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16.05.2017 - 09:23 Uhr

Mein Osterfest 2017 in einem buddhistischen Kloster: Achtsamkeitspraxis für Frieden in der Welt und Frieden in deinem Herzen

Zweieinhalb Jahre sind vergangen, seit ich das erste Mal das „Europäische Zentrum für angewandten Buddhismus“ in Waldbröl, in der Nähe von Köln besucht habe. Gegründet wurde dieses Kloster vom großen buddhistischen Mönch Thich Nhat Hanh.

In diesem Jahr habe ich Ostern dort verbracht. Ein anderes Ostern als wir es in der westlichen Welt normalerweise kennen. Ich erlebe es sinnlich, achtsam und in völliger Ruhe.

Ich stehe im Speisesaal des EIAB. Ich schaue, was es zu essen gibt, und überlege mir, wieviel ich essen möchte und wieviel mir wohl gut tut. Nachdem ich meine Schale gefüllte habe, suche ich mir einen freien Platz im Essenssaal des Zentrums. Alle Besucher schweigen.

Am Tisch sitzend verweile ich, mein Essen betrachtend und mit dem Gefühl der Dankbarkeit, einige Minuten sehr achtsam. Erst vor ein paar Stunden habe ich in einem Vortrag gehört, dass es in einigen Gebieten in Afrika seit zwei, teilweise seit drei Jahren nicht geregnet hat. Dort gibt es nichts zu Essen. Ca. vier Millionen Menschen sind davon betroffen. Viele Kinder verhungern. Das macht mich sehr betroffen. Mein Teller steht vor mir und ich bin mir bewusst, welches Geschenk es ist, dass ich etwas so Gutes zu essen habe.

Nach ein paar Minuten erklingt eine Glocke. Wir beginnen alle gemeinsam mit Essen, sehr langsam und wir sind nicht in Eile. Ich muss nirgendwo hin und habe derzeit auch nichts anderes zu tun. Ich esse.

Nach einigen Minuten erklingt wieder eine Glocke. Dieser Klang ist das Zeichen für uns alle, einen Moment inne zu halten, zu prüfen, ob wir mit unseren Gedanken schon wieder in der Zukunft sind, um etwas zu erledigen, was derzeit weder möglich noch dran ist, oder ob wir uns in irgendwelchen Grübeleien verstricken.

Für uns westliche Menschen ist dieser Moment ein interessantes Bild. Alles hält an. So, als ob wir einen Film anschauen und kurzweilig auf Pause drücken.
Manche Teilnehmer wollten sich gerade noch etwas vom Buffet holen, sie bleiben stehen, genau dort an dem Ort, an dem sie sich im gegenwärtigen Moment befinden, in genau der gerade eingenommenen Position. Ich lächele und atme…..und ertappe mich dabei, dass ich gerade überlegt habe, ob ich wohl ohne im Stau stecken zu bleiben, nach Hause komme und was ich dann noch erledigen möchte. Ich bin zwar nicht im Stau, aber mal wieder in meinen Gedanken stecken geblieben.

Wie sinnlos sind solche Gedanken bei einem Mittagessen an einem Ostermontag?!

Nach 20 Minuten ertönt im Speisesaal die Glocke, die das Schweigen bricht. Wir können wieder reden. Und je mehr ich darüber nachdenke, stelle ich fest, dass ich viel zu viel rede.

Ich bin auf den Weg gespannt, auf dem ich mir vornehme, eine Menge meiner Erkenntnisse umzusetzen. Ich brauche ein paar Hilfen im Alltag.

Darüber mache ich mir gerade lächelnd Gedanken. Wie schwer ist es doch, den Moment zu leben, und wie kostbar ist die Zeit, die wir jeden Tag neu geschenkt bekommen.

Übrigens: Ich bin auf meiner Rückfahrt völlig staufrei zu Hause angekommen.

Ich habe das große Glück, dass ich Yoga aus Leidenschaft unterrichte. Und ich kann diese Praxis mit all meinen Teilnehmern in jeder Yogastunde teilen.

DiesesLied habe ich aus dem buddhistischen Zentrum mitgebracht. Wir haben es täglich gesungen. In Englisch und in Deutsch.

Da ich sehr gern singe, wird es mich in meiner täglichen Achtsamkeitspraxis unterstützen.

Happiness is here and now

Happiness is here and now
I have dropped my worries
nowhere to go, nothing to do
no longer in a hurry

Happiness is here and now
I have dropped my worries
somewhere to go, something to do
but I don`t need to hurry

Ich komm an mit jedem Schritt

Ich komm an mit jedem Schritt
bin fest und frei, und ohne Sorgen
muss nirgends mehr hin
hab nichts mehr zu tun
und bin nicht länger mehr in Eile

Ich komm an mit jedem Schritt,
bin fest und frei und ohne Sorgen
muss irgendwo hin, hab etwas zu tun
und bin dennoch nicht in Eile

Diese, auf den ersten Blick so einfach erscheinende Praxis, macht den Buddhismus so friedlich. Der Buddhist praktiziert Achtsamkeit mit einem übergeordneten Ziel für den Frieden in der Welt. Er glaubt daran, wenn jeder einzelne von uns Frieden im Herzen fühlt, wir Frieden in der Welt haben.

Wie großartig, diese Achtsamkeitspraxis.

An meinem Yoga-Sonntag, am 18.06.2016 werde ich den Teilnehmern über den Besuch im EIAB berichten. Wir werden uns darüber austauschen und uns Brücken für den Alltag bauen, um den Alltag achtsamer zu erleben und zu genießen.

Mehr über meine Arbeit, meine Kurse, Seminare, Bücher und über meine Musik erfahren Sie hier:

www.Dagmar-Winter.de

Herzlichst

Dagmar Winter

Foto: Winter


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