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22.01.2017 - 11:10 Uhr

TÜV NORD Holzminden gibt Tipps zum Benzinsparen - Teil 1: Fahrweise

Holzminden (red). Die Umwelt und gleichzeitig den Geldbeutel schonen? Das ist leichter, als man denkt. Wer einige Tipps beachtet und seine Fahrweise etwas anpasst, der kann als Autofahrer bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen. Andreas Röll, Leiter der TÜV-STATION Holzminden, verrät im ersten Teil der zweiteiligen Serie die drei hilfreichsten Tipps und Tricks zur Fahrweise, um den Spritverbrauch zu reduzieren.

Optimale Drehzahl

Den größten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch hat der Fahrstil. Das beginnt schon beim Starten des Motors: Den Wagen sollte man nicht lange warm laufen lassen, sondern sofort losfahren. Auch das Schaltverhalten macht einen Unterschied. „Unmittelbar nach dem Anfahren sollte in den zweiten Gang geschaltet werden. Ein Hochschalten in den jeweils nächsten Gang empfiehlt sich bei etwa 2.000 Umdrehungen“, sagt Röll. „Gleichzeitig sollte man so wenig wie möglich runterschalten.“ Beim Fahren liegt der optimale Drehzahlbereich je nach Fahrzeugtyp zwischen etwa 1.500 und 2.000 Umdrehungen. „Hier ist das Verhältnis von Kraftstoffverbrauch und - nutzen am besten“. Wer entsprechend fährt, wird daher den Unterschied schnell in seinem Geldbeutel feststellen.

Ruhig mal abschalten

Neuere Autos verfügen bereits häufig über eine Abschaltautomatik. Zu Recht, denn ein Motor verbraucht auch im Leerlauf Sprit. Bei älteren Modellen lohnt es sich, sofern die Batterie ausreichend stark ist, ab einer Wartezeit von 20 Sekunden an roten Ampeln den Motor abzuschalten. „Dann muss aber bei schlechten Sichtverhältnissen darauf geachtet werden, ob das Abblendlicht mit ausgeht. Im Zweifelsfall den Zündschlüssel direkt wieder auf Zündung drehen, um das Licht einzuschalten“, sagt Röll.

Vorausschauendes Fahren

Besonders wichtig ist vorausschauendes Fahren, um kurzfristige Sprints und harte Bremsmanöver zu vermeiden. Der TÜV-Experte rät: „Wer bereits in der Entfernung die Ampel auf Rot umspringen sieht, sollte rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen und die motoreigene Bremswirkung nutzen.“ Gerade für modernere Wagen mit automatischer Schubabschaltung ist dies empfehlenswert, denn das System unterbricht die Kraftstoffzufuhr, wenn das Gaspedal nicht betätigt wird. „Eine gleichmäßige Fahrweise, das sogenannte ‚Mitschwimmen im Verkehrsfluss‘, hilft, sparsamer und entspannter ans Ziel zu kommen.“ Vor allem auf Autobahnen und Schnellstraßen ist zudem eine konstante Geschwindigkeit einem ständig wechselnden Fahrtempo vorzuziehen. Röll: „Wer häufig bremsen und wieder beschleunigen muss, verbraucht mehr Kraftstoff als ein Fahrer mit gleichmäßigem Tempo.“

Im zweiten Teil der Tippserie wird Andreas Röll verraten, welchen Einfluss Fahrzeugteile und elektronische Extras auf den Verbrauch haben – und wie sich durch den richtigen Umgang mit diesen zusätzlich Kraftstoff einsparen lässt.

Foto: TÜV

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