Gandersheimer Domfestspiele danken langjährigen Mitarbeitenden für Engagement und Treue
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Bad Gandersheim-KalefeldDanke für langjähriges Engagement (v. l.): Brunhilde Kühle, Julia Lormis, Intendant Achim Lenz, Jennifer Traum, Sandra Becker, Geschäftsführer Markus Kuhlmann, Jens Witzke, Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz, Andrea Nolte, Jessica Krause, Ferdinand von Seebach, Patricia Martin und Johannes Kiesler.
Bad Gandersheim (red). Die Gandersheimer Domfestspiele haben zum Ende der Spielzeit auch in diesem Jahr mehrere langjährige Mitarbeitende geehrt. Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz, Intendant Achim Lenz und Geschäftsführer Markus Kuhlmann haben im Kreise des Ensembles und der Mitarbeitenden beim Abschlusstreffen im Kulturhof einen großen Dank für das Engagement ausgesprochen – „an Menschen, die nicht immer in der ersten Reihe des Rampenlichts stehen, ohne die hier aber auch nichts laufen würde“, wie Schwarz sagte.
Langjähriger Einsatz beim Einlass und in der Technik
Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz würdigte drei der Einlassdamen, ohne deren Job keine Vorstellung stattfinden könnte. Seit 15 Jahren dabei sind Brunhilde Kühle und Andrea Nolte, seit zehn Jahren Jessica Krause.
Seit mehr als zehn Jahren ist Jens Witzke bereits im Team der Gandersheimer Domfestspiele dabei. Er sorgt als „Verfolger-Fahrer“ seit vielen Spielzeiten dafür, dass die Akteure auf der Bühne im richtigen Licht zu sehen sind.
Seit 2017 im Team ist Julia Lormis, die sich um die Fotografie und die Social-Media-Kanäle der Gandersheimer Domfestspiele kümmert. In diesem Jahr zeichnete sie außerdem erstmals für ein Bühnenbild verantwortlich – bei „Come Together – die große Beatles-Show“.
Musikalische Leitung und vielseitiger Einsatz
Geehrt wurden außerdem die langjährigen musikalischen Leiter der Domfestspiele, Patricia Martin und Ferdinand von Seebach. Ohne sie beide würde der mittlerweile typische Sound bei den Inszenierungen fehlen.
Zum zehnten Mal dabei, anfangs von 2013 bis 2015 als Darsteller unter anderem in „Comedian Harmonists“, seit 2021 als Kostüm- und Regieassistent, in Technik oder Beleuchtung und überhaupt überall, wo Hilfe benötigt wird, ist Johannes Kiesler.
Von der Kostümabteilung bis zur Dramaturgie
Als Kostümassistentin hat Sandra Becker 2012 bei den Gandersheimer Domfestspielen begonnen. 2013 zeichnete sie beim „Gestiefelten Kater“ für die erste Ausstattung verantwortlich. Seit 2017 ist Sandra Becker die Leiterin der Kostümabteilung.
Jennifer Traum hat 2011 als Aushilfe im Künstlerischen Betriebsbüro begonnen, das sie seit 2015 leitet, ist seit 2018 als Dramaturgin die rechte Hand von Intendant Achim Lenz und seit vergangenem Jahr auch stellvertretende Intendantin.
Foto: Gandersheimer Domfestspiele gGmbH / Frank Bertram
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Nicht sichtbare Gefahr bei Niedrigwasser: DLRG Holzminden warnt vor dem Betreten und Durchqueren der Weser
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Holzminden
Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.
Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.
Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko
„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.
„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.
Ausgespülte Bereiche werden sichtbar
Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.
Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.
„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.
Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.
Durchquerungen können schnell gefährlich werden
„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.
DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig
Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.
„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.
Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.
Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen
Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.
„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.
Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.
Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.
Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.
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