernstadt genauso wie in unseren Ortschaften“, betont Kopka. Einbeck brauche eine starke Wirtschaft, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte sowie einen verantwortungsvollen Klima- und Umweltschutz.

Im Mittelpunkt müsse dabei immer die Lebensqualität der Menschen stehen. „Einbeck soll eine Stadt bleiben, in der Familien gerne leben, junge Menschen Perspektiven finden und ältere Menschen gut versorgt sind.“ Dazu gehörten gute Kitas und Schulen, eine verlässliche gesundheitliche Versorgung, bezahlbarer Wohnraum sowie attraktive Sport-, Freizeit- und Kulturangebote.

Eine besondere Stärke Einbecks sieht Kopka im Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Vereine, Unternehmen und Ehrenamtliche trügen wesentlich dazu bei, dass die Stadt und ihre Ortschaften lebendig und lebenswert seien.

„Dieses Engagement möchte ich stärken. Als Bürgermeister möchte ich ein verlässlicher Ansprechpartner für alle Generationen und für die Menschen in allen 46 Ortschaften sein. Gemeinsam können wir Einbeck weiterentwickeln – mit klaren Prioritäten, verantwortungsvollen Entscheidungen und einem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen“, so Kopka abschließend.

Politische Werbung

Auftrageber, finanziert durch und V.i.S.d.P: SPD-OV Einbeck, Knochenhauerstr. 7, 37574 Einbeck

Video: Florian Spieker

Anzeige

Lesedauer: 6 Minuten
Holzminden

Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.

Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.

Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.

Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen

Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.

Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg

Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.

Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.

Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern

Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.

Vom VW 411 zum VW 412

Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.

Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.

Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.

Wer mehr über den Verein und die Historie des VW Typ 4 erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite der „VW411-412 Friends e. V.“.

Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.

Fotos: Laurenz Blanck

Anzeige