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25.01.2013 - 01:09 Uhr

Historisches Ereignis: Resolution zur Burgruine Homburg wird auf erster gemeinsamer Ratssitzung verabschiedet

Eschershausen (rus). Keinen besseren Ort hätte man wählen können, als das historische Amtshaus in Wickensen, einem kleinen Ortsteil der Stadt Eschershausen. Vor vielen Jahrhunderten spielte an dieser Stelle der heute noch existierende Amtshof Wickensen eine gewichtige Rolle in der Geschichte der Homburg. Die Domäne Wickensen war zunächst ein landwirtschaftliches Versorgungsgut für die Homburger, später dann der Verwaltungssitz der Burg. 1542 wurden die einstigen Amtsgebäude erbaut, von der seinerzeit die gesamte Herrschaft Homburg verwaltet wurde. Etliche Balken und Steine der inzwischen verfallenen und militärisch bedeutungslos gewordenen Burganlage wurden hier einst für den Bau verwendet, bevor letztendlich die Natur wieder die Gewalt über die Homburg ergriff. Nun, mehr als 450 Jahre später, wird es wieder laut um die Ruine. Die Räte der Städte Eschershausen und Stadtoldendorf trafen sich zu ihrer ersten gemeinsamen Sitzung überhaupt und somit gleich zu zwei historischen Anlässen gleichzeitig, nämlich ebenso auch zur Verabschiedung einer Resolution zur Unterstützung des Fördervereins Homburg. Begrüßt wurden die 25 anwesenden Ratsfrauen und Ratsherren von beiden Bürgermeistern der Städte Eschershausen und Stadtoldendorf gleichzeitig, Konrad Edelmann und Helmut Affelt. Weiterhin waren auch viele Zuhörer anwesend, um die öffentliche Ratssitzung zu verfolgen. Dass diese aus Anlass zur Sicherung der Burgruine stattfand, zeigte allen den wichtigen Standpunkt der 1129 erstmals urkundlich erwähnten Homburg zwischen Stadtoldendorf und Eschershausen und den deutlichen Rückhalt hinter dem Förderverein. Erst vor etwas mehr als einem Vierteljahr wurde dieser Verein gegründet, womit eine historische Aufgabe zur Sicherung und womöglich irgendwann auch für einen Wiederaufbau geschaffen wurde. Nach den üblichen Regularien der Ratssitzung gab Fördervereins-Vorsitzender Erhard Schrader den Anwesenden einen umfangreichen Einblick in die bisherigen Aktivitäten und Ziele des Vereins. „Am liebsten würden wir den Turm beleuchten, sichtbar und wieder begehbar machen“, so Schrader. „Wir wollen insbesondere die Geschichte wieder erlebbar machen“ und unter Mithilfe der Ratsmitglieder sowie der Bürgerinnen und Bürger wieder beleben, so der Vorsitzende. Bereits über 150 Mitglieder konnte der junge Verein finden, nach der Einschätzung des Vorstandes sollen aber noch weitaus mehr notwendig sein, um die ehrgeizigen Ziele in die Realität umzusetzen. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz, denn als Eigentümerin entscheidet man in Braunschweig über Veränderungen im Bereich der Burgruine. Doch mit Vertretern der Stiftung und sogar mit deren Direktor Tobias Henkel persönlich gab es bereits einige Gespräche, durchweg positiv, wie sie Erhard Schrader beschreibt. Wichtig sei dabei besonders das Bürgerengagement, um der Stiftung zu zeigen, dass viele Vereinsmitglieder hinter den Zielen und ihrer historischen Burgruine stehen. Im aktuellen Jahr sollen dazu noch diverse Veranstaltungen und Aktivitäten stattfinden, zu denen bereits erste Vorbereitungen laufen. Unter anderem ist im Sommer sogar ein mehrtägiges Symposion zur Geschichte der Burgruine geplant, bei dem sich Historiker aus ganz Deutschland über das Thema austauschen sollen. Städteübergreifend war man sich schließlich einig, einstimmig wurde somit am Abend eine gemeinsame Resolution der Städte Eschershausen und Stadtoldendorf verabschiedet, die nun Bürgermeister Helmut Affelt, Bürgermeister Konrad Edelmann sowie Stadtdirektor Wolfgang Anders feierlich unterzeichnen dürfen. Sie zeigten damit mit der gesamten Ratsmannschaft Rückendeckung für den Förderverein und seine Ziele und als kleines Geschenk hatten sich alle Ratsherren und Ratsfrauen noch etwas Besonderes einfallen lassen: Alle Mandatsträger verzichteten auf das ihnen satzungsgemäß zustehende Sitzungsgeld und spendeten es stattdessen dem Förderverein in voller Höhe – eine tolle Überraschung für den Vorstand, die beide Bürgermeister überbrachten und über die sich Erhard Schrader sichtlich freute.


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