Dassel (red). Seit dem Jahr 2000 existiert die Tagesgruppe der Evangelischen Jugendhilfe Obernjesa e. V. „Im Forsthaus“ in Seelzerthurm. Die Tagesgruppe bietet Platz für zwölf Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren, die nach der Schule bis zum späten Nachmittag dort betreut und gefördert werden. Drei Pädagoginnen und Pädagogen, eine Lehrerin und eine Familientherapeutin in Ausbildung sorgen für die Umsetzung des Konzeptes. Die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen, ihre individuelle Entwicklung sowie die Förderung der schulischen Fähigkeiten sind Teil des Konzeptes.
Ein Team für Betreuung und Förderung
Eine Köchin, die täglich ein frisches Mittagessen zubereitet, zwei Fahrerinnen, die die Kinder von den Schulen abholen und am Nachmittag wieder nach Hause bringen, sowie eine Reinigungskraft und ein Hausmeister gehören ebenfalls zum Team. Die Erzieherinnen Lisa Sommer und Birte Schamuhn gaben der SPD Dassel einen umfassenden Einblick in die Aufgaben und Herausforderungen der Tagesgruppe.
Neben der Betreuung und Förderung in der Tagesgruppe ist die Zusammenarbeit durch regelmäßige Elterngespräche und eine enge Kooperation mit den Schulen und dem Northeimer Jugendamt ein wichtiger Baustein, um erfolgreich für die Kinder und Jugendlichen tätig sein zu können.
Hilfeplan wird regelmäßig überprüft
Die Grundlage der Hilfemaßnahme für Familien ist ein mit allen Institutionen gemeinsam entwickelter Hilfeplan, der alle sechs Monate besprochen und reflektiert wird.
Die Arbeit in der Tagesgruppe zeichnet sich durch eine feste Struktur, gegenseitige Wertschätzung und einen festen Wochenplan aus. So gibt es Gemeinschaftsziele, an denen die Gruppe zusammenarbeitet, um bei deren Erreichen eine gemeinsame Aktivität erleben zu können. Ein striktes Handyverbot, keine Kraftausdrücke, keine körperlichen Auseinandersetzungen und ein mitbestimmender Kinderrat sind ebenfalls Teil des Konzeptes.
Mehr Mädchen als Jungen in der Gruppe
Zum ersten Mal seit Jahren sind in der Gruppe mehr Mädchen als Jungen. Die Kinder und Jugendlichen haben in der Regel getrennt lebende Eltern, Schwierigkeiten in der Schule und eine emotionale Vorbelastung. Bei mehr als der Hälfte der Gruppe wurde ADHS diagnostiziert, weitere haben einen Pflegegrad.
Die Ratsfrauen Heike Hoffmann und Cornelia Schmidt, Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Gleichstellung, bedankten sich für die Einblicke in die tägliche Arbeit der Tagesgruppe und die Präsentation. Sie erklärten, dass die Erkenntnisse durch die SPD in der politischen Arbeit in den kommunalen Gremien berücksichtigt würden.
Foto: SPD Dassel